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Wikipedia: Immer mehr Artikel werden zur One-Man-Show

Dienstag, 08. Jan. 2013 14:07 - [tj] - Quelle: winfuture.de

Immer weniger Artikel werden von vielen Autoren bearbeitet. Sattdessen stammen viele Beiträge aus der Feder einzelner Autoren.

Der Linguistik-Professor Martin Haase hat sich zur aktuellen Arbeitsweise bei Wikipedia geäußert und sieht dabei erhebliche Probleme aufziehen. So wären zu seiner Anfangszeit bei Wikipedia (2003) oftmals kleine und unvollständige Artikel entstanden, die dann nach und nach durch die Vielzahl der Autoren ergänzt wurden.

Mittlerweile würden Artikel aber immer häufiger von nur einer Person mit hohem Fachwissen geschrieben. Sollten diese Personen im späteren Verlauf keine Zeit mehr haben, etwa aus beruflichen Gründen, fällt oftmals auch die Artikelpflege weg.

Zudem bemängelt Haase die hohe Erwartungshaltung gegenüber neuen Artikeln, die zum Zeitpunkt des Einreichens am besten bereits fertiggestellt sein sollten. Zwar habe man seitens Wikipedia versucht, das Problem durch die Sichtungs-Funktionalität zu verbessern, doch dies reiche nicht aus, um neuen Autoren den Einstieg zu erleichtern.

In der Redaktion fiel zudem der Hinweis auf die Neutralität von Artikeln. Insbesondere in geisteswissenschaftlichen Disziplinen gibt es oftmals kein "Richtg" oder "Falsch" in der mathematischen Form. Wird ein Artikel von nur einem oder wenigen Autoren verwaltet, besteht die Gefahr, dass dieser der individuell bevorzugten Position mehr Raum einräumt und eine angemessene Darstellung konkurrierender Positionen fehlt.
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