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be quiet! Straight Power 11 im Test - Jetzt noch effizienter und noch leiser? (9/10)

Lüfterdrehzahl und Lautstärke

Wenn es um die Laustärke geht, dann erwarten die meisten von be quiet! nicht weniger als das Beste. Das Straight Power 10 gehörte zu den absolute leisesten Netzteilen auf dem Markt, das mit einer unglaublich niedrigen Lüfterdrehzahl arbeitet und damit selbst im aktiven Modus im Idle-Betrieb im PC unhörbar ist. Beim neuen Straight Power 11 darf man diesbezüglich natürlich ähnliches erwarten.

In unseren Messungen zeigte sich hier auch wieder, dass das Netzteile bis zu einer Last von etwa 225 Watt eine Lüfterdrehzahl von gerade einmal 260 RPM fährt. Das Netzteil produziert damit eine so geringe Laustärke, dass es eingebaut im PC auch problemlos gegen semi-passive Netzteile bestehen kann. Die Lüfterdrehzahl steigt dann stetig und langsam an, bis sie am ende bei etwas über 800 RPM verbleibt. Bei dieser Drehzahl ist das Netzteil immer noch unglaublich leise und dank der extremen Laufruhe des 6-Pol-Motors im Silent Wings 3 Lüfter kann man lediglich ein kleines Rauschen war nehmen. Insgesamt mag das neue Straight Power 11 sogar noch etwas leiser als das alte Modell sein, allerdings bewegen sich beide auf so niedrigem Laustärkelevel, insbesondere im Idle, das Unterschiede eigentlich kaum heraushörbar sind. Für die Praxis muss man dem Straight Power 11 damit einfach wieder Bescheinigen, das derzeit wohl leiseste aktive Netzteil auf dem Markt zu sein.


Da höhere Effizienzwerte immer geringe Verluste bedeuten und somit die Kühlung erleichtern, geben wir zur Lüfterdrehzahl an dieser Stelle nun immer auch die Verlustleistung als Diagramm an. Hier kann genau abgelesen werden, wie viel Watt bei welcher Belastung "verloren" gehen und wie weit das Netzteil entsprechend gekühlt werden muss.

Die Verlustleistung bei 230 V liegt beim Straight Power 11 750W bei maximal etwa 65 Watt. Unter 30 % Last müssen lediglich 20 Watt abgeführt werden.

Erläuterung zum Test: Die Laustärke von Netzteilen hängt bei neuen Modellen in der Regel extrem von der Effizienz ab und der Lüfterdrehzahl/Lüftersteuerung ab. Grob kann man also sagen, dass je effizienter ein Netzteil ist, desto weniger Kühlung also Drehzahl ist erforderlich und desto leiser wird es auch sein. (Dabei ist natürlich relevant, wie der Hersteller die Lüftersteuerung einstellt und welche Temperaturen er beabsichtigt einzuhalten).

Hohe Effizienz bedeutet in einem Netzteil nichts anderes, als das weniger Wärme abzuführen ist, der Lüfter also langsamer drehen kann. Ein langsamerer Lüfter bedeutet in der Regel dabei aber wieder höhere Temperaturen, so dass alle Punkte in direktem Zusammenhang stehen. Wir messen die Drehzahl des Lüfters bei fallender Belastung  - also von 100% Last herunter bis zu 0% - direkt während der Effizienzmessung mit einem präzisen Laserdrehzahlmesser, der im Sekundentakt die UPM erfasst und so auch Schwankungen aufzeichnet.

Derzeit führen wir keine direkte Schallpegelmessung der Netzteile durch, da die Chroma etwa einen Geräuschpegel von an die 50 dBA besitzt, ist eine direkt Pegel-Messung des Netzteils schlicht nicht möglich.

Temperaturen

Erläuterung zum Test: Neben der Drehzahl überwachen wir auch die Temperaturen des Netzteils mit einer professionellen Wärmebildkamera. Dabei führen wir Aufnahmen von oben auf das gesamte Netzteil, von den Seiten, auf die Anschlusskabel und auf den Luftauslass durch. Da wir das Netzteil derzeit nur direkt im Betrieb bei Volllast beobachten ist es natürlich geschlossen. Die Aufnahmen durch das Gehäuse büßen natürlich einiges Informationsgehalt ein und dämpfen die Messwerte bei den Temperaturen etwas. Auf der anderen Seite würde ein öffnen des Gehäuses und dann die Messung der Platine ebenfalls zu verfälschten Werten führen, da der Luftstrom fehlt und Wärme viel besser entweichen kann, als im geschlossenen Gehäuse. Die Messung ist in jedem Fall also ein Kompromiss  und die Temperatur werte sollten nicht als absolut korrekte Größe angesehen werden. Wir versuchen sie in Zukunft noch weiter zu verbessern.



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