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Thermaltake Toughpower GF1 im Test - Die neue Goldserie von TT (9/10)

Lüfterdrehzahl und Lautstärke

Dank Umschalter an der Rückseite lässt sich das Thermaltake GF1 sowohl aktiv als auch semi-passiv betreiben. Der 140 mm Lüfter macht dabei einen recht guten Job, so dass eine insgesamt recht gute Geräuschkulisse zustande kommt. Unter Maximallast geht die Lüfterdrehzahl des Netzteils nicht über 1200 UPM. Sie fällt recht schnell sobald sich die Last verringert. Bis etwa 500 Watt arbeitet das Netzteil sogar mit der Minimaldrehzahl von 544 UPM. Die Abschaltung des Lüfters soll bei etwa 30% Last erfolgen. In unserer Messung war hier aber eine deutliche Verzögerung zu sehen, sprich wenn die Last fällt, schaltet der Lüfter nicht sofort ab sondern läuft noch etwas nach. Insgesamt gibt es an der Laustärke des Netzteils wenig auszusetzen und man kann durchaus auch konstant den aktiven Lüfterbetrieb nutzen ohne zu sehr vom Lüfter genervt zu werden. Dieser Produziert ein leichtes Schleifgeräusch. In die Kategorie "Supersilent" würden wir das Modell daher nicht einordnen.

Erläuterung zum Test: Die Laustärke von Netzteilen hängt bei neuen Modellen in der Regel extrem von der Effizienz ab und der Lüfterdrehzahl/Lüftersteuerung ab. Grob kann man also sagen, dass je effizienter ein Netzteil ist, desto weniger Kühlung also Drehzahl ist erforderlich und desto leiser wird es auch sein. (Dabei ist natürlich relevant, wie der Hersteller die Lüftersteuerung einstellt und welche Temperaturen er beabsichtigt einzuhalten).

Hohe Effizienz bedeutet in einem Netzteil nichts anderes, als das weniger Wärme abzuführen ist, der Lüfter also langsamer drehen kann. Ein langsamerer Lüfter bedeutet in der Regel dabei aber wieder höhere Temperaturen, so dass alle Punkte in direktem Zusammenhang stehen. Wir messen die Drehzahl des Lüfters bei fallender Belastung  - also von 100% Last herunter bis zu 0% - direkt während der Effizienzmessung mit einem präzisen Laserdrehzahlmesser, der im Sekundentakt die UPM erfasst und so auch Schwankungen aufzeichnet.

Derzeit führen wir keine direkte Schallpegelmessung der Netzteile durch, da die Chroma etwa einen Geräuschpegel von an die 50 dBA besitzt, ist eine direkt Pegel-Messung des Netzteils schlicht nicht möglich.

Temperaturen

Bei den Temperaturen hinterlässt das Toughpower GF1ein normales Bild. Die Temperaturen gehen unter Volllast eigentlich kaum über 70 Grad, lediglich einen Hotspot konnten wir von hinten mit 83 messen. Diese Temperatur dürfte vom Transformator ausgehen und ist daher unkritisch. Interessant zu sehen, ist dass sich die Temperaturen beim GF1 deutlich nach hinten zum Lüftausgang erhöhen. Das ist ein gutes Signal dafür, dass es in dem Netzteil keine Hotspots gibt, die außerhalb des Luftstroms liegen. Diese würden sich dann zur Seite der Modularplatine zeigen.




Erläuterung zum Test: Neben der Drehzahl überwachen wir auch die Temperaturen des Netzteils mit einer professionellen Wärmebildkamera. Dabei führen wir Aufnahmen von oben auf das gesamte Netzteil, von den Seiten, auf die Anschlusskabel und auf den Luftauslass durch. Da wir das Netzteil derzeit nur direkt im Betrieb bei Volllast beobachten ist es natürlich geschlossen. Die Aufnahmen durch das Gehäuse büßen natürlich einiges Informationsgehalt ein und dämpfen die Messwerte bei den Temperaturen etwas. Auf der anderen Seite würde ein öffnen des Gehäuses und dann die Messung der Platine ebenfalls zu verfälschten Werten führen, da der Luftstrom fehlt und Wärme viel besser entweichen kann, als im geschlossenen Gehäuse. Die Messung ist in jedem Fall also ein Kompromiss und wir versuchen sie noch weiter zu verbessern.



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