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Crucial MX300 SSD - Special Edition im Test (11/11)

Fazit

Die Crucial MX300 verwendet als Nachfolger der MX200 und Crucial MX100 erstmals 3D-NAND-Technologie für den Flashspeicher und spendiert dem Laufwerk mit dem Marvell 88S1074 zudem auch einen aktuellen Controller. Das von uns getestete Modell mit SATA-6-Gbps-Schnittstelle bietet die bislang eher ungewöhnliche Speicherkapazität von 750 Gigabyte.

Die Performance der SSD liegt im Gesamtvergleich etwa auf dem gleichen Niveau wie andere Modelle mit TLC-NAND-Flashspeicher. Dabei zeigt die Crucial MX 300 aber bei einigen sequenziellen Szenarien geringere Lesegeschwindigkeit. Die vom Hersteller beworbene Leserate von 530 MB/s erreichten wir eigentlich nur im im ATTO File Benchmark. Im CrystalDiskMark liegt sie mit rund 440 MB/s deutlich darunter. Insgesamt präsentiert sich die Lese- und Schreibrate der SSD als etwas inkonstant, was wohl auf das dynamische Caching der SSD zurückzuführen ist.

In den praxisbezogenen Benchmarks PCMark 7 und 8 zeigt die Crucial MX300 auch ein gemischtes Bild und landet dort ebenfalls im Mittelfeld unserer Testkandidaten. Bei den Pattern-Tests zeigt sich das gleiche Bild. Wirft man einen Blick auf die Vorgänger Crucial MX200 und MX100 so findet man diese etwas vor der MX300, wenn auch zum Teil nur mit geringem Abstand. Sowohl MX200 als auch MX100 setzen allerdings noch auf den schnelleren MLC-NAND-Flash mit nur zwei Bits pro Zelle. MX200 und MX100 galten als äußerst zuverlässige SSDs, so dass man hoffen darf das auch die MX300 sich hier anschließen wird.

Einen gar nicht so schlechten Job macht die Crucial MX300 in unserem IOPS-Stresstest über 240 Minuten. Mit einer über gut 60 Minuten gehaltenen Geschwindigkeit von über 40.000 IOPS liegt die SSD insbesondere für eine TLC-SSD gut im Rennen. Zu verdanken hat sich das der zum einen höheren Kapazität und zum anderem sicherlich dem integrierten SLC-Caching.

Crucials erste SSD mit 3D-NAND-Flashspeicher hinterlässt einen etwas gemischten Eindruck. In manchen Benchmarks zeigt sie kleine Schwächen, kann dafür in eigenen Bereichen aber auch auftrumpfen. Im Vergleich zu den Vorgängergenerationen nimmt die Performance zwar leicht ab, dafür ebnet die MX300 den Weg für neue SSD-Größen abseits von 500 oder 1.000 Gigabyte Speicherkapazität. Die Unterschiede in der Performance wird man in der Praxis vermutlich eher nicht zu spüren bekommen. Da die Performance der SSD stark von der Firmware abhängen dürfte, kann man in Sachen Performance vielleicht auch noch Verbesserungen erwarten.

Eine bislang echte Besonderheit an der Crucial MX300 Special Edition sind die 750 Gigabyte Speicherkapazität. Bislang boten Hersteller SSDs entweder mit 500 oder 1.000 Gigabyte Speicherplatz an, die Crucial MX300 ist die erste SSD, die mit 750 GB genau dazwischen liegt.

Die Crucial MX300 bietet drei Jahre Garantie mit einer Schreibleistung von 220 Terabyte, was etwa 200 Gigabyte pro Tag entspricht und damit für den Privatgebrauch mehr als ausreichend sein dürfte. Mit einem Preis von rund 190 Euro (zum Beispiel bei Amazon) ordnet sich die MX300 allerdings noch nicht genau zwischen den 500- und 1.000-GB-Modelle ein. Die ADATA Premier PS550 mit 960 Gigabyte Speicherplatz kostet aktuell nur 10 Prozent mehr bietet allerdings deutlich mehr Speicherplatz. Dennoch ist die Crucial MX300 derzeit die günstigste SSD, wenn man mehr als 500 GB will, aber nicht unbedingt 1 TB. Der Preis der SSD wird sich sicherlich noch nach unten entwickeln.

Vorteile:

  • Sehr günstiger Preis (240 und 480 GB)
  • Derzeit einzige SSD mit 750 GB (viel Platz und preiswerte als 1 TB)
  • Verschlüsselung / gute Ausstattung
  • Variables Caching
  • 3 Jahre Garantie
  • Für TLC recht ordentliche Performance im Stresstest

Nachteile:

  • Lese-Performance in einigen Szenarien eher schwach

05.07.16 / rj

Inhaltsverzeichnis:

Übersicht der Benchmarks in diesem Artikel:


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