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Test: Civilization 6 - Gelungener Mix aus alt und neu (3/5)

Forschung und Kultur

Auch die Forschung wurde deutlich überarbeitet. Dabei haben die Entwickler dieses mal nicht nur den Forschungsbaum als solchen angepasst, also Technologien hinzugefügt und entfernt, sowie die Verästelung überarbeitet. Erstmals kann man mittels dem sogenannten Heureka-Effekt, die halbe Forschung bereits vorab freischalten. Dies geschieht durch Handlungen in der Spielwelt. Tötet man etwa mit einem Steinschleuder-Kämpfer eine gegnerische Einheit, erhält man durch die gewonnene Erfahrung die halbe Forschung für das Bogenschießen gutgeschrieben. Andere Heureka-Effekte werden durch den Bau von Modernisierungen und Gebäuden gewährt oder durch andere Handlungen, etwa eine bestimmte Anzahl von Einheiten auszubilden, oder ein Gebäude neben einem Berg zu bauen. Für jede Technologie gibt es einen genau definierte Vorgabe, was der Spieler zuvor getan haben muss, um die halbe Forschung gutgeschrieben zu bekommen. Zu finden ist die Information unterhalb der jeweiligen Technologie im Technologiebaum.

Deutlich aufgewertet wurde die Kultur, die anders als in 'Civilization 5' nun einen eignen Fortschrittsbaum verfügt. Mit diesen sogenannten Ausrichtungen schaltet man diverse Vorteile frei, darunter etwa die Wunder, die nun nicht mehr im Forschungsbaum zu finden sind, sowie einige Gebäude. Vor allem aber schaltet man mit der Kultur politische Eigenschaften frei. Diese werden in Form von Spielkarten freigeschaltet und können frei in der Regierungsform platziert werden. Jede Karte hat dabei andere Vor- und manchmal auch Nachteile. Da die Karten in der jeweiligen Regierungsform immer wieder ausgetaucht werden könne, kann - und sollte - man diese politischen Grundsätze immer wieder an die jeweilige Spielsituation anpassen.

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Regierungsformen und Diplomatie

Welche Regierungsformen einem zur Verfügung stehen, liegt ebenfalls am Fortschritt im Kulturbaum. Alle Spieler starten mit der Regierungsform Stammesfürstentum. Im weiteren Verlauf gibt es je Kulturepoche drei Regierungsformen, die unterschiedlich viele Plätze für kriegerische Vorteile, kulturelle Vorteile, politische Vorteile und Große-Persönlichkeit-Vorteile bieten.

Größtenteils am Vorgänger orientiert sich die Diplomatie mit anderen Staaten. Wie gehabt fängt man zunächst damit an, einfachen Handel mit Luxusgütern oder Ressourcen zu betreiben. Im Weiteren Spielverlauf können Freundschaften, Allianzen und weitere diplomatische Beziehungen geschlossen werden. Deutlich verbessert wurde die Transparenz. Anders als in 'Civilization 5' wird nun etwa auch angezeigt, wieso ein gegnerischer Spieler einen Denunziert. Zudem findet man sehr detailliert sämtliche Vorgänge angezeigt, die für die Stimmung der anderen Staatsoberhäupter verantwortlich sind. Auf diese Weise muss man nicht mehr mittels Try-and-Error herumraten, welche Handlung andere Staatsoberhäupter positiv oder negativ gestimmt hat, was einen großen Vorteil gegenüber dem Vorgänger darstellt.

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