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MSI B450 Gaming Carbon Pro AC im Test - neuer Mittelklasse Chipsatz für Ryzen 2 (3/8)

Layout und Boardtechnik

Das neue MSI B450 Gaming Carbon Pro ist ein typischer Vertreter der MSI Carbon-Serie. Wieder setzt MSI hier auf ein dunkles PCB mit Carbon-Optik und bringt so ein weiteres interessantes aber optisch unauffälliges Mainboard an den Start. Das PCB des Mainboard ist tiefschwarz und wird lediglich durch viele weiße Streifen aufgelockert.

Bei den Kühlern sorgt MSI für eine kleine Überraschung! Schon beim B360M Mortar Titanium hatten wir einen Wandel bei der Qualität der MSI-Kühler festgestellt, weg von viel Kunststoff und Vollcover, die derzeit im Trend liegen, und hin zum aus einem Stück gefertigten Vollmetallkühler.

Der Hauptkühler des neuen B450 besitzt eine L- Form und ragt wie eine Überdachung über die ATX-Anschlüsse hinweg. Er sorgt für die Kühlung der digitalen 10-Phasen Spannungswandlung für die CPU.

Bei den Anschlüssen wird im Gegensatz zum X470 Modell, dass 12 Phasen besitzt etwas abgespeckt und so sehen wir anstelle von zwei 8-Pin-EPS-Anschlüssen hier auch nur einen 8-Pin und einen 4-Pin Anschluss.

Die üblichen vier RAM-Bänke für DDR4-RAM im Dual-Channel-Modus unterstützen auch beim B450-Modell mit bis zu 3.466 MHz. Offiziell wird  von der Plattform RAM mit maximal 2.667 MHz unterstützt, weshalb alle Taktraten darüber nur übertaktet laufen. Insgesamt können bis zu vier 16 Gigabyte Module, also 64 Gigabyte RAM auf dem Mainboard von MSI verwendet werden.  An den RAM-Modulen lässt sich zum X470 ein unterschied feststellen, denn die Slots sind hier nicht mit dem Steel-Armor von MSI ausgestattet, der aber hauptsächlich der Optik in diesem Bereich dient.

Anders ist es beim oberen PCI-Express-x16-Slot. Dieser ist dann doch wieder mit dem Steel-Armor verstärkt um Grafikkarten eine bessere Haltbarkeit und Stabilität zu geben. Der zweite Slot verzichtet auf die Stabilisierung.

Das fehlen der Stabilisierung lässt bereits vermuten, dass das B450 Board nicht unbedingt für den Einsatz von SLI/Crossfire ausgelegt ist. SLI wird vom B450-Chipsatz auf diesem Mainboard nicht unterstützt, da der zweite PCIe x16 Slot nur 4-fach angebunden ist. Der Einsatz von Crossfire ist allerdings möglich.

Das Board verfügt zum Glück über zwei  M.2-Slots für schnelle SSDs. Beide Slots sind mit 4-Lanes angebunden, allerdings gibt es Einschränkungen bei der Bestückung, die Einfluss auf die Nutzbarkeit der PCIe-Slots und SATA-Anschlüsse hat. Wenn der zweite M.2-Slot genutzt wird, dann sind die PCIe-Slots 2,3,4 und 5 nicht mehr verfügbar, so das quasi nur noch eine Grafikkarte in das System gesteckt werden kann. Wird der erste Slot bestückt, so sind die SATA-Anschlüsse 5 und 6 nicht mehr verfügbar.

Während der erste Slot mit Shield-Abdeckung über den Prozessor mit vier PCI-Express-3.0-Lanes angebunden ist, wird der zweite Port über den Chipsatz mit vier Lanes des PCI-Express-2.0-Standards an das System angebunden. Dies bedeutet, dass eine SSD im zweiten M.2-Slot maximal mit 16 Gbit/s zu Werke geht, während eine SSD im ersten Slot mit den vollen 32 Gbit/s arbeiten kann.

Für den Anschluss von Festplatten stehen insgesamt 6 SATA-6-Gbps-Anschlüsse mit RAID 0, RAID 1 oder RAID 10 Funktionalität zur Verfügung. Ein NVMe-RAID 0 oder 1 mit zwei M.2-Festplatten kann ebenfalls über den Chipsatz realisiert werden.

Der Chipsatzkühler des neuen B450 Gaming Carbon Pro ist eins zu eins vom X470-Modell übernommen und erneut mit Cabon-Optik ausgestattet. Der Kühler ist ausreichend groß dimensioniert und bietet eine RGB-Beleuchtung, die den Kühler von unten Beleuchtet. Die einzelnen Beleuchtungselemente auf dem Mainboard können über die Mystic-Light-Sync-Software unabhängig voneinander konfiguriert werden.

Unterhalb des Chipsatzkühlers an der Unterkante des Mainboards sind die meisten OnBoard-Anschlüsse angebracht. Einige weiter befinden sich in der nähe der RAM-Slots. Neben zwei 5050-RGB-LED-Anschlüssen und einem WS2812B adressierbaren RGB LED Anschluss (JRAINBOW1) findet man auch noch einen extra CORSAIR-Anschluss (JCORSAIR1)

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