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Plextor M6S SSD im Test (9/10)

IOPS Stresstest - dauerhaftes Schreiben

Wie derzeit alle SSDs mit Marvell-Controller zeigt auch die Plextor M6S mit 256 Gigabyte Speicherplatz in unserem 45 Minuten Stresstest mit 4K-Dateien (QD Random Write) nach 5 Minuten einen stärkeren Abfall der Performance.

Die Leistung bricht dann von anfangs 70.000 IOPS auf etwa 22.000 IOPS ein und kann sich dann bei nur etwa 30.000 IOPS stabilisieren. In diesem Test können derzeit besonders die SSDs mit Barefoot-3-Controller aber auch die Corsair Neutron ein stabileres Bild liefern.

Was genau macht der Stresstest?

Herstellerangaben bei SSD sind gerne darauf ausgelegt möglichst große Zahlen anzugeben. Satte 60.000, 80.000, ja sogar über 90.000 IOPS sollen die Laufwerke beim Schreiben von 4K Blöcken erreichen. Die Betonung liegt dabei allerdings immer auf "bis zu", denn je nach Anwendung kommen in der Praxis dann ganz andere Resultate hervor. Die meisten Benchmarks bestätigen Herstelleranhaben aber durchaus. Man muss jedoch bedenken, dass diese nur über einen relativ kurzen Zeitraum messen und dazu mit einer relativ kleinen Datenmenge.

In der Praxis hat man es aber eher mit großen Datenmengen und dauerhaftem Betrieb zu tun. Wenn eine SSD immer weiter gefüllt wird oder über einen längeren Zeitraum ununterbrochen auf die SSD geschrieben wird, ohne das Mechanismen wie TRIM oder Garbage Collection greifen können, dann wird diese tendenziell immer langsamer.

Um zu sehen wie sich unsere Testkandidaten unter widrigen Bedingungen verhalten haben wir ein Testszenario gebildet, das die zuvor komplett mit Secure Erase gelöschte SSD zu 70% füllt und dann 45 Minuten lang 4K QD64 Random Write Operationen auf der SSD ausführt. Die Performance der SSD wird dabei konstant aufgezeichnet. Es geht hierbei ausschließlich um das Schreiben auf die SSD. Die Geschwindigkeit beim Lesen wird davon nur wenig beeinflusst und ist gleichbleibend hoch.

Das Ergebnis ist eine Performance-Kurve über 45 Minuten, die anzeigt wie "stabil" die Schreibperformance einer SSD auf Dauer ist. Man kann erkennen wie stark und wie schnell die Performance einbricht und ob sie sich im Laufe der Zeit trotz des dauerhaften Schreibens wieder etwas erholt.



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