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Plextor M6E PCIe-SSD mit M.2-Slot im Test (9/10)

IOPS Stresstest - dauerhaftes Schreiben

Herstellerangaben bei SSD sind gerne darauf ausgelegt möglichst große Zahlen anzugeben. Satte 60.000, 80.000, ja sogar über 90.000 IOPS sollen die Laufwerke beim Schreiben von 4K Blöcken erreichen. Die Betonung liegt dabei allerdings immer auf "bis zu", denn je nach Anwendung kommen in der Praxis dann ganz andere Resultate hervor. Die meisten Benchmarks bestätigen Herstelleranhaben aber durchaus. Man muss jedoch bedenken, dass diese nur über einen relativ kurzen Zeitraum messen und dazu mit einer relativ kleinen Datenmenge.

Wenn eine SSD immer weiter gefüllt wird oder über einen längeren Zeitraum ununterbrochen auf die SSD geschrieben wird, ohne das Mechanismen wie TRIM oder Garbage Collection greifen können, dann wird diese tendenziell immer langsamer.

Um zu sehen wie sich unsere Testkandidaten unter widrigen Bedingungen verhalten haben wir spezielles Testszenario gebildet. Die zuvor komplett mit Secure Erase gelöschte SSD wird zu 70% mit linearen Schreiben gefüllt. Danach werden sofort ohne Pause 4K QD64 Random Write Operationen auf der SSD ausführt. 30 Minuten lang wird dabei nur geschrieben, ab der Minute 30 finden jeweils drei 5-minutige Erholungsphasen statt in denen nur gelesen wird. Die Performance der SSD wird dabei konstant aufgezeichnet. Es geht hierbei ausschließlich um das Schreiben auf die SSD. Die Geschwindigkeit beim Lesen wird davon nur wenig beeinflusst und ist gleichbleibend hoch.

Das Ergebnis ist eine Performance-Kurve über 45 Minuten, die anzeigt wie "stabil" die Schreibperformance einer SSD auf Dauer ist und wie schnell am Ende ein erholung stattfindet. Man kann also erkennen wie stark und wie schnell die Performance einbricht und ob sie sich im Laufe der Zeit trotz des dauerhaften Schreibens wieder etwas erholt.

Wie man an der Verlaufskurve sehen kann setzt bei der Plextor M6e der typischen Einbruch der Schreibgeschwindigkeit nach etwa 5 Minuten ein. Die Performance fällt dann deutlich ab, steigt danach aber wieder langsam an um sich auf etwa 40.000 IOPS zu stabilisieren. Sobald die SSD eine etwas längere Ruhephase hintersicht hat, erholt sich die Performance recht schnell wieder und startet beim ursprüngliche Niveau.  Es gibt SSDs die diesen Test etwas besser absolvieren wie zum Beispiel die Corsair Neutron GTX oder die OCZ Vector aber auch schlechtere Modelle. Die M6e platziert sich hier also im Mittelfeld.



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