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Corsair AX1000 im Test - Corsairs neues Titanium Netzteil (7/10)

Spannungsqualität - Ripple-Noise / Restwelligkeit

Die Restwelligkeit des Corsair AX ist ein Paradebeispiel für eine gute Noise-Unterdrückung. Zunächst einmal fällt auf, dass die Ripple auf den EPS und PCIe-Anschlüssen mit etwa 13 mV sehr niedrig ausfällt. Beim ATX-Anschluss liegt man mit 20 mV etwas höher. Woran das liegt, kann man wunderbar am zweiten Screenshot in der Messung von 10µS sehen. Auf der ATX-Leitung sehen wir nämlich winzige Störspikes von etwa 10 mV, die auf die große Welle bei 10 mS auftragen. 

 Die EPS und PCI-Anschlüsse besitzen so gut wie keine Spikes und liegen bei der 10 µS im Breich der Messungenauigkeit unseres Oszilloskops von < 3 mV. Viel Besser kann man eine Ripple-Noise auf den EPS/PCI-Leitungen kaum noch hinbekommen.

Auf den Nebenspannungen ist die Ripple mit weniger als 10 mV ebenfalls fantastisch, so dass es hier am neuen AX von Corsair absolut nichts auszusetzen gibt.



Ripple Messung auf 12V Gelb=ATX, Molex, SATA, Türkis = EPS, Rest= PCIe

Ripple-Noise-Messung 3.3 , 5, -12 , 5V SB


Erläuterung zum Test: Im Zusammenhang mit der Spannungsqualität wird bei Netzteilen oft von Ripple und Noise oder auf Deutsch der Restwelligkeit gesprochen. Ein optimales PC-Netzteil würde genau konstant 12 V an den 12 V Ausgängen liefern. Bei PC-Schaltnetzteilen, die bekanntlich Gleichstrom aus Wechselstrom generieren, ist diese Situation aber nicht gegeben. Die erzeugten Gleichspannungen enthalten hier immer überlagerte minimale Restschwankungen. In ein Diagramm aufgetragen ist die Ausgangsspannung somit keine Gerade (optimale Situation) sondern eine Welle (Ripple) mit zusätzlichen Ausschlägen/Störungen (Noise). Diese Wellen und Störungen kann man mit einem Oszilloskop sichtbar machen. In den ATX Spezifikationen ist dazu genau festgelegt, wie die Restwelligkeit zu messen ist und welche Toleranzen zu erfüllen sind. So darf die Restwelligkeit auf der 12 V Leitung maximal 120 mV und auf der 3,3 und 5 V Leitung maximal 50 mV betragen. Wir messen die Restwelligkeit des Netzteils gleichzeitig an 8 Messkontakten, die über die Anschlüsse verteilt sind. Die 12 V Schiene wird dabei an 4 Anschlüssen betrachtet und zwar ATX+Molex/SATA, EPS und zwei mal PCIe an verschiedenen Steckern.



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