TweakPC



Thermaltake Toughpower GF1 im Test - Die neue Goldserie von TT (10/10)

Fazit

Nach dem Toughpower iRGB PLUS850W zeigt sich auch das neue Toughpower GF1 mit einer äußers soliden Leistung  bei uns im Test. Thermaltake verzichtet bei diesem Netzteil aber auf den ganzen "schnickschnack" wie RGB-Beleuchtung und Digitale Überwachung und kann so den Preis um satte 65 Euro drücken und landet bei nur noch etwa 110 Euro für das Netzteil.

Besonders positiv sind uns beim Test die sehr konservativen Leistungsangaben von Thermaltake aufgefallen. In fast jedem Bereich, sei es Effizienz, Ripple oder Spannungsregulation werde sie deutlich übertroffen, so das man hier deutlich mehr bekommt als drauf steht.

Insbesondere die Effizienz des Gold-Netzteils überrascht, denn unter 230V liegt sie näher am Platinum als am Gold-Niveau. Bis zu 93.5% werden in der Spitze erreicht. Zum Vergleich, das zuletzt getestete iRGB mit Platinum-Level erreichte 94.2 %. Nur bei sehr hohen Lasten schnitt das Platinum Netzteil klar besser ab.

Unter 115V zeigt das Modell ein besonders interessantes Verhalten und eine geradezu herausragende Effizienz im Bereich von 20-30 % Last. Dort wird fast der 115V-Titanium-Level erreicht. Das Toughpower GF1 ist ein recht gutes Beispiel dafür das die 80Plus Aufteilung hier nicht mehr die wirkliche Effizienz abbildet, denn das GF1 ist nur deshalb ein Gold Netzteil, weil es unter 115V bei voller Auslastung in der Effizienz deutlich abfällt. Für uns in Deutschland ist das aber völlig unerheblich.

Eine klar Überraschung ist auch wieder die Spanungsregulation, die Thermaltake wieder einmal vorsichtig mit 2 % angibt. In unserem Test kann das Netzteil diese Werte erneut, wie schon beim Tougpower iRGB deutlich unterschreiten. Die Regulation liegt klar unter 1% und auf der 12V-Leitung deutlich unter 0,5 % auf absolutem Top-Niveau. An den PCIe-und EPS-Anschlüssen ist der Spannungsabfall besonders niedrig.

 Ripple-Noise-Werte liegen ebenfalls klar unter dem von Thermaltake angegebenen Level. Auf 12V sehen wir klar unter 30 mV. Die Nebenspannungen liegen bei unter 20 mV. Damit erreicht man zwar nicht die Top-Klasse ist als Gold-Netzteil in der Preisregion aber bestens aufgestellt.

Bei den Timings und beim Houskeeping leistet sich das Netzteil keine Schwächen. In der Tat sind Messwerte wie Holdup-Time und PG-Delay sogar deutlich über der ATX-Spezifikation. Besonders auffällig ist erneut der geringe Einschaltstrom und die guten Ergebnisse bei den Power-On-Tests.

Die getesteten Schutzschaltungen funktionierten gut. Die OCP auf 3,3 und 5V schaltet sehr schnell und zuverlässig ab. Auch bei der OPP und OCP auf 12V gibt es keine Probleme. Die Reserven des Netzteils sind mit etwa 20% auf einem üblichen Niveau und ausreichend.

Insgesamt ist das Toughpower GF1 aufgrund des attraktiven Preises von etwa 110 Euro und der guten Resultate ein sehr interessanteres Netzteil geworden, dass sich hinter der Konkurrenz absolut nicht verstecken braucht. Wirkliche Schwächen oder gar Fehler konnten wir in unserem Test nicht finden, ganz im Gegenteil. Die Resultate in fast allen Bereichen sind gut bis sehr gut. Einzig im Bereich des Lüfters kommt das Modell nicht ganz an die leisesten Netzteile heran. Dank der semi-passiven Steuerung ist das aber nicht unbedingt ein Problem. Dank der zudem langen Garantiezeit von 10 Jahren fällt es da recht einfach eine Empfehlung für das Netzteil auszusprechen.

Vorteile

  • Sehr gute Effizienz fast auf Platinum-Level (230V)
  • Tolle Effizienz im unteren Lastbereich (115V)
  • > 90 % Effizienz bei 20-100 % Last
  • Sehr stabile 12V Spannung, <0,5 %, Rest < 1%
  • Gute Restwelligkeit (vor allem EPS)
  • Vollmodulares Netzteil
  • Gute Holdup-Time
  • Sehr gute Ergebnisse bei Timings, Houskeeping
  • Umschaltbar zwischen semipassiv und aktiv
  • Sehr gute Einschaltstrombegrenzung
  • Guter Preis

Nachteile

  • Lüfter mit leichten Laufgeräuschen

10.04.19 / rj



ueber TweakPC: Impressum, Datenschutz Copyright 1999-2019 TweakPC, Alle Rechte vorbehalten, all rights reserved