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Samsung 850 EVO M.2 SSD im Test (11/11)

Fazit

Die Samsung SSD 850 EVO präsentiert sich in unseren Benchmarks als sehr gutes Mittelklassemodell. Sowohl in den synthetischen als auch praxisrelevanten Benchmarks kann sich die SSD, oftmals von der Konkurrenz absetzen. Grund für die guten Benchmarkwerte ist die von Samsung verwendete 3D-VNAND-Technologie sowie der schnelle M.2-Anschluss.

Den eigentlichen Geschwindigkeitsvorteil durch die direkte Anbindung über PCI-Express-Lanes an das System, kann das Modell aber nicht komplett ausspielen. Durch die Verwendung des SATA-6-Gbps-Interfaces, limitiert Samsung die SSD 850 EVO bei dem maximalen Datendurchsatz. Grund für die Verwendung des SATA-Standards und AHCI dürfte in erster Linie die Kompatibilität sowie die geringeren Kosten sein. Viele Mainboards, vor allem bei Notebooks, können trotz M.2-Anschluss noch nicht mit dem NVMe-Standard umgehen. Um die höchstmögliche Kompatibilität der SSD mit allen Geräten zu gewährleisten bedienen sich die Hersteller gerne eines limitierenden SATA-6-Gbps-Interface mit AHCI.

Der eigentlich eher kurzlebige TLC-Speicher ist laut Samsung auf ein Schreibvolumen von bis zu 75 Terabyte ausgelegt. Im Vergleich zu dem TLC-Speicher der in der Vorgängergeneration zum Einsatz kam, konnte Samsung das Schreibvolumen deutlich erhöhen. Die Modelle der SSD-840-EVO-Serie boten nur ein Schreibvolumen von maximal 43 Terabyte.

In unseren Benchmarks beweist die SSD 850 EVO mit 250 GB allerdings, dass es sich jetzt schon lohnt auf einen Massenspeicher mit M.2-Anschluss zu wechseln, wenn dieser zur Verfügung steht. Vor allem in unserem 240 minütigen Dauerstresstest zeigt die SSD mit einem konstanten Wert über 30.000 IOPS ein enorm gutes Ergebnis und stellt selbst die High-End-SSDs von Samsung mit direkter PCI-Express-Anbindung in den Schatten. Allerdings müssen beim Schreiben von Daten auch einige Abstriche bei der Samsung SSD 850 EVO gemacht werden. Die Schreibperformance ist zwar bei konstanten Schreibraten sehr gut, die kurzeitigen Spitzenwerte sind hingegen eher Mittelmaß.

Mit einem Preis von rund 96 Euro für das Modell mit 250 Gigabyte gehört die Samsung 850 EVO zu den günstigsten M.2-SSDs auf dem Markt. Bei dem geforderten Preis in Verbindung mit der von uns getesteten, sehr guten Performance können wir die SSD für den M.2-Slot durchaus empfehlen. Zu beachten ist allerdings, dass das uns zur Verfügung gestellte Modell nicht in dem Ultra-M.2-Slot des ASRock Z97 Extreme6 funktionieren wollte. Wir mussten deshalb auf den Standard-Port mit 10-Gbit/s-Anbindung ausweichen, welcher die SSD aber in keinerlei Weise ausbremst.

Samsung bietet die SSD 850 EVO mit M.2-Anschluss in den Kapazitäten von 120, 250 und 500 Gigabyte an. Das von uns getestet Modell mit 250 Gigabyte Speicherkapazität kann zum Beispiel bei Amazon.de* erworben werden.

Vorteile:

  • Sehr gute Werte in den Dauerstresstest
  • 5 Jahre Garantie
  • Guter Preis pro Gigabyte

Nachteile:

  • Performance bei normalen Schreiben und Lesen durchschnittlich

 

14.11.15 / ar/rj

Inhaltsverzeichnis:

Übersicht der Benchmarks in diesem Artikel:


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