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Alt 19.12.2014, 08:33   #1 (permalink)
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Standard SSD für DATEV Server mit MS-SQL 2008

Zum Umfeld:

Wir nutzen in einem recht großen Büro mit 25 Mitarbeitern einen Fujitsu Siemens Primergy TX200 S6, mit zwei E5506 Xeons und 32GB RAM. Drauf laufen tut ein SBS 2008 mit einem Exchange Server und dem MS-SQL Server 2008 R2 mit SP2 für die Datev Datenbanken. Da die Datenbanken durch Umstellungen auf Datev Pro seinerzeit extrem angewachsen sind, haben wir mittlerweile einen Datenbestand von rund 120GB. Ich denke, dass durch diese enorme Größe die Geschwindigkeit im allgemeinen recht stark abgesunken ist. Man merkt, dass wenn viele gleichzeitig arbeiten schon diverse Geschwindigkeitseinbrüche.

Weitere Faktoren sind schon massiv ausgebaut worden, wir haben zur Optimierung auf Gigabit Netzwerk umgestellt, der Server ist mit 2Gbit angebunden. Alles läuft über einen Netgear Pro Safe 48 Port Gigabit Switch. Die Einzelplatzrechner wurden im vergangenen Jahr ebenfalls komplett umgerüstet und beherbergen nun mind. einen AMD X4 mit 3,2Ghz, sowie 4GB RAM und 120GB SSD. Achso, wir nutzen keinen Terminalserver, sondern alle Installationen sind an den Einzelplatzrechnern vorgenommen, der Server stellt nur die Datenbanken. Dazu kam der neue Server, mit einer reinen CPU Steigerung von 100% und der Ausbau auf 32GB RAM (vormals 16GB)
Leider führten all diese Maßnahmen nicht zu einem nennenswerten Erfolg. Ich habe zu Hause alles mal ein wenig durchgetestet, (natürlich im kleineren Rahmen) und habe auch durch die reine Logik den Schluss gezogen, dass unsere Problemlösung eigentlich nur noch ein RAID 1 aus zwei 300GB Server SSD's sein kann, das die derzeit vorhanden 15k SAS Platten ersetzt.

Jetzt die Frage, ob dies technisch möglich ist. Unser System Partner hält nicht viel von SSD's, Aussage hierzu, schnell sind die ja, aber zwei im Raid macht kein Sinn, fallen ja beide gleichzeitig aus, wenn sie kaputt sind.

Kann man diese Aussage so stehen lassen? Ich denke eher nicht, denn auch die SSD's müssten doch über SMART verfügen und dementsprechend an den vorhandenen RAID Controller Zustandsmeldungen weitergeben, oder? Also wenn das Ende der Lebenszeit erreicht wird, was je nach SSD ja durchaus auch ein paar Jahre dauern kann/sollte, dann müsste man dies doch mitgeteilt bekommen. Das RAID soll ja nur vor "plötzlichen" Verlusten schützen, oder?


So und zu guter Letzt, hat er uns mal ein Angebot gemacht, für zwei 400GB Server SSD's im Wechselrahmen des TX wollte er knapp 15.000€ haben, kann das auch nur annähernd stimmen? Ich hatte dagegen mal geschaut und die neuen Samsuns 845DC Pro als Server Variante eigentlich von den Daten für ganz gut befunden, extrem hohe Schreibleistungen, 15.000TB, bezogen auf andere SSD's also eine extreme Haltbarkeit. Dazu vernünftige Werte im Bereich IOPS, was ja für SQL's nicht ganz unwichtig ist.
Zwei Probleme bei meinen Platten wären ja,
1.) dass diese keinen Wechselrahmen haben, wobei man aus den derzeitigen Rahmen die alten sicherlich gegen die neuen tauschen könnte.
2.) die alten haben ja einen SAS Anschluss, passt das? Ich bin mir da leider nicht ganz sicher, aber die SAS Anschlüsse sind meines Wissens nach doch abwärtskompatibel, oder???

Problem ist aber dann natürlich auch, ob das ganze einfach ersetzt werden kann? Bisher können die Platten ja über den RAID Manager "ausgeworfen" werden und die neue anschließend eingebunden und gespiegelt werden. Funktioniert das auch, wenn es nun größere Platten 400GB statt 300GB, mit SATA statt SAS sind?


Eventuell habt ihr aber auch noch andere SSD Vorschläge, wobei die aufegerufenen Preise sind schon das Maximum was ich hier irgendwie durchbekommen würde.

Gruß
Christian

Geändert von BigBoymann (19.12.2014 um 09:14 Uhr)
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Alt 19.12.2014, 09:04   #2 (permalink)
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Standard AW: SSD für DATEV Server mit MS-SQL 2008

Man müsste wissen um welche SSDs genau es geht.

Um wieviel SSDs ging es jetzt ich vermute um vier Stück also zwei im Raid 1?

Das wäre dann immernoch preislich sehr hoch.

Ich glaube Legion setzt normale SSDs im Raid ein der müsste Praxiserfahrung haben.

Ansonsten gibt es noch SAS SSDs welche speziell für den Servereinsatz gedacht sind:

Lightning® SAS SSDs und Optimus® SAS SSDs
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Alt 19.12.2014, 09:13   #3 (permalink)
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1.) Samsung 845DC Pro 400GB
2.) zwei Stück im Raid 1
Preislich wären wir bei 900€ mit den beiden, das wäre im Verhältnis mehr als gut.



Die SAS SSD's kenne ich auch schon, allerdings sind die preislich recht irelevant, da diese knapp 2000€ kosten, das Stück.
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Alt 19.12.2014, 09:15   #4 (permalink)
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Zitat:
Aussage hierzu, schnell sind die ja, aber zwei im Raid macht kein Sinn, fallen ja beide gleichzeitig aus, wenn sie kaputt sind.
Blödsinn. Die Anzahl der Schreibvorgänge pro Zelle die der Hersteller beziffert sind circa Werte. Es können mehr aber auch weniger sein. Serienstreuung gibt es auch bei SSDs

Zumal gehe ich einfach mal davon aus, dass die Daten richtig gesichert werden und nicht nur auf nem RAID liegen.
Somit wäre im schlimmsten Fall, wenn beide Laufwerke ausfallen, die Daten auf dem RAID weg, man hätte jedoch die Möglichkeit diese zurück zu spielen, so dass das eigentlich kein Problem sein dürfte.

Zitat:
müssten doch über SMART verfügen und dementsprechend an den vorhandenen RAID Controller Zustandsmeldungen weitergeben, oder?
Smart ist auch bei SSDs vorhanden. Meinen melden auch ihren Gesundheitszustand in %.

Zitat:
Das RAID soll ja nur vor "plötzlichen" Verlusten schützen, oder?
Ein RAID ist nicht zur Datensicherung bestimmt, dafür gibt es z.B. Bänder etc.

Ein RAID soll der Hochverfügbarkeit dienen. Fällt bei euch z.B. ne Platte aus, so ist das im ersten Schritt für euch keine Behinderung - ihr könnt weiter arbeiten. Die defekte Platte muss dann getauscht werden, wieder eingebunden werden und davon merkt man eigentlich nichts.
Größere Server haben z.b. noch Hot Spare Platten. Das sind Platten, die nicht benutzt werden, es sei denn, eine produktiv Platte fällt aus. Dann springt die Hot Spare Platte ein und ersetzt die defekte - alles passiert automatisch.



Zum Rest kann dir leidere gerade nüx sagen, aber da gibt es hier sicherlich noch experten

Main:
ASUS ROG MAXIMUS X FORMULA|Intel Core i9 9900k @ 5 GHz|DUAL AMD RX VEGA 64 @WATER
|Samsung 950 Pro NVMe M2 256 GB|BeQuiet DarkBase 900 Rev. 2|Corsair AX 1600i

Server:
ASUS Z6PE-D18|Intel Xeon X5670|Intel Xeon X5670|96GB RAM Hynix DDR3 1333 RDIMM ECC|HP P410 1GB FBWC|4x 2TB Curcial MX500

Profi Overclocker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.12.2014, 09:45   #5 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Profi Overclocker Beitrag anzeigen
Blödsinn. Die Anzahl der Schreibvorgänge pro Zelle die der Hersteller beziffert sind circa Werte. Es können mehr aber auch weniger sein. Serienstreuung gibt es auch bei SSDs

Zumal gehe ich einfach mal davon aus, dass die Daten richtig gesichert werden und nicht nur auf nem RAID liegen.
Somit wäre im schlimmsten Fall, wenn beide Laufwerke ausfallen, die Daten auf dem RAID weg, man hätte jedoch die Möglichkeit diese zurück zu spielen, so dass das eigentlich kein Problem sein dürfte.

Danke für 1.), hab ich mir auch so gedacht gehabt.

2.) Gesichert wird alles mittels DriveSnapshot auf einem NAS, ebenfalls mit RAID abgesichert, sowie einer Kopie auf einer täglich wechselnden externen Platte, welche nach nach der Arbeit gemeinsam mit mir den Heimweg antritt.
P.S. Onlinesicherung ist leider keine Möglichkeit, da lediglich 128kb Upload verfügbar ist.

3.) ja, so in etwa meinte ich es, wobei es ja schon auch der Datensicherheit dient, es ist immer noch eine weitere Instanz da.
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Alt 19.12.2014, 09:57   #6 (permalink)
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Wie Profi Overclocker schon sagte, finde auch ich die Aussage von eurem Berater Schwachsinn. Klingt für mich nach dem typisch alt gebliebenem IT-ler, der immer auf sein alt bewährtes zurück greift.

SAS SSDs kosten Asche, das ist richtig: Solid State Drives (SSD) mit Kapazität ab 240GB, Schnittstelle: SAS Preisvergleich | Geizhals Deutschland
Jetzt wählst du noch für dich einen vernünftigen "TBW-Wert" in Geizhals für aus und vergleichst mal. Bei einer Datenbank dürfte täglich schon einiges zusammen kommen.
Wobei auch der Preis für SSDs mit einem vom Hersteller angegebenen Wert von 20.000 TB noch im Rahmen bleibt: http://geizhals.de/?cat=hdssd&sort=p...0_20000#xf_top

Die 15.000 € sind - sollte es nur der Preis für die Hardware sein, ohne Support oder sonstiges - vollkommen überzogen. Sind aber noch Hardwaretausch bei defekt, 24x7 Bereitschaft mit 1h Reaktionszeit oder sonstige Scherze dabei, ist der Preis immer noch stolz, doch wenigstens etwas erklärbar.

Entgegen der Aussage von Tweak-IT hab ich noch keine Erfahrung mit Consumer SSDs im professionellen Einsatz. Die drei Intel aus der 530er Serie liegen mit 0 Betriebsstunden im Schrank. Auf die älteren Intels, die wir ausm Rechenzentrum zurück gerüstet haben, kann ich leider nichts sagen. Dazu fehlen mir sämtlich Werte von den Platten.
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BigBoymann (19.12.2014)
Alt 19.12.2014, 10:19   #7 (permalink)
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zu 1.) denke ich auch so ein wenig, altbewährtes ist immer gut
zu 2.) was heisst bei dir im Rahmen, eine 400GB SAS SSD kostet 1250 Euronen, eine SATA SSD mit sonst sehr ähnlichen Werten, die von mir genannte Samsung ist ja auch eine Server SSD kostet mit 450€ rd. ein Drittel soviel
zu 3.) er hat mir mal den Link geschickt, die kosten bereits im Einkauf 14.000€. Warum, ich weiß es nicht, vieleicht weil das Fujtitsu gehäuse drum rum ist.
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Alt 19.12.2014, 13:19   #8 (permalink)
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1.) Klar, bewährte Hardware ist nie verkehrt und vermindert neu hinzukommende Fehler.
2.) Wenn sie - bis auf die Schnittstelle - das gleich bieten. Aber wenn du auf die Schnitstelle angewiesen bist.
3.) Dann kommen die SSDs vermutlich direkt von Fujitsu und die greifen dann vermutlich saftig zu.
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Alt 19.12.2014, 13:34   #9 (permalink)
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aber ist es nicht so, dass SAS abwärtskompatibel zu SATA ist???
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Alt 19.12.2014, 14:08   #10 (permalink)
Stickstoff Junkie
 
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Prinzipiell ist dem so. Doch sieht das euer RAID-Controller auch so? Kann der mit SATA Laufwerken umgehen?

An deiner Stelle würde ich mich mal noch in anderen Foren umsehen.

Und vorallem mal die Verträge durch wälzen, ob du überhaupt Fremdhardware verbauen darfst. Nicht das du am Ende deinen Support und/oder deine Gewährleistung/Garantie verlierst. Wäre bei einem Ausfall unlustig.
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Alt 19.12.2014, 14:19   #11 (permalink)
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Moin.
Zitat:
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Wir nutzen in einem recht großen Büro mit 25 Mitarbeitern einen Fujitsu Siemens Primergy TX200 S6, mit zwei E5506 Xeons und 32GB RAM. Drauf laufen tut ein SBS 2008 mit einem Exchange Server und dem MS-SQL Server 2008 R2 mit SP2 für die Datev Datenbanken. Da die Datenbanken durch Umstellungen auf Datev Pro seinerzeit extrem angewachsen sind, haben wir mittlerweile einen Datenbestand von rund 120GB. Ich denke, dass durch diese enorme Größe die Geschwindigkeit im allgemeinen recht stark abgesunken ist. Man merkt, dass wenn viele gleichzeitig arbeiten schon diverse Geschwindigkeitseinbrüche.[...]
Dein Problem sind die zum einen die 32GB RAM, das ist für SQL + Exchange einfach zu wenig. Zum anderen vermute ich mal, die SQL-Datenbanken für DATEV sind "einfach mal installiert" worden, also ohne jegliche Optimierung des SQL-Servers?

Da wären:
- mehrere Files/Filegroups für die Datenbanken
- Trennung Datenbank und Logfiles auf verschiedene Laufwerke (physisch, nicht virtuell/Partitionen!)
- Speicherbegrenzung für den SQL Server
- Datenbankoptionen (Full/Simple/Transaction-Log)
- abhängig davon: Backup, Logfile-Truncating (dito übrigens für Exchange!)
- und einiges mehr.

Kurzum: Durch den Einbau von SSDs kannst du das System beschleunigen, ich glaube aber nicht, dass es hier viel bringen wird. Die Konstellation beim SBS ist bei euch mehr als ausgerzeizt, um wirklich "Dampf" auf den SQL-Server zu bekommen, solltet ihr den auf einen eigenen Server auslagern. Und notfalls den mit SSDs bestücken.

Alternativ zwei weitere NICs in den SBS gesteckt, ein NAS gekauft, das ebenfalls zwei NICs hat und als iSCSI-Target arbeitet und dort weitere Platten reingesteckt, ggf. auch SSDs.

Und vor allem: Hubraum ist nur durch Hubraum zu ersetzen, 16/32GB mehr RAM (sofern die Hardware das mitmacht) würden euch mehr bringen wie irgendwelche SSDs.

Cheers,
Joshua
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Alt 19.12.2014, 14:38   #12 (permalink)
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Danke Joshua,

das hört sich nach jemandem mit viel Erfahrung im SQL Bereich an.

Da kann ich leider nicht mit dienen und auch unser EDV Fachmann eher nicht. Einen anderen werden wir nicht bekommen, soviel dazu.

Also du wärst der Ansicht, dass ein Speicherupgrade sehr viel mehr bringen würde?Wir könnten theoretisch auf 128GB aufrüsten, müsste mal schauen was das auf die Rechnung bringt.

aber zu deinen Anmerkungen kann ich doch noch was sagen:

1.) es sind mehrere Files, da DATEV mit rd. 30 Programmen arbeitet sind es je Programm eine Datenbank, die größte Datenbank hat jedoch doch rund 32GB, ist natürlich auch die am häufigsten benutzte
2.) Datenbanken und Logfiles sind getrennt, je auf einem RAID 1 von 15k Platten, der Exchange und Windows teilt sich ein Raid, hier sind die Logfiles eingestellt, die Datenbanken samt DATEV Software sind auf einem anderen RAID

3.) Was meinst du mit Speicherbegrenzung?

von dem Rest verstehe ich leider nicht viel.

Ich hatte zwar generell schon einmal angeregt, dass man einige "ältere" Datenbank mal ausgliedert und diese aus dem SQL ausgliedert, sie würden zwar auf der Platte liegen bleiben, aber nicht in den SQL geladen werden. So würde man die Datenbanken sicherlich um einige Gigabyte schrumpfen lassen, was der Performance aus meiner Sicht nur zu gute kommen kann.

Die Daten wäre auch nicht weg, sondern sie müssten im Zweifel dann manuell aktiviert werden.

Aber schonmal danke!
BigBoymann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.12.2014, 14:54   #13 (permalink)
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Moin.
Zitat:
Zitat von BigBoymann Beitrag anzeigen
Danke Joshua,
Also du wärst der Ansicht, dass ein Speicherupgrade sehr viel mehr bringen würde?Wir könnten theoretisch auf 128GB aufrüsten, müsste mal schauen was das auf die Rechnung bringt.[...]
Es wäre der erste Schritt - natürlich soll und muss man auch die Auslatung der Platten in punkto Speicherkapazität im Auge behalten genau wie die Auslastung des RAIDs in punkto Durchsatz/Performance.

Zitat:
[...]1.) es sind mehrere Files, da DATEV mit rd. 30 Programmen arbeitet sind es je Programm eine Datenbank, die größte Datenbank hat jedoch doch rund 32GB, ist natürlich auch die am häufigsten benutzte[...]
Ich meinte mehrere Files/Filegroups _pro Datenbank_ - Standardeinstellung bei SQL beim Anlegen einer Datenbank ist eine Filegroup mit genau einem File pro Datenbank. Wenn die also 32GB groß ist, dann hast du _ein_ 32GB großes File. Man kann diese 32GB aber auf mehrere Files verteilen, verhält sich in punkto Performance ähnlich einem RAID: schnelleres Lesen/Schreiben, weil ja mehrere Dateien zur Verfügung stehen.

Optimalerweise legt man natürlich jedes File auf ein eigenes Laufwerk/eigenes RAID-System (siehst du die Dollarzeichen?!?)....

Zitat:
[...]2.) Datenbanken und Logfiles sind getrennt, je auf einem RAID 1 von 15k Platten, der Exchange und Windows teilt sich ein Raid, hier sind die Logfiles eingestellt, die Datenbanken samt DATEV Software sind auf einem anderen RAID[...]
Immerhin - und diese RAID-Systeme laufen auch über verschiedene Controller?

Zitat:
[...]3.) Was meinst du mit Speicherbegrenzung?[...]
Man kann dem SQL-Server mitteilen, wieviel RAM er sich nehmen darf - tut man das nicht (per default ist kein Limit eingestellt), nimmt er sich nach und nach eben alles, was irgendwie da ist.

Da der Exchange (also die store.exe) genau das gleiche Verhalten an den Tag legt, kannst du dir jetzt ausrechnen, das dein System auch deshalb unperformant ist/wird, weil sich Exchange und SQL darum streiten, wer jetzt noch ein bisschen RAM haben darf.

Beim SQL kann man wie gesagt ein Memory-Limit setzen, beim Exchange hingegen geht das nicht - daher trennt man solche Systeme tatsächlich physisch voneinander, insbesondere dann, wenn man an die Grenzen eines SBS-Szenarios gelangt.

Zitat:
[...]von dem Rest verstehe ich leider nicht viel.[...]
SQL-Datenbanken schreiben in der default-Einstellung Transaction-Logs mit, anhand derer man sehr granular Daten wiederherstellen kann - also z.B. Backup von gestern Abend, 23.00h Uhr, und dann anhand der Logs alle Transaktionen bis 03.50h hinterher. Ob das für DATEV-DBs benötigt wird, kann ich nicht sagen, das solltest du mal euren DATEV-Berater fragen.

Diese Transactions-Logs benötgen natürlich auch nen Haufen Speicherplatz, zumal sie nur nach einer Vollsicherung selbst abgeschnitten werden können - auch ähnlich wie bei Exchange. Google nach "SQL Transaction Logs" liefert dir sicherlich ausreichend Erklärung.

Zitat:
[...]Ich hatte zwar generell schon einmal angeregt, dass man einige "ältere" Datenbank mal ausgliedert und diese aus dem SQL ausgliedert[...]
Wird dir nicht viel bringen, RAM fressen beim SQL-Server nur die Datenbanken, auf/in denen auch was passiert, also Daten gelesen und geschrieben werden. Aber generell ist die Archivierung von "Alt-Daten" immer eine gute Sache, zumal man damit prima Plattenplatz freiräumen kann.

Cheers,
Joshua
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Alt 19.12.2014, 14:57   #14 (permalink)
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Standard AW: SSD für DATEV Server mit MS-SQL 2008

Wie schaut es den aus wenn die alten Datenbanken ausgegliedert sind sowie das vorhandene System optimiert ist.

Da wäre die Frage wie groß ist der aktuelle Datenbestand und wie wird er vorraussichtlich wachsen?

Dann könnte man noch einen "draufsetzen" und eine In-Memory Lösung verwenden mit Festplatten für die dauerhafte Speicherung der Daten.

Das ist aber Zukunftsmusik da dafür der SQL Server 2014 Vorraussetzung ist.

Sprich man erstmal die Software aktualisieren müsste bzw. anschaffen müsste.
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