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Thermaltake Toughpower GF1 im Test - Die neue Goldserie von TT (7/10)

Spannungsqualität - Ripple-Noise / Restwelligkeit

Auch bei der Restwelligkeit hat Thermaltake seine Angaben von 30 mV sehr konservativ gemacht. Auch diese Werte werden zum Teil deutlich unterschritten. Auf 12 V sehen wir Werte von etwa 16 mV auf den EPS und PCIe steckern und etwas mehr (23 mV) auf dem ATX-Stecker. Hier ist schön zu sehen wie hochfrequente Noise-Elemente die Werte ein wenig hoch drücken. Diese werden oft durch den DCDC-Controller für die Nebenspannungen verursacht und tauchen daher besonders auf dem ATX-Stecker auf.

Auf den Nebenspannungen ist die Ripple mit weniger als 20 mV ebenfalls sehr gut, reicht aber nicht an die Top-Klasse von Netzteilen, die unter 10 mV liegen. Diese finden sich allerdings nicht in der gleichen Preisklasse, so das die Resultate des Thermaltake GF1 im Verhältnis seht gut ausfallen.

 

Ripple Messung auf 12V Gelb=ATX, Molex, SATA, Türkis = EPS, Rest= PCIe

Ripple-Noise-Messung 3.3 , 5, -12 , 5V SB


Erläuterung zum Test: Im Zusammenhang mit der Spannungsqualität wird bei Netzteilen oft von Ripple und Noise oder auf Deutsch der Restwelligkeit gesprochen. Ein optimales PC-Netzteil würde genau konstant 12 V an den 12 V Ausgängen liefern. Bei PC-Schaltnetzteilen, die bekanntlich Gleichstrom aus Wechselstrom generieren, ist diese Situation aber nicht gegeben. Die erzeugten Gleichspannungen enthalten hier immer überlagerte minimale Restschwankungen. In ein Diagramm aufgetragen ist die Ausgangsspannung somit keine Gerade (optimale Situation) sondern eine Welle (Ripple) mit zusätzlichen Ausschlägen/Störungen (Noise). Diese Wellen und Störungen kann man mit einem Oszilloskop sichtbar machen. In den ATX Spezifikationen ist dazu genau festgelegt, wie die Restwelligkeit zu messen ist und welche Toleranzen zu erfüllen sind. So darf die Restwelligkeit auf der 12 V Leitung maximal 120 mV und auf der 3,3 und 5 V Leitung maximal 50 mV betragen. Wir messen die Restwelligkeit des Netzteils gleichzeitig an 8 Messkontakten, die über die Anschlüsse verteilt sind. Die 12 V Schiene wird dabei an 4 Anschlüssen betrachtet und zwar ATX+Molex/SATA, EPS und zwei mal PCIe an verschiedenen Steckern.



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