Für deutsche Käufer könnte das Galaxy S26 erneut zum Kompromiss werden. Während in den USA voraussichtlich die Snapdragon-Variante mit maximaler Leistung erscheint, deutet vieles darauf hin, dass hierzulande der Exynos 2600 zum Einsatz kommt. Erste technische Details lassen erkennen, dass der Abstand zur Konkurrenz spürbar sein dürfte.

Der Exynos 2600 entsteht im 2-Nanometer-Verfahren und kombiniert zehn CPU-Kerne in drei Leistungsgruppen. Die Taktraten reichen bis 3,9 GHz, bleiben damit aber unter den Spitzenwerten des Snapdragon 8 Elite Gen 5. Auch MediaTeks Dimensity 9500 wird nach aktuellem Stand schneller sein. Für Nutzer bedeutet das: Bei rechenintensiven Anwendungen könnte das Galaxy S26 in Deutschland weniger Reserven bieten.
Auch die Grafikleistung sorgt für Diskussionen. Samsung setzt erneut auf eine AMD-GPU, die mit bis zu 985 MHz arbeitet und Vulkan 1.3 unterstützt. Das ist solide, aber nicht mehr ganz aktuell – Vulkan 1.4 wäre bereits verfügbar und verspricht Vorteile bei Spielen. Im direkten Vergleich dürfte die Snapdragon-Variante bei Gaming und Grafik erneut überlegen sein.
Damit entsteht ein bekanntes Muster, denn Käufer in Deutschland zahlen denselben Preis wie in den USA, erhalten aber ein Modell mit geringerer Leistung. Für viele Fans ist das ein frustrierendes Déjà-vu, das die Attraktivität des Galaxy S26 hierzulande deutlich schmälert.
Für Samsung ist die Entscheidung riskant. In einem Umfeld, in dem Apple mit seinen eigenen Chips Maßstäbe setzt und chinesische Hersteller zunehmend auf das Snapdragon-SoC setzen, könnte ein schwächeres Modell in Europa die Wettbewerbsfähigkeit schmälern.
