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Test: Doom - Blutig, brutal, genial - id Software rockt die Hölle (2/3)

Solide Grafik mit Top-Performance

Die Grafik auf Basis der id Tech 6 ist zwar nicht mehr derart herausragend, wie es bei id-Spielen zu Zeiten der Quake-Serie noch der Fall war, und mit aktuellen Grafikmonstern wie 'Battlefield' kann 'Doom' nicht ganz konkurrieren, doch zum einen leistet sich die Engine keine großen Schwächen und zum anderen gelingt es den Machern eine düstere Atmosphäre zu erschaffen, die genau zu dem Franchise passt. Geschmackssache wird wohl die sehr stark ausgeprägte Bewegungsunschärfe sein, die sich jedoch mit einem Regler an die persönlichen Vorlieben anpassen lässt. Dazu bietet 'Doom' eine herausragend gute Performance. Schon mit der OpenGL-API läuft der Shooter in Full-HD mit der bestmöglichen Grafikqualität mit konstanten 60 FPS auf einer GeForce GTX 970. Mit dem angekündigten Update auf die Vulkan-API dürfte sich die Leistung noch einmal verbessern.

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Herausragende Soundkulisse, gute Synchro

Übertrumpft wird die Grafik von einer wirklich herausragenden Soundkulisse. Von überall her dröhnen die Dämonen, so dass alleine der Sound einem schon einen Schauer über den Rücken laufen lassen kann. Dazu kommen düstere Umgebungssounds und schrille Metallgeräusche. Abgerundet wird das Ganze von einem erstklassigen Metal-Soundtrack, der vielleicht nicht immer ganz so hart daherkommt, wie im Originaltitel aber dennoch die meisten anderen Shooter in den Schatten stellt.

Nicht zu vergessen ist auch die grundsolide Sprachsynchronisation, für die id Software und Bethesda auf bekannte Synchronisationssprecher zurückgegriffen haben. Die Stimme der Computerintelligenz Vega wird beispielsweise in der deutschen Vertonung von Michael Pan gesprochen, den Trekkis sofort als die Stimme von Cmdr Data aus 'Star Trek', jüngere Semester vielleicht eher als Stimme von Saul Goodman aus 'Breaking Bad' und 'Better Call Saul' identifizieren werden.

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Kein Quicksave

Nicht ganz nachvollziehbar ist, dass id Software auf die Möglichkeit verzichtet hat, jederzeit zu speichern. Stattdessen legt das Spiel - ganz konsolen-like - automatisch Speicherpunkte an. Diese sind zwar in aller Regel fair gewählt aber ein 'Doom' ohne Quicksave-Funktion ist dennoch ein wenig wie die Hölle ohne Feuer. Hier darf id Software zumindest auf dem PC gerne nachrüsten.

Eher schwacher Multiplayer

Auch der Multiplayer-Modus, der übrigens nicht von id Software stammt, sondern extern von den Halo-Machern entwickelt wurde, wusste nicht so zu überzeugen, wie die Kampagne. Das Multiplayer-Gameplay scheint manchmal nicht zu wissen, ob es ein 'Doom' oder doch eher ein 'Quake' oder vielleicht auch ein 'Halo' oder womöglich keines von all dem sein will. Gepaart mit einem Lichtgewitter, das einen an den Rand der Reizüberflutung bringt, sind wir mit dem Multiplayer nicht derart warm geworden wie mit der Kampagne.

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Positiv zu bewerten ist aber der Leveleditor SnapMap, mit dem Spieler eigene Level erschaffen und diese über den Steam Workshop teilen können. Hier hat id Software den Spielern ein mächtiges Werkzeug an die Hand gegeben, das noch für viel Abwechslung sorgen dürfte.

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[3] Fazit


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