Neidisch blicken PC-Anwender zum neuen MacBook Pro, schließlich ist das neue Wunderwerk vollgepackt mit neuen Ideen und benutzerfreundlichen Funktionen. Nur was die Preise anbelangt, ist man als deutscher Kunde deutlich im Nachteil.
Apple weis, dass man mit Einheitsbrei keine Kunden gewinnen kann. Daher
stützt man sich nicht allein auf normale Computer-Technik, sondern versucht auch
einen Vorreiter-Rolle im Bereich Usability beizubehalten. Dies äussert sich
meist in Details, wie beispielsweise dem Strom-Adapter. Dieser wird nicht wie
gewohnt als Klinkenbuchse realisiert, sondern mittels einer Magnethalterung. Wer
nun über das Stromkabel stolpert, stöpselt nur das Kabel aus und braucht nicht
mehr zu fürchten das ganze Notebook mit runterzureissen.
Hinzu kommt eine Hintergrundbeleuchtung für die Tastatur, um bei schlechten
Lichtverhältnissen dem Anwender mehr Unabhängigkeit bieten zu können. Dabei wird
die Hintergrundbeleuchtung der Tastatur - genauso wie auch die des Displays -
automatisch den Umgebungsbedingungen angepasst. Erwähnenswert ist auch die
winzige iSight Camera, die fast schon unsichtbar im Gehäuserahmen des Notebooks
integriert ist. Erst beim genaueren Hinsehen dürfte man sie bemerken. Sie ist
eine notwendige Beigabe, um dem Anwender Apples iChat-Funktion näher zu bringen,
welche Video-Chats in hoher Qualität mit bis zu 10 Leuten gleichzeitig
gestattet. iChat legt dabei auch großen Wert auf die Übersichtlichkeit und
ordnet die Videodarstellungen seiner Gegenüber sogar drei Dimensional an.
Selbstverständlich darf bei so einem Notebook die Fernbedienung nicht
fehlen. Music, Photos, Videos und DVDs können so auch von Distanz dargestellt
und abgespielt werden. Darüberhinaus ist sie auch für Presentationen ein
absolutes Muss. Typisch für Apple ist die Fernbedinung sehr minimalistisch und
kommt dank ihrer nur 6 Tasten auch mit einer sehr geringen Größe aus. Da darf
auch das große Display nicht fehlen, dass hier als Widescreen mit 15,4" seinen
Dienst verrichtet. Anders als anderer Displays dieser Größe bietet Apple nun
auch eine gesteigerte Auflösung von 1440x900 Pixeln an. Damit auch 3D-Spiele gut
zur Geltung kommen, findet sich ATIs X1600 Grafikchip mit wahlweise bis zu
256MByte VRAM.
Je nach Ausstattungsmerkmale soll das neue MacBook Pro für 1999 bis 2499
USD über den Ladentisch wandern. Bei der gebotenen Ausstattung ist dies
aber vertretbar. Bedauerlicherweise gilt diese Annahme aber nicht für deutsche
Kunden. Dank Apples Preispolitik dürfen diese Kunden unverhältnismäßige 2099
Euro bis 2599 Euro zahlen. Umgerechnet ist dies ein Aufpreis von 400 bis 500
Euro. Als Krönung reduziert Apple die Prozessorleistung der Europäischen
Modelle. Man darf also für weniger Leistung auch noch mehr Geld bezahlen. Noch
schlimmer erwischt es die Österreicher, die zu allem Übel auch noch einen
weiteren Aufschlag von 50 Euro ertragen müssen.
Update: Inzwischen hat Apple auch für Europa Modelle mit schnelleren Prozessoren
angekündigt, sodass europäische Kunden gleichwertige Modelle erhalten. In die unterschiedlichen Listenpreise müssen zudem die amerikanischen Steuern eingerechnet werden, die in Deutschland direkt mit angegeben werden.