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Corsair SF750, SF600, SF450 Platinum im Test - SFX jetzt mit Platinum-Effizienz (7/10)

Spannungsqualität - Ripple-Noise / Restwelligkeit

Wo bisher beim Corsair SF750 kaum Unterschiede zu ATX-Netzteilen zu sehen waren, zeigt  die Restwelligkeit des dann nun doch noch einmal was ATX-ler etwas besser machen. Zurückzuführen ist auch dieser Aspekt auf das deutlich geringere Platzangebot. In SFX-Netzteilen fällt es erheblich schwerer zusätzliche Kondensatoren zur Glättung einzubauen und alle Komponenten liegen zudem auch deutlich dichter beisammen und können sich gegenseitig mehr stören.

Nichtsdestotrotz bleibt das SF750 auf den 12V-Anschlüssen bei einer Ripple unterhalb von 50 mV Die Ripple auf den PCIe-Anschlüssen liegt sogar etwas niedriger. Auf dem Oszilloskop ist schön zusehen, das ein Großteil von etwa 35 mV auf hochfrequente Wellen zurückzuführen sind, bei ATX Netzteilen werden diese oft erfolgreich unterdrückt.

Auf den Nebenspannungen liegen die Ripple-Werte mit um die 20 mV auch deutlich unterhalb den erlaubten Richtwerten. Insgesamt ist das Netzteil in der Disziplin Ripple und Noise für ein SFX-Netzteil sehr gut, gemessen an einem Top-ATX-Netzteil aber nur eher Mittelklasse.



Ripple Messung auf 12V Gelb=ATX, Molex, SATA, Türkis = EPS, Rest= PCIe

Ripple-Noise-Messung 3.3 , 5, -12 , 5V SB


Erläuterung zum Test: Im Zusammenhang mit der Spannungsqualität wird bei Netzteilen oft von Ripple und Noise oder auf Deutsch der Restwelligkeit gesprochen. Ein optimales PC-Netzteil würde genau konstant 12 V an den 12 V Ausgängen liefern. Bei PC-Schaltnetzteilen, die bekanntlich Gleichstrom aus Wechselstrom generieren, ist diese Situation aber nicht gegeben. Die erzeugten Gleichspannungen enthalten hier immer überlagerte minimale Restschwankungen. In ein Diagramm aufgetragen ist die Ausgangsspannung somit keine Gerade (optimale Situation) sondern eine Welle (Ripple) mit zusätzlichen Ausschlägen/Störungen (Noise). Diese Wellen und Störungen kann man mit einem Oszilloskop sichtbar machen. In den ATX Spezifikationen ist dazu genau festgelegt, wie die Restwelligkeit zu messen ist und welche Toleranzen zu erfüllen sind. So darf die Restwelligkeit auf der 12 V Leitung maximal 120 mV und auf der 3,3 und 5 V Leitung maximal 50 mV betragen. Wir messen die Restwelligkeit des Netzteils gleichzeitig an 8 Messkontakten, die über die Anschlüsse verteilt sind. Die 12 V Schiene wird dabei an 4 Anschlüssen betrachtet und zwar ATX+Molex/SATA, EPS und zwei mal PCIe an verschiedenen Steckern.

Corsair SF600




Corsair SF450






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