
Das Update, veröffentlicht am Tag des offiziellen Supportendes, verhinderte auf vielen Geräten den Start der Wiederherstellungsumgebung. Während Microsoft für Windows 11 schnell einen Notfallpatch bereitstellte, blieben zahlreiche Windows-10-Systeme monatelang ohne funktionierende Recovery-Option.
Dabei ist WinRE ein zentrales Werkzeug, wenn Windows nicht mehr startet oder Reparaturen notwendig sind. Genau diese Funktion fiel jedoch aus, nachdem das Update KB5068164 die Umgebung beschädigt hatte. Erst jetzt liefert Microsoft mit KB5068164 beziehungsweise dem nachfolgenden Reparaturupdate KB5075039 eine Korrektur aus, ohne technische Details zu nennen. Laut Hersteller wird lediglich das bekannte Problem behoben, bei dem WinRE nach dem Oktober-Update nicht mehr startete.
Der Vorfall sorgt für Kritik, da ausgerechnet ein End-of-Life-Patch die Rettungsumgebung unbrauchbar machte und Microsoft Monate für die Fehlerbehebung benötigte. Für Unternehmen und Administratoren, die weiterhin auf Windows 10 setzen und über Extended Security Updates abgesichert bleiben, ist das ein schlechtes Signal. Ein defektes Recovery-System untergräbt das Vertrauen in die Update-Qualität und erschwert die Fehlerdiagnose erheblich.