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Corsair RM850x White im Test (3/10)

Effizienz und Leistungsdaten

Erläuterung zum Test: Der Einsatz unserer eigenen Chroma-Teststation - die uns selbst gehört und nicht von einem Netzteilhersteller bereitgestellt wurde - ermöglich uns deutlich mehr Messungen vorzunehmen, als dies außer Haus aufgrund von Terminabsprachen und Zeiteinteilung möglich ist. In unseren Effizienzmessungen testen wir daher den kompletten Lastbereich des Netzteils von 5 bis 100 % in 5 % Schritten bei 230 und 115V. Hierbei messen wir alle relevanten Daten des Netzteils von Spannungen, Verbrauch, PFC, THD und mehr, stellen aber hier der Übersicht halber nur die für den Endkunden relevanten Daten dar, um nicht in einer Flut von Diagrammen zu ersticken. Gerne nehmen wir in unserem Netzteil-Forum Vorschläge zur Verbesserung oder Erweiterung entgegen.

Effizienz bei 115 V

Bei einer Eingangsspannung von 115 V landet das Corsair RMX White deutlich über dem 80 Plus Gold Niveau. Insbesondere bei Lasten unter 50% setzt sich die Effizienzkurve immer weiter vom Gold-Level ab und gelangt unter 30% auf Platinum Level.

Im Bereich von 20 bis 60% Last arbeitet das Netzteil mit über 90% Effizienz, im Bereich von 30-50% liegt sie sogar bei 90% und darüber. 

In der Spitze erreicht das Netzteil an die 91.2 % Effizienz, bei etwa 40 % Last. Die Effizienz  bei 10 und 5 % fällt typischerweise deutlich ab, liegt aber bei 10 % Last immer noch bei 86.4%.

Effizienz bei 230 V

Wie üblich liegt die Effizienz bei 230 V noch einmal etwas höher. Hier sehen wir in der Spitze Effizienzwerte von bis zu 92.7 % und die Effizienzkurve ist bei höheren Lasten deutlich flacher. Im gesamten Bereich von 20 bis 100 % Last über 90 % Effizienz liefern kann. Auch bei 10% bleibt das Modell mit 88.9 %  sehr effizient.

Da höhere Effizienzwerte immer geringe Verluste bedeuten führen wir diese im folgenden Diagramm noch einmal genau als Verlustleistung in Watt auf. Hier kann genau abgelesen werden wie viel Watt bei welcher Belastung "verloren" gehen. Insgesamt bleibt das Focus dabei selbst bei Volllast unterhalb von 100 Watt.


Effizienz bis 100 Watt Last

Erläuterung zum Test: Ein immer wichtiger werdender Aspekt bei Netzteilen ist die Effizienz im niedrigen Lastbereich, weshalb wir für jedes Netzteil noch einmal getrennt die Effizienz von 5 bis 100 Watt messen. Dabei greifen wir auf eine Lastverteilung zurück, die einer tatsächlichen Belastung eines PC im Idle-Betrieb entspricht. Absolute Top-Netzteile liefern bereits ab 50 Watt eine Effizienz von über 90 %.

Beim Test für sehr niedrige Lasten ist zeigt sich, dass es sich um ein 850 Watt Netzteil handelt, die Werte fallen entsprechend etwas niedriger aus als bei Netzteilen mit kleinerer Leistung. Ab etwa 45 Watt wird eine Effizienz von 80% erreicht.

Standby Verbrauch und Effizienz

Erläuterung zum Test: Die 5V-Standby-Leitung eines Netzteils bestimmt maßgeblich den Verbrauch des PCs im ausgeschalteten Zustand und und im Sleep-Modus (S3, Suspend to RAM). Auch hier ist natürlich eine hohe Effizienz vor allem unter geringer Last erwünscht. Dies Standby-Effizienz ist extrem relevant für die Einhaltung der Energiesparrichtlinien. Daher sind weltweit unterschiedliche Mindestanforderungen vorgeschrieben. Wir messen die Standby Leitung ohne Belastung, nach EuP/ErP und dann ebenfalls in 5% Schritten bis zur Maximalbelastung der Schiene.

Mit etwa über 80% Effizienz auf der Standby-Leitung, liefert das Corsair RMX White hervorragende Werte. Die Stromaufnahme ohne Belastung bei 0,07 Watt liegt auf sehr niedrigem Niveau.

Power Factor

Erläuterung zum Test: Der Power Factor auf Deutsch auch Leistungsfakor eines Netzteils wird von 0 bis 1 angegeben und gibt wieder wie effizient ein elektrisches Gerät die eingebrachte Energie ausnutzt.  Der Leistungsfaktor ist dabei der Quotient aus Wirkleistung und Scheinleistung, wobei die Wirkleistung in Watt und die Scheinleistung in VA (Voltampere).

Da Strom für Endkunden in Deutschland nach Wirkleistung abgerechnet wird und nicht nach Scheinleistung hat der Leistungsfaktor überwiegend eine Bedeutung für die Stromerzeuger. Ein hoher Leistungsfaktor bedeutet nämlich das der Stromerzeuger weniger "unbezahlte Scheinleistung" bereitstellen muss. Gute PFC-Werte liegen also sehr im Interesse der Stromanbieter.

 



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