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ABIT USB Theater

/Hardware/Sonstiges

Der einfache Weg zum Kinosound

Kinosound aus dem Notebook? Jeden Rechner mal eben an ein 5.1 Boxen Set koppeln? ABIT hat das Rad neu erfunden - nur die Form wurde ein wenig verändert. Es sieht eigentlich mehr aus wie ein Ei, aber wen interessiert das noch? Die Rede ist hier vom ABIT USB Theater UA10.

Die Features

Das etwa Handteller große Gerät wird an den USB Port des PCs angeschlossen. An dem USB Theater befindet sich weiterhin noch ein G9 Dolby 5.1 Anschluss, die mitgelieferte Kabelpeitsche sorgt - falls Sie nicht direkt ein entsprechendes G9-Kabel verwenden - für die Verbindung zu einem Verstärker mit Hilfe drei 3,5mm Stereo Klinkestecker Buchsen. Je ein Kabel dient zur Übertragen der Front- und Rearlautsprechersignale. Das Dritte versorgt den Center/Subwoofer.

Zunächst galt unser Augenmerk der Installation, wie es sich jedoch für USB Geräte gehört, sollte diese recht einfach vonstatten. Im laufenden Computer (oder auch bei ausgeschaltetem) gilt das Motto: Immer rein mit dem Stecker. Schon fängt Windows an, ein paar Treiber zu installieren - fertig. Denkste, denn bei dem ABIT "Sound-EI" sind die Treiber mit dem DVD Player gekoppelt. Wer auf der beiligenden CD einen Treiber sucht, der wird dort nicht fündig werden. Also CD Einlegen und den DVD-Player installieren. Das war es dann, denn der Treiber wird automatisch mit installiert. Probleme traten dabei nicht auf. Die Boxen sind auch schnell angeschlossen und herkömmliche Stereoboxen funktionieren selbstverständlich genauso wir ein komplettes Surroundboxen-Set.

Ein Leckerbissen ist die im Lieferumfang enthaltene WinDVD2000 Software mit Fernbedienung. Der Anschluss des Infrarotempfängers der Fernbedienung erfolgt über einen durchgeschliffenen PS2-Mausadapter. Eine feine Sache, auch die Microsoft PowerPoint Präsentationssoftware kann so ferngesteuert werden. Ein PC/Notebook mit einem Fernsehausgang mutiert damit zu einem vollwertigen DVD-Player. 

Allerdings ist der USB-Sound nicht so unproblematisch, wie es sich in der Theorie anhört. Fakt ist, dass wir auf einigen Rechnern Soundprobleme hatten, mal war der Sound verzerrt, mal war Quake nicht zur Mitarbeit zu bewegen.

Auf anderen Rechnern hingegen funktionierte das Ganze wieder problemlos. Woran das nun genau lag, konnten wir leider nicht feststellen. So ganz unproblematisch ist der Betrieb an der USB-Schnittstelle jedenfalls nicht.

Dennoch haben wir im Stereomodus das USB Theater mit einer Soundkarte mit Hilfe von Quake III verglichen: Gegenüber einer herkömmlichen Soundkarte kostet das USB Vergnügen zudem etwa 5% der Bildwiederholrate, was aber auch nicht anders zu erwarten war. Den Sound über die USB Schnittstelle zu bringen braucht nun einmal etwas mehr Prozessorleistung.

Fazit

Das ABIT USB Theater ist ein kompletter Ersatz für eine interne Soundkarte. Wer noch unter einem chronischen IRQ- bzw. PCI-Steckplatzmangel leidet, kann so die Soundkarte einsparen. Ob das bei den heutigen Mainboards jedoch noch sinnvoll ist bzw. überhaupt vorkommt und nicht umgangen werden kann, steht jedoch auf einem anderen Blatt.

Ansonsten dürfte das USB Theater für Notebook Besitzer interessant sein. Durch die geringen Abmaße und einfache Installation kann die Notebookinterne Soundkarte problemlos durch ein 5.1 Soundsystem ersetzt werden.

Das hier getestete USB Soundsystem kostet dem Rechner etwas mehr Performance als die Vergleichssoundkarte. Damit haben Spielefreaks keinen Grund auf ein USB Soundsystem zu setzen. Dazu kommt das in Sachen Games PCI-Karten mit EAX1.0/2.0, A3D etc. auf jeden Fall vorzuziehen sind, da diese dann auch in Spielen den richtigen Surround-Ton auf die Boxen bringen.

ABIT peilt zur Markteinführung einen Preis von 120 bis 130,- DM an. Inwieweit sich der Kauf für einen normalen PC lohnt, bleibt jedem User selbst überlassen. Wir empfehlen im PC eher den Einsatz einer herkömmlichen Soundkarte. Für Notebook Besitzer, die Surroundton für DVD oder Präsentationen etc. brauchen ist das "ABIT Ei" allerdings eine geniale Lösung.. 

 



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