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Speedlink Medusa NX 5.1 im Test (3/4)

Tragekomfort und Klangeindrücke

Das Medusa NX sitzt sehr fest auf dem Kopf, ist recht schwer und die Ohrpolster umschließen größere Ohren nicht vollständig, dadurch kommt es bei längerer Benutzung zu einem Drücken an den Ohren. Das merkt man beim Tragen allerdings kaum, sondern erst, wenn man das Headset abnimmt, sehr unschön. Bei moderater Benutzung trägt es sich aber recht bequem, auch wenn das hohe Gewicht und der sehr straffe Sitz sicher nichts für jederman sind. Durch den in elf Stufen verstellbaren Kopfbügel ist aber zumindest der Kopfgröße keine Grenze gesetzt, außer vielleicht man versucht es einem Bären aufzusetzen.

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Die recht dünnen Ohrpolster sorgen aber auch für einen weiteren Negativpunkt, eine schlechte Geräuschabschirmung. Setzt man das Medusa NX ohne eingeschalteten Sound auf, dringen Außengeräusche weiterhin nahezu ungedämpft ans Ohr, das hat man schon deutlich besser gesehen.

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Gehen wir also zum nächsten und wichtigsten Punkt über, dem Klang. Das Medusa NX 5.1 ist ein sogenanntes "echtes Surround-Headset", hat also pro Ohrmuschel mehrere Lautsprecher und simuliert den Raumklang nicht nur. Leider fällt hier schon beim Hören auf (ohne die technischen Daten zu kennen) dass Speedlink für den Front-Kanal größere Speaker verbaut als für den Center-Kanal. Das führt dazu, dass bei 5.1 Material (Filme, Spiele) der Frontkanal den Center übertönt. Dadurch sind zum Beispiel Soundeffekte und Musik deutlich lauter als Stimmen, was in bestimmten Szenen (vor allem Kampfszenen, Schießereien, etc) dazu führt, dass man die Sprecher absolut nicht mehr versteht, ohne am Headset Front- und Rear-Kanal leiser zu stellen als den Center.

Eine weitere Auffälligkeit ist ein sehr auffälliges Grundrauschen, sobald kein Audiosignal anliegt, wobei es bereits weniger ein Rauschen, als vielmehr ein hohes Pfeifen ist. Ist der Ton am PC deaktiviert oder pausiert, sollte man das Headset abnehmen, damit dieser Grundton nicht nervt.

Die größeren Speaker für den Frontkanal bringen aber natürlich auch Vorteile, so macht das Medusa bei Musik eine für ein 5.1 Headset sehr gute Figur. Speziell die Bässe wirken durch die Unterstützung der Vibrationsfunktion sehr knackig.

Der Raumklang ist ebenfalls gut, wenn auch nicht perfekt, speziell die hinteren Kanäle hört man des Öfteren nicht wirklich heraus und sie wirken ein wenig zu weit seitlich. Aber speziell in Spielen ist das räumliche Gefühl ein Vorteil, die Gegnerortung kann sich sehen lassen. Und auch der klare Sound und die kräftigen Bässe tragen zum Spielspaß bei. Getestet wurde das natürlich wieder mit unserer Soundreferenz Battlefield: Bad Company 2, besonders die hämmernden Schüsse der Schützenpanzer bringt das Medusa durch die starken Bässe sehr gut rüber.

Ein wichtiger Aspekt ist die Lautstärke, das Medusa NX ist laut, sehr laut. Bereits bei am PC eingestellten 5 % Lautstärke (erst ab diesem Wert gibt das Headset überhaupt einen Ton von sich) ist der Sound selbst dann noch verständlich, wenn man das Headset abnimmt und beiseite legt. 25 % Lautstärke ist das Maximale, was wir unseren Ohren zumuten wollten, es ist einfach verdammt laut, es reicht locker aus, um kleinere Räume zu beschallen. Man fragt sich, wofür so eine extreme Lautstärke gebraucht wird und wieso da nicht einfach ein bisschen gedrosselt wurde, ab etwa 70 % fängt das Headset ohnehin hörbar an zu klirren und scheppern.

Das Mikrofon hingegen ist gut, hier wurden uns von Gesprächspartnern keinerlei Auffälligkeiten gemeldet und auch die Filterung von Nebengeräuschen ist einwandfrei.

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