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iPhone-Engpass wegen Intels 10-nm-Problemen?

Freitag, 14. Sep. 2018 14:08 - [tj]

Die kommenden iPhones von Apple setzen auf ein Intel-Modem. Doch dieses wird ausgerechnet im überlasteten 14-nm-Prozess gefertigt.

Nachdem sich Apple von Qualcomm als Modem-Zulieferer getrennt hat, werden die kommenden iPhone-Modelle iPhone Xs, iPhone Xs Max und iPhone Xr allesamt mit Intel-Modems ausgestattet. Doch was für Intel eigentlich ein Grund zur Freude ist – da man nun endlich zumindest den großen Zeh im Mobil-Markt hat – könnte sich für Intel zu einem Desaster entwickeln. Da das neue Modem vom Typ XMM 7560 im ohnehin stark überlasteten 14-nm-Prozess gefertigt wird, dürfte der iPhone-Deal zu weiteren Engpässen bei Intel führen.

Schon jetzt haben sich CPUs angesichts der zu geringen Fertigungskapazitäten bei Intel deutlich verteuert und Intel erwägt angeblich sogar die Chipsatz-Fertigung an TSMC auszulagern. Vor nicht vielen Jahren stand Intel vor dem Problem, zu viel Kapazitäten zu haben, die brach lagen. Nun kann der Chip-Gigant nicht einmal die Fertigung seiner wichtigsten Produkte im geplanten Umfang garantieren, weswegen OEM-Hersteller bereist die PC-Produktion drosseln müssen.

Dass TSMC mit seiner 7-nm-Fertigung zudem deutlich weiter ist als Intel, dessen 10-nm-Fertigung aller Voraussicht erst Ende 2019 richtig anlaufen wird, lässt Intel ebenfalls in einem schlechten Licht dastehen. Selbst wenn man Intels Argumentation folgt, dass die 7-nm-Fertigung von TSMC in der Strukturgröße Intels 10-nm-Fertigung entspricht, wäre Intel mindestens ein bis zwei Jahre im Hintertreffen.

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(Bild: Wafer von TSMC)

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