Die nächste Preisexplosion im Hardwaremarkt dürfte auch die kommende PlayStation 6 treffen. Laut Leaker KeplerL2 kosten Arbeitsspeicher und NAND-Flash der kommenden Konsole inzwischen allein mehr als 680 US-Dollar. Prozessor, Kühlsystem, Mainboard, Netzteil und Gehäuse sind dabei noch nicht berücksichtigt.

Die Schätzungen steigen bereits seit Monaten. Anfang des Jahres wurden die gesamten Materialkosten der PS6 noch auf rund 760 US-Dollar beziffert, später auf etwa 960 US-Dollar. Nun soll allein die Speicherbestückung einen Großteil dieser Kosten ausmachen.
Speicherkrise schlägt durch
Verantwortlich dafür sind die weiterhin hohen Preise für DRAM und Flash-Speicher. Vor allem der KI-Boom sorgt dafür, dass Rechenzentren enorme Mengen an Speicherchips aufkaufen. Die Folgen treffen inzwischen Grafikkarten, SSDs, Arbeitsspeicher und offenbar auch die nächste Konsolengeneration.
Nach bisherigen Gerüchten plant Sony den Einsatz von GDDR7-Speicher an einem 160-Bit-Interface. Diskutiert werden Speicherausstattungen von bis zu 40 GB, wahrscheinlicher gelten derzeit jedoch 30 GB RAM. Berichten zufolge soll Sony intern sogar über geringere Speicherkapazitäten nachgedacht haben, um die Kosten zu senken.
1000 Dollar werden realistischer
Offiziell hat Sony weder technische Daten noch einen Preis genannt. Sollte sich die aktuelle Kostenentwicklung jedoch fortsetzen, erscheinen frühere Spekulationen über eine PS6 für rund 1000 US-Dollar zunehmend realistischer als viele Spieler noch vor wenigen Jahren erwartet hätten.