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Thermaltake Toughpower GF1 im Test - Die neue Goldserie von TT

Neuer Goldjunge von Thermaltake

Nachdem sich Thermaltake zuletzt vor allem durch seine Vielzahl an RGB-Netzteilen mit aufwendigen multicolor RGB-Lüftern hervorgetan hat, wie zum Beispiel dem zuletzt von uns getesteten Thermaltake Toughpower iRGB PLUS Serie, in dem die bekannten Riing Plus Lüfter von Thermaltake arbeiten, die auch einzeln für die PC-Beleuchtung gekauft werden können. Neben diesen in Sachen Beleuchtung sehr aufwendigen Netzteilen mit Digitalsteuerung und Software hat Thermaltake jetzt eine neue Toughpower-Serie aufgelegt, die auf genau diese Extras verzichtet und so preislich attraktiver wird.

Das neue Toughpower GF1 setzt auf das gleiche Gehäuse wie die aktuellen anderen Toughpower Modelle und ist daher optisch kaum von diesen zu unterscheiden, außer das es eben nicht leuchtet. Anstelle der Riing-Lüfter arbeitet in den GF1 Modellen ein vibrationsgedämmter 140 mm Lüfter mit Hydraulik-Lager. Der Lüfter besitzt einen weißen Ring an der Außenseite, so dass man fast denken könnte in dem Netzteil würde ein RGB-Lüfter sitzen. Der Lüfter arbeitet semi-passiv, weshalb das Netzteile natürlich insbesondere im unteren Lastbereich sehr leise arbeiten soll.

Angeboten wird das neue Modell derzeit in nur drei Versionen mit 650,750 und 850 Watt. Beide Modelle sind voll modular und mit einem 80 Plus Gold Zertifikat versehen. Sie gehören also in der Effizienzklasse zu den Mainstream-Modellen. Preislich startet das Toughpower GF1 bei etwa 90 Euro, über 100 und schließlich 110 Euro. Für je 100 Watt mehr muss man also etwa 10 Euro auf den Tisch legen. Die 850 Watt Version des GF1, die wir uns in diesem Test anschauen wollen ist preislich recht attraktiv und gehört eher zu den günstigen vollmodularen Netzeilen auf Gold-Level.

Technisch hat das Toughpower GF1 auch einiges zu bieten. Neben den in der Goldklasse mittlerweile üblichen Features wie DCDC, japanischen 105 Grad Kondensatoren und einem umfangreichen Angebot an Schutzschaltungen verfügt das Netzteil auch über einen komplett kabellosen internen Aufbau. Das heißt, dass vor allem die Modularplatine, an der die Kabel angeschlossen werden, intern direkt mit der Hauptplatine verbunden ist. Bei vielen Netzteilen sind dort oft Kabel verlöte, die nicht nur die Effizienz mindern, sondern auch den Luftstrom und damit die Kühlung des Netzteils behindern.

Thermaltake versprich bei den Performance-Daten recht gute Werte. So wird das Netzteil mit einer Ripple von 30 mV auf allen Haupt-Leitungen beworben. Auch eine strikte Spannungsregulation von unter plus minus 2 % wird auf der Webseite von Thermaltake angegeben. Diese Angaben werden wir in unserem Test natürlich im Detail überprüfen und dazu noch vieles mehr.

Auch nicht verstecken braucht sich die Garantiezeit  des Netzteils, denn Thermaltake gibt auf die Toughpower GF1 Serie satte 10 Jahre Garantie und gehört damit in der Preisklasse mit den Anbietern mit der längsten Garantie.

Unser Test-Equipment

Gerade wenn es darum geht kleinste Unterschiede in der Effizienz zu bestimmen und so ein Netzteil qualitativ einordnen zu wollen, ist extrem teures professionelles Messequipment unabdingbar. Bei günstigen Messgeräten sind die Messtoleranzen so hoch, dass eine korrekte Einschätzung der Performance im Vergleich zu anderen Netzteilen kaum möglich ist. Gerade wo die Netzteile in den letzten Jahren immer enger zusammenrücken.

Wir werden In Sachen Testequipment direkt vom deutschen Chroma Service Center unterstützt. Chroma ist auf professionelles Testequipment zur Effizienzmessung spezialisiert und unterstützt uns mit Know-How in Sachen Messtechnik. Die Messtechnik von Chroma gilt im Bereich der Netzteilproduktion und Qualitätskontrolle als Referenz.

Neben der Chroma Teststation verfügen wir über weitere präzise Messinstrumente wie Keysight 34461a 6,5 Digit-Voltmeter, drei 4-Kanal-Oszilloskope mit 100 MHz, mit denen wir konstant alle Spannungen des Netzteils sowie die PG, PS_ON und AC-In Signale überwachen. Zu Kontrolle der Ripple-Noise-Werte besitzen wir zudem eine Low-Voltage-Differential-Probe, wie sie in den ATX-Spezifikationen vorgeschlagen wird.

Das gesamte Testequipment ist unser Eigentum und wurde von uns selbst angeschafft. Es wird nicht von einem Netzteilhersteller bereitgestellt und wurde auch nicht von Netzteilherstellern gesponsert. Wir sind diesbezüglich also völlig unabhängig.

Wer unsere Tests regelmäßig verfolgt, der weiß, dass wir zudem auch noch Zugriff auf die Teststation von Cooler Master in direkter Nähe in Eindhoven haben und in Zweifelsfällen dort unsere Ergebnisse an einer zweiten Station aber in einem anderen Setup verifizieren können. Wir sind nun also nun in der mehr als "luxuriösen" Lage gleich zwei Chroma-Teststationen in direkter Reichweite zu haben um unserer Ergebnisse zu validieren.



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