Donnerstag, 12. Mai. 2011 18:38 - [tj]
Der Kamp der Datenschützer gegen Google nimmt kein Ende. Nach einem neuen Gerichtsurteil in der Schweiz, überlegt Google den Street View-Dienst in der Eidgenossenschaft zu stoppen. Das Gericht hatte beschlossen, dass Google unter anderem die Gesichter aller aufgenommenen Personen automatisch verpixeln muss. In der Umgebung von Gefängnissen oder anderen sensiblen Orten muss Google zudem die ganze Person unkenntlich machen. Des Weiteren muss Google in Lokalzeitungen über Street View-Fahrten vorab informieren.
Google betrachtet die Forderungen als "unverhältnismäßig" und hat gegen das Urteil Berufung beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht. Bestätigt dieses das Urteil, wäre Google gezwungen seinen Street View-Dienst in der Schweiz zu deaktivieren, so der Suchmaschinenbetreiber in einer Pressemitteilung. Street View stand auch in Deutschland vor dem Aus, bis Google die Möglichkeit einräumte, Häuser auf Anfrage unkenntlich zu machen.