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Test: Bioshock Infinite - Gaming par excellence (2/2)

Grafik und Atmosphäre

Technisch setzt Bioshock auf die Unreal Engine 3, doch auch wenn das technische Grundgerüst damit bei Leibe nicht mehr das Neueste ist und die Irrational Games somit auf zahlreiche neue Grafikfeatures verzichten müssen, kann sich Bioshock Infinite nicht nur sehen lassen, sondern es sieht einfach verdammt gut aus. Zum einen haben die Entwickler viel Wert auf das Design der Texturen gelegt und auch die Beleuchtung dürfte bis ans Maximum der Engine getrieben sein. Vor allem aber ist Columbia enorm liebevoll und detailliert gestaltet, was der Welt eine besondere Schönehit verleiht.

Bioshock Infinite

Dazu kommt, dass die schwebende Stadt immer in Bewegung ist, was sowohl für die schwebenden Gebäudeinseln, als auch für die KI-gesteuerten Einwohner von Columbia gilt, die der Welt eine Lebendigkeit einhauchen, wie sie in Shootern so gut wie nie zu finden ist. Die dynamische Welt kommt dabei auch nicht zuletzt auch der Atmosphäre zu Gute, da man nicht selten das Gefühl hat, die Stadt hätte es genauso in Wirklichkeit geben können - und das, obwohl sie im Jahr 1912 mittels utopischer Quantenmechanik in der Luft gehalten wird und die Logik der Naturgesetze im Spielverlauf nicht immer ganz so streng genommen wird.

Bioshock Infinite

Fazit

Wer Shooter wie Half Life liebt und eine grandiose Story, eine atemberaubende Atmosphäre und tiefgründige Charaktere sucht, statt stumpfes Dauergeballer, wirre Storyhäppchen und nicht enden wollenden Script-Abschnitte, der kommt derzeit nicht an Bioshock Infinite vorbei. Wie schon der erste Titel der Serie und auch seine inoffiziellen Vorgänger der Systemshock-Reihe, bietet auch Bioshock Infinite einfach mehr Ahhh- und Ohhh-Momente fürs Geld.

Allerdings kann man auch bei diesem Meisterwerk nicht verschweigen, dass der Trend hin zum Casual immer wieder spürbar ist. So hat man zwar in Columbia nicht das Gefühl auf Schienen durch das Level zu rasen, doch gegenüber den Ausflügen nach Rapture ist die Bewegungsfreiheit deutlich eingeschränkter. Mittels Haken kann und muss man sich zwar hier und da über das Versorgungssystem den Weg suchen, doch gerade diese Aufgaben bieten mehr ungewollte Leerlaufzeit, als einem lieb sein kann.

Bioshock Infinite

Dem gegenüber stehen ruhige und gegnerfreie Levelabschnitte, in denen man Comubia zu Fuß erkunden kann und genau von diesen Einlagen hätten es gerne noch mehr sein können, denn stellenweise ist die Schönheit des Spiels in der Hitze der (gute gemachen) Gefechte kaum noch aufzunehmen. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass es sich um einen Shooter handelt und nicht um eine Aussichtsfahrt, so gesehen kann man den Entwicklern an dieser Stelle keinen ernsten Vorwurf machen.

Bioshock Infinite

Der niederschmetternste Moment des Spiels ist ohnehin der, an dem man den Schlussbildschirm sieht. Zum Glück ist da aber ja auch noch der Season Pass, der Fans mit weiteren Inhalten versorgen wird - Columbia ist immer eine Reise wert.

Positiv:

  • Mitreißende Story
  • Großartige Atmosphäre
  • Herausragendes Setting
  • Überzeugende Charaktere
  • Sehr lebendige und dynamische Welt
  • Detaillierte Grafik
  • Solide Gefechte (ab Hardcore)

Negativ:

  • Leveldesign für Bioshock sehr linear

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Bezugsquellen

08.04.13 / tj

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