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be quiet! Straight Power 11 im Test - Jetzt noch effizienter und noch leiser? (7/10)

Spannungsqualität - Ripple-Noise / Restwelligkeit

Bei der Restwelligkeit verspricht be quiet! beim neuen Straight Power 11 ebenfalls gute Werte, wobei man hier immer genau aufpassen muss, denn nicht nur die absolute Zahl ist bei der Ripp-Noise-Messung interessant, sondern auch der Spannungsverlauf. So ist zum Beispiel eine etwas größere gleichmäßige Sinuswelle im Spannungsverlauf besser als ein kleinerer mit vielen Störungen versehender unregelmäßiger verlauf, weil dieser die Komponenten in der Regel stärker belastet.

Beim Straight Power 11 können wir das seht schön sehen, da die 12 V Spannung mit um die 35 mV zwar keine super niedrige Ripple aufweist, der Spannungsverlauf aber nahezu frei von Störungen ist, was sich im unteren Bild an den regelmäßigen Wellen im 10 µS Bereich von 10-15 mV zeigt. Spikes oder größere Ausreißer findet man in der Spannung kaum.

Ähnliches gilt auch für die 3,3 und 5 V Spannung mit < 20 mV. Da DCDC-Controller recht viel Noise generieren schlägt das oft auf diese Spannungen durch. Beim Straight Power 11 sehen wir aber auch hier kaum Spikes. Einige kleine lassen sich in der 3,3 V Spannung finden, jedoch sind die Spannungen insgesamt in Bezug auf Ripple Noise von sehr guter Qualität.



Ripple Messung auf 12V Gelb=ATX, Molex, SATA, Türkis = EPS, Rest= PCIe

Ripple-Noise-Messung 3.3 , 5, -12 , 5V SB


Erläuterung zum Test: Im Zusammenhang mit der Spannungsqualität wird bei Netzteilen oft von Ripple und Noise oder auf Deutsch der Restwelligkeit gesprochen. Ein optimales PC-Netzteil würde genau konstant 12 V an den 12 V Ausgängen liefern. Bei PC-Schaltnetzteilen, die bekanntlich Gleichstrom aus Wechselstrom generieren, ist diese Situation aber nicht gegeben. Die erzeugten Gleichspannungen enthalten hier immer überlagerte minimale Restschwankungen. In ein Diagramm aufgetragen ist die Ausgangsspannung somit keine Gerade (optimale Situation) sondern eine Welle (Ripple) mit zusätzlichen Ausschlägen/Störungen (Noise). Diese Wellen und Störungen kann man mit einem Oszilloskop sichtbar machen. In den ATX Spezifikationen ist dazu genau festgelegt, wie die Restwelligkeit zu messen ist und welche Toleranzen zu erfüllen sind. So darf die Restwelligkeit auf der 12 V Leitung maximal 120 mV und auf der 3,3 und 5 V Leitung maximal 50 mV betragen. Wir messen die Restwelligkeit des Netzteils gleichzeitig an 8 Messkontakten, die über die Anschlüsse verteilt sind. Die 12 V Schiene wird dabei an 4 Anschlüssen betrachtet und zwar ATX+Molex/SATA, EPS und zwei mal PCIe an verschiedenen Steckern.



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