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ASRock Z270 Extreme 4 mit Kaby Lake i5 7600K/i7 7700k im Test (2/7)

Layout und Boardtechnik

Das Layout des ASRock Z270 Extreme4 wurde erneut komplett überarbeitet. Durch die immer wichtigeren M.2-Slots für die Anbindung von schnellem SSD-Speicher müssen viele altbewehrte Designs der Mainbaords deutlich überarbeitet werden. Darüber hinaus wurde auch die Farbgebung im Vergleich zur Vorgängergeneration mit Z170-Chipsatz verändert. Das Schwarz-Weiße-Layout mit sichtbarem großen X aus weißen Streifen gefiel uns auf Anhieb.

Die Kühlkonstruktion des Mainboards wurde verändert und erinnert aber dennoch an einige Z170-Modelle. Die Kühlung der Komponenten fällt bei dem ASRock Z270 Extreme4 gut aus und selbst ohne zusätzliche Belüftung wurden die Komponenten in den Benchmark nicht außergewöhnlich warm. Die Plastikabdeckung des I/O-Panels, welche nun auch über die Kühler gezogen wird, wirkt leider nicht so hochwertig. Insgesamt soll die Konstruktion das Mainboard stabilisieren und bietet mit der Aura-Beleuchtung auch ein optisches Highlight.

Die RAM-Bänke des Mainboards fassen bis zu vier DDR4-Speicher mit einer Geschwindigkeit von bis zu 3.866 MHz. Die Intel-Plattform mit Z270-Chipsatz und Sockel LGA 1150 unterstützt allerdings offiziell nur DDR4-Speicher mit bis zu 2.400 MHz. Die höheren Taktraten werden deshalb nur von ASRock selbst garantiert und können über Overclocking erreicht werden. Mit Unterstützung von XMP-Profilen lassen sich die Einstellungen der RAM-Module sehr einfach laden. Insgesamt können bis zu 64 Gigabyte Arbeitsspeicher im Dual-Channel-Modus auf dem Mainboard verwendet werden. Dabei wird 3.866 MHz offiziell nur unterstützt, wenn nur ein Modul verwendet wird. ASRock gibt zusätzlich die Unterstützung von ECC-RAM an, allerdings wird die ECC-Fehlerkorrektur nicht unterstützt, der RAM kann aber verwendet werden.

Der Kühler um den Sockel herum wurde bei den ASRock Z270 Extreme4 im Vergleich zu dem Z170 Extreme4 deutlich verändert. Während bei dem Z170-Modellen der seitliche Kühlkörper den Chipsatz-Schriftzug trug, ziert dieser nun den Kühlkörper oberhalb des Sockels. Der seitliche Kühlkörper wird fast vollkommen von der Abdeckung des I/O-Panels verdeckt.

Die Spannungsversorgung wird durch ein 10-Phasen-Design realisiert, welches genug Leistung bietet um auch K-Prozessoren des Sockel LGA 1151 an die Leistungsgrenze zu bringen. Die Stromversorgung wird dabei von Premium-A45-Power-Choks übernommen, welche eine stabile VCore-Spannung bereit stellen soll.

Darüber hinaus verbaut ASRock bei den Z270 Extreme4 12K-Black-Kondensatoren von Nichicon, welche mit einer Lebensdauer von bis zu 12.000 Stunden aufwarten.

Für die zusätzliche Stromversorgung der CPU stellt das ASRock Z270 Extreme4 den üblichen zusätzlichen 8-Pol-EPS-Stecker zur Verfügung. Durch die Positionierung mit genügend Freiraum um die Steckbuchse, lässt sich der Anschluss gut erreichen.

Hinter dem Anschluss liegt noch ein M.2-Port für eine WiFi-Karte, welche mit angeschlossenem Netzwerkkabel kaum mehr zugänglich ist. Eine M.2-WiFi-Karte sollte daher in jedem Fall vor Einbau des Mainboards installiert werden.

Der Z270-Chipsatzkühler ist ausreichend groß dimensioniert und wird von dem in Schwarz gehalten ASRock-Logo auf weißem Hintergrund geschmückt.Hinter dem Chipsatzkühler verbaut ASRock weitere RGB-LEDs der Aura-Beleuchtung, sodass dieser, wenn gewünscht, speziell von unten beleuchtet werden kann.

Insgesamt befinden sich auf dem ASRock Z270 Extreme4 drei M.2-Ports. Die ersten zwei Ports, welche für SSDs mit bis zu M.2-2280-Standard ausgelegt sind, sind mit vollen 32 Gbit/s an das System angebunden. Der dritte Anschluss lässt sich nur für eine M.2-WiFi-Karte nutzen. Mit dem Z270-Chipsatz werden erstmals auch die Optane-SSDs von Intel unterstützt. Genauere Informationen zu den Optane-SSDs, welche als extrem schnelle Beschleunigung des Datenspeichers fungieren sollen, werden in den kommenden Wochen folgen. Prinzipiell ist Optane ein M.2 Cache Speicher für angeschlossene Festplatten und daher wenig interessant, wenn man direkt SSDs für das System einsetzt.

Die beiden M.2-Anschlüsse für SSDs unterstützen beide das Booten vom Datenträger. Die Anschlüsse unterstützen sowohl M.2-SSDs mit PCI-Express-Anbindung als auch Modelle mit SATA-6-Gbps-Interface.

Die M.2-Anschlüsse teilen sich die Lanes für die Anbindung mit den SATA-6-GBps-Anschlüssen. Wird eine M.2-SSDs im ersten Slot verwendete, stehen zwei der acht SATA-Anschlüsse nicht zur Verfügung. Sollten sogar beide M.2-Anschlüsse verwendete werden, lassen sich nur noch vier SATA-6-Gbps-Ports auf dem Mainboard verwenden.

Das ASrock Z270 Extreme4 bietet insgesamt sechs PCI-Express-Slots, drei der Slots besitzen die volle Länge für Grafikkarten. Je nach Konfiguration werden die drei PCIe-x16-Slots mit unterschiedlich vielen Lanes angesprochen. Da die PCIe-x16-Slots alle von der CPU versorgt werden, stehen nur maximal 16 Lanes zur Verfügung. Bei der Verwendung von nur einer Grafikkarte, wird diese mit den vollen 16 Lanes angesprochen. Bei der Nutzung von zwei Grafikkarten teilen sich die Slots auf jeweils acht Lanes auf. Die dritte Grafikkarte wird nur mit maximal vier Lanes über den Chipsatz angesprochen, weshalb die Verwendung einer aktuellen Nvidia-Grafikkarte in diesem Slot nicht möglich ist. Die zwei oberen PCIe-x16-Slots sind mit einem Stahlrahmen für zusätzliche Stabilität versehen.

Der 24-Pol-ATX-Stecker befindet sich neben den RAM-Slots. Direkt neben dem Stromanschluss befinden sich zwei USB-3.0-Header für vier interne USB-3.0-Anschlüsse. Unterhalb des Chipsatzkühlers an der Unterkante des Mainboards sind noch weitere OnBoard-Anschlüsse angebracht. Neben drei USB-2.0-Headern gesellen sich noch zwei Thunderbolt-Anschlüsse sowie der Aura-RGB-LED-Header und die Front-Audioanschlüsse.  



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