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Google zeichnet Ihre privaten Gespräche auf - So löschen Sie die Aufnahmen

Google: Der Spion in Ihrer Hosentasche

Es klingt wie ein Kapitel aus Orwells Roman 1984, ist aber bittere Wahrheit. Der Internetgigant Google speichert quasi jeden Tag Gespräche und Umgebungsgeräusche von Android-Nutzern auf, ohne dass diese davon etwas mitbekommen. So zeichnet Google jede Sprachsuche über den Befehl "OK Google" als Audio-Datei auf den eigenen Servern. Dazu gesellen sich jedoch auch zahlreiche Aufnahmen, in denen Google offenbar versehentlich (oder auch gezielt?) Audiodateien von alltäglichen Situationen aufnimmt. Also etwa Gespräche vor dem Fernseher, bei der Autofahrt oder womöglich auch aus dem Schlafzimmer.

So berichten betroffene Personen im Netz, dass unter den gespeicherten Audiodateien auch Aufnahmen sind, die die Geräusche der Kinder beim Spielen oder vertrauliche Gespräche mit Mitarbeitern aufgezeichnet haben. Selbst die höchst private Geräuschkulisse aus dem Badezimmer haben einige Nutzer in den Audiodateien finden können.

Denn die Audiodateien lassen sich einsehen. Google speichert zwar eine Menge Daten über Sie, geht damit aber zum Glück relativ transparent mit um. Im Klartext bedeutet dies, dass sich ein jeder Nutzer die über ihn aufgezeichneten Audiodateien anhören und auch löschen kann. Zudem kann die Aufnahme im Google-Account "pausiert" werden. Wie das geht, erklären wir im Rest dieser News.

Die eigenen Audiodateien einsehen

Eingesehen werden können die Audiodateien auf der Seite myactivity.google.com. Hierfür muss man bei Google angemeldet sein. Dann finden sich dort Unmengen an Aufzeichnungen über Ihre Aktivitäten im Netz, etwa die angesehen YouTube-Videos oder auch Suchbegriffe, die man in die Google-Suche eingegeben hat. Zu den gespeicherten Audiodateien gelangt man entweder über das Menü oder direkt über den Link myactivity.google.com/myactivity?restrict=vaa.

Auf der sich öffnenden Seite finden sich die von Google gespeicherten Audioaufnahmen, die auch allesamt angehört werden können. Einige Audio-Dateien verfügen zudem über ein Transkript, das beschreibt, wonach man gesucht hat. Gerade sensible Aufnahmen verfügen oftmals über kein Transkript.

Selbst Nutzer, die beteuern, die Sprachsuche von Google nicht zu nutzen, berichten davon, dass stellenweise bis zu zehn oder mehr Audiodateien pro Tag aufgezeichnet wurden.

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