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Corsair Obsidian 700D High End Gehäuse im Test (7/8)

Erfahrungen / Praxis

Perfektionismus mit ein paar Detailmängeln

Der Einbau der Hardware geht relativ leicht von der Hand, was sicher auch ein Vorteil der immensen Platzverhältnisse im Corsair Obsidian 700D ist. Anfänger sollten auf die werksseitig vorinstallierten Mainboard Abstandhalter achten, denn einer davon war für die korrekte Montage eines Standard Mainboards an der falschen Stelle angebracht. Um einen Kurzschluss zu vermeiden, sollte man also unbedingt vorher kontrollieren, ob auch alles an der richtigen Stelle sitzt.

Zur Montage der DVD Laufwerke musste die Front runter, da sich die Frontblenden weigerten ihren angestammten Platz zu verlassen. Nachdem man einmal verstanden hat, wo man dazu Hand anlegen muss, gestaltete sich dies eigentlich recht einfach. Selbst im ausgebauten Zustand stellen die Blenden aber eine harte Nuss dar. Leider ist auch nicht wirklich klar, in welche Richtung diese demontiert werden müssen. Nach innen können sie zwar leichter entnommen werden, man benötigt aber dennoch eine Menge Kraft und läuft Gefahr läuft eventuell sich zu verletzen.

Die Blenden selbst sind ebenfalls etwas zwiespältig zu bewerten. Die Blende besteht aus einer schwarz anodisierten Aluminium Front, welche in einen Plastik Halterahmen eingesetzt wurde. Auch wenn die Optik durch die Aluminium Frontplatte gewahrt bleibt, wäre eine Voll Alu Variante eher wünschenswert, da immer noch ein schmaler schwarzer Plastik Rahmen zu sehen ist.

Die Plastikhalterahmen für die Festplatten sind auf jeden Fall sehr funktionell und bieten durch ihre Halterungen für 3,5 sowie 2,5 Laufwerke optimale Flexibilität. Für ein 200 Euro+ Gehäuse wirken sie leider nicht wirklich hochwertig. Da sie Ihren Zweck aber vollkommen erfüllen und weiterhin noch zusätzliche Gummi Puffer bieten, wollen wir das "optische" hier nicht über bewerten.

Ein schönes Detail ist der schon erwähnte Staubschutz im Netzteil Bereich. Da dies der einzig wirkliche "Air Intake" Bereich nach dem Lüfter Konzept ist, ist ein effektiver Staubschutz hier das A und O. Zur Reinigung kann dieser einfach nach hinten abgezogen werden und danach wieder montiert werden. Dieses Konzept haben wir schon bei Gehäusen von Xigmatek gesehen, auch wenn der Staubschutze dort bei weitem nicht so groß ausgefallen ist. Wenn wir schon bei Thema Staubschutz sind, müssen aber auch die 3 oberen 120mm Lüfteröffnungen erwähnt werden. Hier wird zwar keine Luft aktiv angesaugt, aber aufgrund der recht großen Öffnung ist hier durchaus mit einem Verschmutzen der Gehäuses zu rechnen. Hier wäre eine Klappe oder ein Deckel aus optischen aber auch praktischen Gründen wünschenswert.

Ein Highlight beim Corsair Obsidian 700D ist auf jeden Fall das Kabel Management, bei dem die Kabel fast komplett hinter dem Mainboard verlegt werden können. In solch einem Umfang und Detail haben wir dies noch bei keinem anderen Gehäuse gesehen. Unter Umständen kann es dabei leider dazu kommen, dass das eine oder andere Kabel leider etwas zu kurz geraten ist, um wirklich schön verlegt zu werden.

Etwas enttäuscht hat uns das IO Panel des Corsair Towers. Es kommt zwar schick verdeckt unter einer kleinen Klappe daher, aber auf einen aktuellen e-SATA Anschluss wurde leider komplett verzichtet. Weiterhin sind die vier USB Anschlüsse wahrscheinlich nur USB 2.0 und nicht nach der neuen USB 3.0 Norm gefertigt. Zumindest war davon nichts in der doch recht raren Dokumentation ersichtlich. Aber hier müssen wir darauf hinweisen, dass dies eine reine Vermutung unsererseits ist und es sich sowieso jederzeit ändern kann.

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