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Apples neues MacBook Pro

Mittwoch, 15. Feb. 2006 12:41 - [zk] - Quelle: TweakPC

Neidisch blicken PC-Anwender zum neuen MacBook Pro, schließlich ist das neue Wunderwerk vollgepackt mit neuen Ideen und benutzerfreundlichen Funktionen. Nur was die Preise anbelangt, ist man als deutscher Kunde deutlich im Nachteil.

Apple weis, dass man mit Einheitsbrei keine Kunden gewinnen kann. Daher stützt man sich nicht allein auf normale Computer-Technik, sondern versucht auch einen Vorreiter-Rolle im Bereich Usability beizubehalten. Dies äussert sich meist in Details, wie beispielsweise dem Strom-Adapter. Dieser wird nicht wie gewohnt als Klinkenbuchse realisiert, sondern mittels einer Magnethalterung. Wer nun über das Stromkabel stolpert, stöpselt nur das Kabel aus und braucht nicht mehr zu fürchten das ganze Notebook mit runterzureissen.

Hinzu kommt eine Hintergrundbeleuchtung für die Tastatur, um bei schlechten Lichtverhältnissen dem Anwender mehr Unabhängigkeit bieten zu können. Dabei wird die Hintergrundbeleuchtung der Tastatur - genauso wie auch die des Displays - automatisch den Umgebungsbedingungen angepasst. Erwähnenswert ist auch die winzige iSight Camera, die fast schon unsichtbar im Gehäuserahmen des Notebooks integriert ist. Erst beim genaueren Hinsehen dürfte man sie bemerken. Sie ist eine notwendige Beigabe, um dem Anwender Apples iChat-Funktion näher zu bringen, welche Video-Chats in hoher Qualität mit bis zu 10 Leuten gleichzeitig gestattet. iChat legt dabei auch großen Wert auf die Übersichtlichkeit und ordnet die Videodarstellungen seiner Gegenüber sogar drei Dimensional an.

Selbstverständlich darf bei so einem Notebook die Fernbedienung nicht fehlen. Music, Photos, Videos und DVDs können so auch von Distanz dargestellt und abgespielt werden. Darüberhinaus ist sie auch für Presentationen ein absolutes Muss. Typisch für Apple ist die Fernbedinung sehr minimalistisch und kommt dank ihrer nur 6 Tasten auch mit einer sehr geringen Größe aus. Da darf auch das große Display nicht fehlen, dass hier als Widescreen mit 15,4" seinen Dienst verrichtet. Anders als anderer Displays dieser Größe bietet Apple nun auch eine gesteigerte Auflösung von 1440x900 Pixeln an. Damit auch 3D-Spiele gut zur Geltung kommen, findet sich ATIs X1600 Grafikchip mit wahlweise bis zu 256MByte VRAM.

Je nach Ausstattungsmerkmale soll das neue MacBook Pro für 1999 bis 2499 USD über den Ladentisch wandern. Bei der gebotenen Ausstattung ist dies aber vertretbar. Bedauerlicherweise gilt diese Annahme aber nicht für deutsche Kunden. Dank Apples Preispolitik dürfen diese Kunden unverhältnismäßige 2099 Euro bis 2599 Euro zahlen. Umgerechnet ist dies ein Aufpreis von 400 bis 500 Euro. Als Krönung reduziert Apple die Prozessorleistung der Europäischen Modelle. Man darf also für weniger Leistung auch noch mehr Geld bezahlen. Noch schlimmer erwischt es die Österreicher, die zu allem Übel auch noch einen weiteren Aufschlag von 50 Euro ertragen müssen.

Update: Inzwischen hat Apple auch für Europa Modelle mit schnelleren Prozessoren angekündigt, sodass europäische Kunden gleichwertige Modelle erhalten. In die unterschiedlichen Listenpreise müssen zudem die amerikanischen Steuern eingerechnet werden, die in Deutschland direkt mit angegeben werden.
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