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Alt 18.05.2010, 16:19   #1 (permalink)
semi-diabolisch
 
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Beitrag [Bericht] Virtualisierung der Produktionsumgebung eines mittelständ. Unternehmens

Hallo mal wieder seit langem,

ich bin derzeit dabei die hardwaretechnische Infrastruktur unseres Unternehmens ein wenig umzukrempeln und hatte mir gedacht ich lasse euch ein wenig Teil haben.
So werde ich in den nächsten Wochen immer mal schreiben, was hier passiert, was ich für Erfahrungen mit Virtualisierung und allen Nebeneffekten sammle und vielleicht kann ich damit euch helfen oder einfach nur mir in ein/zwei Jahren selbst eine Gedankenstütze sein.


Die Grundidee

Wir haben ein mittelständisches Unternehmen in der Medienbranche - eine klassische Druckerei (Akzidenz-Offsetdruck) mit angeschlossener Weiterverarbeitung (Buchbinderei) und einem nicht unwesentlichen Druckvorstufenanteil. Darunter fallen Gestaltung, Design, Layout, Satz und Repro, also Arbeiten mit InDesign, Photoshop und Konsorten, aber auch digitale Fotografie im Fotostudio und Scan-Arbeiten mit anschließender Bildbearbeitung und Retusche.

Unsere Server, die derzeit im Einsatz sind (welche das sind später), haben ein recht hohes Alter und wurden in den letzten Jahren immer nach Bedarf ausgetauscht.
Schon zur letzten Tausch-Session haben wir über Virtualisierung nachgedacht, das war uns damals aber noch zu teuer und nicht ausgereift genug.
Als uns im März einer der Server einen Fehler auf Dateisystemebene geschmissen hat, das nur mit dem Wiedereinspielen eines Acronis-Backups von 2006 zu lösen war, sahen wir das als Warnung.
Ich schlaute mich auf, was Virtualisierung mittlerweile zu leisten vermacg (einiges wusste ich bereits von meinem letzten Arbeitgeber).

Nach einigem Einholen von Angeboten, die von Einzel-Rack-Servern mit über FiberChannel angebundener SAN über Blade-Systeme bis zu Modular Servern reichten entschieden wir uns für ein Modular Server System von Intel.

So habe ich vor zwei Wochen die neue Serverhardware bekommen:
Intel Modular Server mit zwei Compute Modulen

Einige Eckdaten der Verbauten Hardware:
- 14 x 300GB 10k 2,5" SAS-HDD's
- 4 Power Supplies
- 2 Storage Controller
- 2 LAN-Switches mit je 10 Ports
- 2 Compute Module (je 2 Intel Xeon 5506 Quads und 16GB RAM)

Das schöne: alles in einer Box!
Das folgende kurze Video von Intel zeigt, wie so ein ModServer aufgebaut ist: LINK


Der Start


Nach Lieferung hieß es alles auspacken (Festplatten waren bereits in die Hot-Swap-Käfige eingebaut und eingesetzt, auch die Module am Rear saßen im ModServer - MFSYS25) und die Compute Module (in unserem Fall die MFS5520VI) einsetzen.

Die Compute Module selbst haben keine Festplatte, jeglicher Zugriff auf Speicher erfolgt über sie Storage Controller auf die SAS-Festplatten. Die Administration ist Browserbasiert, d.h. das Management Modul muss ins Netzwerk, oder man geht mit dem Laptop und einem LAN-Kabel direkt ans MM.
Die Grund-IP war 192.168.150.150 - dort per Browser hingesurft Standard-Login admin/admin verwendet und ersmal über die Oberfläche gestaunt. Da hat sich Intel wirklich etwas bei gedacht:

http://www.tweakpc.de/forum_alben/m/...?dl=1274194918

Man sieht Links alle Module, Reports und Einstellmöglichkeiten auf einen Blick, browst schnell durch die Seiten und findet sich gut zurecht. Klick auf ein Modul in der Grafik zeigt unten die aktuellen Daten und rechts Optionen speziell für das gewählte Modul.


Die ersten Einstellungen

Nun hieß es sich einen Plan machen, denn überhastetes Rangehen, heißt "nochmal machen". Also überlegt, wie die Festplatten aufgeteilt werden sollen usw. Zunächst habe ich das Management Modul in unseren IP-Bereich gehoben.

Mittlerweile sieht meine Storage-Aufteilung wie folgt aus:
http://www.tweakpc.de/forum_alben/m/...?dl=1274194918

Im Storage gib es nun 2 LUN's (Storage Pools), einer für gemeinsame Nutzung der Compute Module (VMStorage) und einer für die Server (geteilt in 3 Virtuelle Drives ESX1 bis ESX3). Man sieht, dass jedes Virtual Drive im oberen Storage Pool je nur einem Compute Modul zugewiesen ist, dort jeweils als Drive 0, also Boot-Drive.
Der untere Storage Pool ist allen Servern zugewiesen, Vorrausetzung hierfür ist die Intel-Lizenz "Shared LUN" - wesentlicher Fakt der Redundanz und Datensicherheit.



Die Tage geht es weiter mit den Themen:
- Installation VMWare ESX als Basis der Virtualisierung
- Die erste Virtuelle Maschine für VMWare vCenter zur detaillierten Administration
- Host, Cluster und Netzwerkkonfiguration
- Virtualisierung von vorhandenen physischen Rechnern
- Hindernisse, Vorteile usw.


Soweit von mir, jetzt geht es nach Birmingham - hoffe das Aschemonster lässt mich hin und wieder zurück

Kritik, Anmerkungen und Fragen wie immer erwünscht.

GiZZi
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Darf ich mal bitte vorbei?! Das geht nach Kompetenz... Danke! | | | Einmal dachte ich, ich hätte Unrecht. Hab mich aber getäuscht!
"Es ist gelogen, dass Videogames Kids beeinflussen. Hätte Pacman das getan, würden wir heute durch dunkle Räume irren, Pillen fressen und elektronische Musik hören."

[EID]-Mr.GiZMO ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 20.05.2010, 12:41   #2 (permalink)
Tim
Extrem Tweaker
 
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Registriert seit: 03.01.2008
Beiträge: 1.526

Tim ist ein sehr geschätzer MenschTim ist ein sehr geschätzer MenschTim ist ein sehr geschätzer Mensch

Standard AW: [Bericht] Virtualisierung der Produktionsumgebung eines mittelständ. Unternehmens

Ich arbeite bei einem namenhaften SAP Beratungshaus in Walldorf- also lokal als auch kooperativ direkt an die SAP gebunden und bin mit dem Thema deshalb ständig in berührung; ich schrieb bspw. meine letzte Semesterarbeit darüber.
Deswegen musst ich mich auch immer tiefer mit dem Thema auseinander setzen bzw. hatte auch großes Interesse daran.

Mir fiel der wirklich massiv zunehmende Trend zu virtualisierten Systemlandschaften aus. Dafür spricht ja einiges:
- Unterlastung der Hardware (vorallem seit Mehrkernern, die nur gering ausgelastet werden)
- sinkende Kosten für Stellplatz, Kühlung, Energieverbrauch
- zentrales Management
und etliche mehr.

Soweit ich weiß, bereuen lediglich 10% der Unternehmen die Einführung virtueller Landschaften (RSAAD 200

Mich würde vorallem zu Ende interessieren, ob und wieweit problemlos sich die Einführung gelohnt hat, vorallem da ich mit VMWare und dem ESX 3.5 und 4.0 fast ausschließlich gute Erfahrungen gemacht habe.
Tim ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.05.2010, 07:32   #3 (permalink)
Extrem Tweaker
 

Registriert seit: 01.07.2002
Beiträge: 2.031

Fr@ddy ist ein sehr geschätzer MenschFr@ddy ist ein sehr geschätzer MenschFr@ddy ist ein sehr geschätzer Mensch

Standard AW: [Bericht] Virtualisierung der Produktionsumgebung eines mittelständ. Unternehmens

Wie viele Server für wie viele Nutzer werden virtualisiert?

Ich habe hier 2 ESXi Server mit 23VMs in 3 IP-subnetzen im Einsatz und bin recht zufrieden.
(Je 16GB RAM und 2x XeonE5405 + lokales SATA-RAID + wenn nötig ISCSI)

Server die nicht performancekritisch sind kann man damit preiswert zur Verfügung stellen.

Das einzige was mich nervt ist das ich die Kisten für ein update runterfahren müsste ESXi (3.5 zu 4.0) und da dort extrem viele und teilweise wichtige Dienste laufen schiebe ich das ewig vor mir her.
Hier wird auch am Wochenende oder an Feiertagen gearbeitet, da sind Wartungsslots schwer umzusetzen. Naja virtualisierung hat halt Vor- und Nachteile.

Schön sind die Möglichkeit jederzeit auf Modernere Hardware wechseln zu können ohne das OS anpassen zu müssen. Und Snapshots.
Das kann viel Zeit und Ärger sparen.

Übertreiben kann man es aber auch mit der Virtualisierung, Desktopvirtualisierung oder virtualisierung von Systemen die öfter mal bis an die grenzen belastet werden wie Datenbankserver oder Terminal/Applikations-server halte ich nur selten für sinvoll.
Fr@ddy ist offline   Mit Zitat antworten
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Stichworte
bericht, mittelständ, produktionsumgebung, unternehmens, vcenter, virtualisierung, vmware, vsphere


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