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Test: Unravel - Meditativer Slow-Plattformer mit Top-Grafik

Meditative Stimmung

Innovativ und Electronic Arts? Diese beiden Dinge passten in den letzten Jahren nur selten zusammen, doch mit dem vom unabhängigen schwedischen Studios Coldwood Interactive entwickelten Plattformer 'Unravel' wagt sich EA seit langem mal wieder auf neue Pfade und das steht dem Publisher gut zu Gesicht. Was 'Unravel' einzigartig macht ist vor allem seine Stimmung. Da wäre zum ersten das symphytisch wirkende Wollknäuel Yarny, das seinen Faden dazu nutzt, um sich durch die Level zu hangeln und zu schwingen. Dabei verliert Yarny mit fortschreitendem Level immer mehr seines Fadens, bis er zum Ende hin nur noch ein dünnes Fadengerippe darstellt. Das sieht nicht nur gut aus, es erzeugt, gepaart mit der Musik, auch eine gewisse Empathie für den Hauptprotagonisten.

Das Gameplay an sich ist dabei gar nicht mal überragend. Was geboten wird ist ein solider Plattformer mit einer gut funktionierenden Steuerung und einigen Rätsel über die man durchaus mal nachdenken muss. Doch in der Summe ist das Gameplay an sich nichts, was es nicht so oder in ähnlicher Form schon hunderte mal gegeben hat. Das ganze jedoch gepaart mit dem knuddeligen Yarny, den gekonnt gemachten Leveln, der geradezu meditativen Stimmung, und einer Hintergrundstory, die sich um "Themen wie Lieben, Sehnsucht und das Flicken gerissener Verbindungen" (Entwickler-Statement) dreht, sorgt für eine ganz eigene Sogwirkung, der man sich vor allem zu Beginn nur schwer entziehen kann.

Unravel

Unravel' verlockt dabei zwar nicht zu Marathon-Sessions, doch man möchte einfach immer mal wieder kurz reinschauen, das beruhigende und entspannende Setting auf sich wirken lassen und quasi wie nebenbei das eine oder andere Level durchlaufen.

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