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Corsair SF750, SF600, SF450 Platinum im Test - SFX jetzt mit Platinum-Effizienz

Corsairs geballte Power auf kleinstem Raum

Gerade erst haben wir uns mit dem Corsair AX1000 die neue Highend-ATX-Serie von Corsair angeschaut und schon steht das nächste Luxusnetzteil des Herstellers auf dem Programm. Diese mal ist es aber nur nur irgend ein neues Modell, sondern ein ganz Besonders. Wir reden hier nämlich über das derzeit stärkste SFX-Netzteil auf dem Markt. Corsair hat Seine SFX-Platinum Serie nämlich neben dem 450 und 600 Watt Modell um ein wahnwitziges 750 Watt Modell erweitert.

Auf kleinstem Raum im SFX-Format liefert Corsair damit nun 750 Watt mit bis zu 62.5 Ampere auf der 12V Leitung und das Ganze mit 80 Plus Platinum Effizienz. Diese kleine "Energiebombe", die Corsair hier abliefert hat es also wirklich in sich und ist was das aktuelle Angebot an SFX-Netzteilen angeht schon sehr außergewöhnlich.


Der Einsatz eines solchen Netzteils wird daher nicht weniger außergewöhnlich sein, denn mit 750 Watt lässt sich heute schon ein absoluter Highend inklusive Overclocking gut betreiben. Das SF750 sucht seine Anwender daher in besonderen PC-Builds. Sei es der Gaming-Bolide im schlanken SFX-Format oder vielleicht noch eher der komplett eigene PC-Mod, bei dem einfach kein Platz für ein großes Netzteil vorhanden ist. Wir sind tatsächlich schon etwas gespannt wo wir das SF750 in der Praxis erleben werden. Neben dem neuen 750 Watt Modell hat Corsair vor kurzem auch das SF450 und SF600 vorgestellt, die uns ebenfalls als Muster vorliegen und wir in diesem Test betrachten werden.

Bevor es an die Praxis geht, wollen wir uns aber noch anschauen, ob das SF750 von Corsair nur Leistung abliefert, oder aber auch die Top-Messergebnisse, die man sich von so einem Netzteil wünscht. Immerhin ist das Corsair SF750 mit einem Preis von 150 Euro schon eher ein Enthusiasten-Netzteil. Für das 450 und 600 Watt Modell werden doch deutlich weniger fällig und man kommt mit 95 und 110 Euro.

Technisch kommt das neue SF750 wie zu erwarten auf hohem Ausstattungniveau zum Kunden, die auch beim SF450 und 600 vorhanden sind. Corsair verwendet wieder 105 Grad Japanische Kondensatoren. Bei der Topologie setzt das Modell auf Half-Bridge & LLC und natürlich kommt ein DCDC-Wandler für die Nebenspannungen zum Einsatz.

Das Netzteil ist als vollmodulares Modell mit semipassiver Lüftersteuerung (Zero RPM) ausgestattet, die sich im Gegensatz zu den ATX-Modellen aber nicht abstellen lasst. Der Lüfter ist eine maximal große 92 mm Version mit Rifle-Lager.

Eine zusätzliche Besonderheit der SF-Platinum-Serie, die sich auch beim SF750 findet, sind die Single-Sleeve-Kabel in schwarz, die dem Netzteil den besonderen Look beim Einbau geben. Ansonsten bleibt das Netzteil aber im typischen und unauffälligen Corsair-Look. Ein Unterschied vom SF750 zu SF450 und SF600 ist der Kabelbaum, denn das SF750 liefert nun sogar 2 EPS und 4 PCIe-Anschlüsse.

Wie nicht anders zu erwarten verfügen die SF-Platinum-Netzteile alle notwendigen Schutzschaltungen, aufgelistet OCP, UVP, OVP, SCP, OTP und OPP. Die Garantiezeit beträgt beim SF750 immer noch 7 Jahre, aber nicht mehr 10 wie bei den ATX-Modellen.

Bei den Eigenschaften der Stromversorgung macht Corsair in seinen Informationen keine besonderen Angaben, was natürlich die Ergebnisse unserer Tests um so spannender macht. Ein Grund mehr sich die Spannungsregulation, Ripple- Werte, Effizienz und alles weitere genauer anzuschauen. Ob das SFX als kleiner Zwerg an die Leistungen von HX oder gar AX-Serie im ATX-Format anschließen kann, das haben wir auf den nächsten Seiten genauer untersucht.

Unser Test-Equipment

Gerade wenn es darum geht kleinste Unterschiede in der Effizienz zu bestimmen und so ein Netzteil qualitativ einordnen zu wollen, ist extrem teures professionelles Messequipment unabdingbar. Bei günstigen Messgeräten sind die Messtoleranzen so hoch, dass eine korrekte Einschätzung der Performance im Vergleich zu anderen Netzteilen kaum möglich ist. Gerade wo die Netzteile in den letzten Jahren immer enger zusammenrücken.

Wir werden In Sachen Testequipment direkt vom deutschen Chroma Service Center unterstützt. Chroma ist auf professionelles Testequipment zur Effizienzmessung spezialisiert und unterstützt uns mit Know-How in Sachen Messtechnik. Die Messtechnik von Chroma gilt im Bereich der Netzteilproduktion und Qualitätskontrolle als Referenz.

Neben der Chroma Teststation verfügen wir über weitere präzise Messinstrumente wie Keysight 34461a 6,5 Digit-Voltmeter, drei 4-Kanal-Oszilloskope mit 100 MHz, mit denen wir konstant alle Spannungen des Netzteils sowie die PG, PS_ON und AC-In Signale überwachen. Zu Kontrolle der Ripple-Noise-Werte besitzen wir zudem eine Low-Voltage-Differential-Probe, wie sie in den ATX-Spezifikationen vorgeschlagen wird.

Das gesamte Testequipment ist unser Eigentum und wurde von uns selbst angeschafft. Es wird nicht von einem Netzteilhersteller bereitgestellt und wurde auch nicht von Netzteilherstellern gesponsert. Wir sind diesbezüglich also völlig unabhängig.

Wer unsere Tests regelmäßig verfolgt, der weiß, dass wir zudem auch noch Zugriff auf die Teststation von Cooler Master in direkter Nähe in Eindhoven haben und in Zweifelsfällen dort unsere Ergebnisse an einer zweiten Station aber in einem anderen Setup verifizieren können. Wir sind nun also nun in der mehr als "luxuriösen" Lage gleich zwei Chroma-Teststationen in direkter Reichweite zu haben um unserer Ergebnisse zu validieren.

 



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