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Toshiba Q Series Pro SSD im Test (11/11)

Beurteilung

Die Toshiba Q-Series Pro ist bereits seit über einem Jahr auf dem Markt und kann sich auch heute noch recht gut im SSD-Umfeld behaupten, ja sie ist in Teilen sogar immer noch in der Spitzenkasse zu finden.

Nach der Übernahme von OCZ hat das Unternehmen zwar einige SSDs der Tochterfirma mit den eigenen NAND-Flash-Speicher nachgerüstet, einen Nachfolger der Q-Series Pro wird wohl  noch etwas auf sich warten lassen, aber auf diesen darf man wohl wirklich gespannt sein!

Mit maximalen Lese- und Schreibraten von  real 529 bzw. 497 MB/s wird die verwendete SATA-6-Gbps-Schnittstelle bei der SSD fast ausgereizt. Diese Werte erreichen mittlerweile viele SSDs und sie sind für die wirkliche Performanceaussage oft nur zweitrangig. In einigen anderen Benchmarks wie zum Beispiel beim reinen Lesen von 4K-Dateien gerät die Toshiba Q-Series Pro gegenüber anderen SSDs ins Hintertreffen und muss sich weiter unten in unserer Benchmarkliste einordnen. Dies gilt sowohl bei dem AS SSD Benchmark als auch bei CrystalDiskmark und dürfte mit dem verbauten Controller zusammenhängen.

Das dies aber kein Beinbruch ist, dass zeigen die praxisorientierten Benchmarks. Denn in den beiden PCMark und auch bei den Pattern-Tests kann die Toshiba Q-Series SSD die Muskeln spielen lassen. Trotz der Kapazität von 256 Gigabyte kann das Modell im PCMark 7 bei dem Storage Score selbst die neue Vector 180 mit 500 Gigabyte Speicherkapazität schlagen. Auch in den einzelnen Tests des PCMark positioniert sich die Toshiba Q-Series Pro meist unter den Top 5 unserer Benchmarktabelle. Das gleiche Bild zeigt ich auch beim PCMark 8. Darüber hinaus kann die SSD von Toshiba in dem Passmark Advanced Disk Test Data Base eines der besten Ergebnisse überhaupt vorweisen. Die Q-Series Pro von Toshiba wird nur von der PCI-Express-SSD, dem RevoDrive 350, auf den zweiten Platz verwiesen. Das ist eine wirklich beachtliche Leistung und ein echtes herausstechendes Merkmal für diese SSD.

Fazit

Obwohl bereits seid einem Jahr auf dem Markt ist die Toshiba Q-Series Pro eine wirklich solide SSD mit hervorragenden Werten in den praxisrelevanten Benchmarks. Es ist doch erstaunlich was Toshiba aus dieser Plattform heraus holt und diese SSD beweist wie keine zweite, das "Maximalwerte in Benchmarks" nicht immer etwas mit der endgültigen Performance zu tun haben. Genau das ist auch der Grund wieso wie generell so viele verschiedene Benchmarks wie möglich mit den SSDs durchführen.

 Mit einem Preis von rund 120 Euro für das 256-GB-Modell gehört die Toshiba Q-Series Pro zwar auch nicht zu den günstigsten Modellen auf den Markt, besitzt dafür aber eben auch eine wirklich gehobene Leistung. Dank der guten Performance in den Anwendungen sollte sich die SSD hervorragend als Systemlaufwerk in Desktops oder Notebooks machen.

Nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit ist leider die Garantie von zwei Jahren auf das Laufwerk (für die Retail Version). Viele andere SSDs werden bereits mit bis zu 5 Jahren Garantie angeboten. Wohlgemerkt ist die Länge der Garantiezeit lange keine Garantie dafür, dass die SSD auch so lange durchhält.

Vorteile:

  • Insgesamt gute Gesamtperformance
  • Sehr hohe Performance in praxisnahen Benchmarks
  • Exzellente Performance im Data Base Test
  • NTI Echo 3 Software

Nachteile:

  • Nur zwei Jahre Garantie

28.03.15 / rj

Inhaltsverzeichnis:

Übersicht der Benchmarks in diesem Artikel:


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