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Toshiba H200 SSHD Hybrid Drive HDWM110 im Test (10/10)

Fazit

Mit der H200-Serie bringt Toshiba erneut ein SSHD-Laufwerk auf dem Markt, das sich vor allem in Notebooks gut machen wird. In den praxisrelevanten Benchmarks kann die H200 zeigen, welche Performance man dank des acht Gigabyte großen MLC-NAND-Flashspeicher und 64 Megabyte Cache erreichen kann. Im PC Mark 7 erreicht die SSHD 3394 Punkte und kann sich somit den zweiten Platz in unserer Liste sichern. Vor allem im Video-Editing-Benchmark und Windows-Media-Center-Benchmarks macht sie eine sehr gute Figur. Im PCMark 8 fällt das Ergebniss etwas durchmischter aus, mal schneller mal weniger schnell. Die SSHD positioniert sich aber insgesamt vor oder zumindest auf dem gleichen Platz wie 3,5''-Desktop-HDDs, die in der Regel eigentlich schneller als 2,5'' Modelle sein sollten. Im PCMark 8 zeigt aber der Vergleich der H200 SSHD mit der Western Digtal Scorpio Blue ATA einer 2,5'' HDD um wie viel schneller sich die H200 positionieren kann. Der SSD-Cache sorgt für eine Beschleunigung auf nicht selten das doppelte.

In anderen Benchmarks, die meist auf den reinen Durchsatz abzielen, zeigt die H200 eine eher durchwachsene Leistung. Dies gilt sowohl für die sequenzielle Schreibwerte von nur rund 103 MB/s im CrystalDiskMark-Benchmark als auch die sequenzielle Leserate von rund 112 MB/s. Zu beachten ist hierbei aber das die H200 eine 5400 UPM SSHD ist, während die Vergleichsmodelle oft mit 7200 UPM drehen. Mit gemessene Zugriffszeit von 16,91 Millisekunden beim Lesen liegt hinter den Angaben von Toshiba. Die von Toshiba genannten 5,56 Millisekunden dürften sich aus dem Querschnitt aller Zugriffe vom SSD-Cache und der Magnetscheibenfestplatte errechnen.

Insgesamt greift das Caching des MLC-Flashspeichers sehr schnell. Bereits bei einem zweiten Benchmark-Durchlauf konnten viele Werte nicht mehr reproduziert werden und lagen höher als zuvor, manchmal aber auch niedriger. Das eigentlich gute Caching erschwert erheblich das Durchführen der Benchmarks und verfälscht diese auch zum Teil. Besonders gut lässt sich die Wirkung des Caches aber bei den länger laufenden Pattern-Tests sehen, wo die Performance quasi immer innerhalb kurzer Zeit deutlich ansteigt, und der Benchmark irgendwann nur noch im Cache arbeitet.. Hier sehen wir Anstiege um das 2 bis fast 10 fache in der Performance. In solchen Szenarien ist die SSHD den normalen HDDs extrem überlegen und setzt sich auch deutlich vor die älteren SSHD-Modelle, wo der Cache offensichtlich wesentlich konservativer angelegt war.

Mit einem Preis von nur rund 70 Euro ist die Toshiba H200 High-Performance Hybrid eine der günstigsten SSHDs mit einem Terabyte Speicherplatz auf dem Markt. Nur die Seagate Desktop SSHD im 3,5-Zoll-Formfaktor ist aktuell mit 67 Euro noch günstiger. Die günstigsten SSDs mit 1 TB Kapazität kosten derzeit immer noch etwa 220 Euro und sind damit natürlich erheblich teurer als eine SSHD. Eine vergleichbare HDD ist etwa 10 Euro günstiger als eine SSHD, ein Aufpreis der sich definitiv lohnt.

Wer plant günstig ein Notebook mit einer SSHD aufzurüsten ist mit der Toshiba H200 gut beraten, da sie vor allem bei den Anwendungen eine gute Beschleunigung gegenüber HDDs bieten kann. Insbesondere wenn nur ein Einbauslot zur Verfügung steht kann der Einbau einer SSHD so wirklich die Geschwindigkeit optimieren und ist in solchen Fällen definitiv zu empfehlen.

Vorteile:

  • Deutlich günstiger Preis gegenüber einer SSDs
  • Caching greift schnell.
  • Oft deutlich besser Performance als HDD, bei fast gleichen kosten.
  • Leiser Betrieb
  • Retail-Version mit transportsicherer Verpackung.

Nachteile:

  • Roher Datendurchsatz eher mittelmäßig

11.05.16 / rj

Inhaltsverzeichnis:

Übersicht der Benchmarks in diesem Artikel:


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