Intel hat nach wie vor Probleme mit der 10-nm-Fertigung, weswegen nun die Kapazitäten bei der 14-nm-Fertigung knapp werden, schließlich müssen aktuell nahezu sämtliche CPUs und neuerdings auch Chipsätze in Intels 14-nm-Fabriken gefertigt werden. Angeblich erwägt Intel deswegen bereits die Auslagerung der Chipsatz-Produktion an den Auftragsfertiger TSMC. Während die CPU-Preise in den vergangenen Monaten aufgrund der Kapazitätsprobleme um knapp 20 Prozent gestiegen sind, könnten die RAM-Preise durch Intels Fehlkalkulation sinken.
Der Grund ist der, dass OEM-Hersteller nicht mehr genügend CPUs einkaufen können, um ihre Systeme in der anvisierten Stückzahl zu bauen. In der Folge benötigen die OEM-Hersteller weniger RAM-Bausteine, was laut den Analysten von TrendForce zu einem Überangebot beim Arbeitsspeicher führen könnte. Und da die RAM-Produktion aktuell auf Hochtouren läuft, wandern die für OEMs gedachten RAM-Module womöglich bald im Einzelhandel. Zu dann entsprechend günstigen Preisen.
Schon jetzt sind die RAM-Preise im Sinkflug. Ein 16-GB-Kit von G.Skill, das vor einigen Monaten noch knapp 180 Euro gekostet hat, ist aktuell für nur wenig mehr als 120 Euro zu haben. Ein Minus von über 30 Prozent.
