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Corsair AX1000 im Test - Corsairs neues Titanium Netzteil

Die Corsair AX-Serie ist zurück

Mit der Corsair AX-Serie, welche rund um das Jahr 2010 von Corsair vorgestellt wurde, hatte man bei Corsair jahrelang ein echtes Prestigeprodukt im Programm. Die AX-Netzteile galten seinerzeit als sehr gelungen. Die Serie war dementsprechend lange Zeit bei Corsair im Programm und zuletzt fand sich noch das Corsair AX860 als letzte Version aus der AX-Reihe.

Insgesamt wurde die Serie durch andere Modelle HX/HXi aber mehr und mehr obsolet. Corsair stellte mit dem AXi ein noch aufwendigeres digitalgesteuertes Netzteil vor, das zuletzt in Form des AX1600i seine Krönung erreichte. Das Corsair AX1600i zeigte sich in unserem Test als das derzeit beste Netzteil auf dem Markt, welches man unter den PC-Netzteilen als konkurrenzlos bezeichnen kann. Einziger Nachteil beim AX1600i ist der Preis, der bei gut 400 Euro liegt und daher selbst bei anspruchsvollen PCs oft außerhalb des Budgets liegt.

Nach langer, langer Zeit hat Corsair nun die AX-Serie nun wieder belebt und schließt damit die Lücke zwischen dem Platinum-Modell HX/HXi und dem Titanium Luxus-Schlitten AXi. Das neue AX in der 2019er Fassung, das auf der CES präsentiert wird, kommt zunächst in zwei Modellen auf den Markt. Die Modelle mit 850 und 1000 Watt und fallen in die gleiche Effizienzklasse wie das teure AXi-Modell, dass es aber nur als 1500 und 1600 Watt Modell gibt.


Um den Preis gegenüber dem AXi deutlich günstiger zu halten, verzichtet das AX auf die Digtialfunktionen des AXi. Corsair bleibt hier seinem Namensschema also treu, bei dem die i-Version jeweils mit Digitalen-Überwachungsfunktionen ausgestattet sind und die Versionen ohne i nicht.

Die AX-Serie soll sich natürlich genauso an Enthusiasten richten wie das AXi, sprich aber natürlich solche User an, die Netzteil pur ohne all zu viel Schnick-Schnack wollen. Technisch kommt das neue AX natürlich auf einem sehr hohen Niveau daher. Corsair verwendet für das Netzteil wie zu erwarten Top-Komponenten und 105 Grad Japanische Kondensatoren. Ganz an den Luxus des AX1600i reicht es aber nicht heran, was bei einem Preisunterschied von gut 200 Euro aber auch nicht wundert.

Betrachtet man die Features, so stellt sich das neue AX gut auf, und kommt als vollmodulares Modell mit semipassiver Lüftersteuerung (Zero RPM) daher, die sich auch abstellen lasst, so dass das Netzteil immer aktiv belüftet wird. Als Lüfter wird ein 135 mm Fluid Dynamic Bearing Fan mit einer MTBF von über 100K Stunden verwendet.

Bei den Eigenschaften der Stromversorgung spricht Corsair beim AX von einer "World Class Electrical Performance", sprich eine exzellente Spannungsregulation, geringe Ripple-Werte und natürlich eine Top-Effizienz. Ob das AX dabei an das AXi heranreicht, das eine nahezu makellose Performance liefert, werden wir natürlich in unserem Test herausfinden.

Das AX verfügt selbstredend über alle notwendigen Schutzschaltungen, aufgelistet OCP, UVP, OVP, SCP, OTP und OPP.

Wie beim AXi spendiert Corsair auch beim AX satte 10 Jahre Garantie. Das neue Corsair AX1000 wird ab sofort zu einer UVP von 249 Euro angeboten. Das AX850 wird etwas günstiger angeboten und landet bei einer UVP von 229 Euro.

In unserem Test schauen wir uns zunächst das 1000 Watt Modell an, werden uns demnächst aber auch dem 850 Watt Modell widmen, dass uns ebenfalls schon als Muster zur Verfügung gestellt wurde.

Unser Test-Equipment

Gerade wenn es darum geht kleinste Unterschiede in der Effizienz zu bestimmen und so ein Netzteil qualitativ einordnen zu wollen, ist extrem teures professionelles Messequipment unabdingbar. Bei günstigen Messgeräten sind die Messtoleranzen so hoch, dass eine korrekte Einschätzung der Performance im Vergleich zu anderen Netzteilen kaum möglich ist. Gerade wo die Netzteile in den letzten Jahren immer enger zusammenrücken.

Wir werden In Sachen Testequipment direkt vom deutschen Chroma Service Center unterstützt. Chroma ist auf professionelles Testequipment zur Effizienzmessung spezialisiert und unterstützt uns mit Know-How in Sachen Messtechnik. Die Messtechnik von Chroma gilt im Bereich der Netzteilproduktion und Qualitätskontrolle als Referenz.

Neben der Chroma Teststation verfügen wir über weitere präzise Messinstrumente wie Keysight 34461a 6,5 Digit-Voltmeter, drei 4-Kanal-Oszilloskope mit 100 MHz, mit denen wir konstant alle Spannungen des Netzteils sowie die PG, PS_ON und AC-In Signale überwachen. Zu Kontrolle der Ripple-Noise-Werte besitzen wir zudem eine Low-Voltage-Differential-Probe, wie sie in den ATX-Spezifikationen vorgeschlagen wird.

Das gesamte Testequipment ist unser Eigentum und wurde von uns selbst angeschafft. Es wird nicht von einem Netzteilhersteller bereitgestellt und wurde auch nicht von Netzteilherstellern gesponsert. Wir sind diesbezüglich also völlig unabhängig.

Wer unsere Tests regelmäßig verfolgt, der weiß, dass wir zudem auch noch Zugriff auf die Teststation von Cooler Master in direkter Nähe in Eindhoven haben und in Zweifelsfällen dort unsere Ergebnisse an einer zweiten Station aber in einem anderen Setup verifizieren können. Wir sind nun also nun in der mehr als "luxuriösen" Lage gleich zwei Chroma-Teststationen in direkter Reichweite zu haben um unserer Ergebnisse zu validieren.

 



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