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IBM zeigt Magnetspeicherband mit 330 TB Speicherplatz

Montag, 16. Okt. 2017 10:24 - [tj] - Quelle: secondnexus.com

IBM hat ein neues Speicherband-Gerät mit einer Kapazität von bis zu 330 Terabyte vorgestellt.

Die Entwicklung von Speichermedien schreitet rasant voran. Die 1980 von Apple vorgestellte Floppy-Disk hatte eine Speicherkapazität von 140 Kilobyte, womit diese frühen Speichermedien für den Haus- und Office-Gebrauch immerhin einige Dokumente als Textdatei speichern konnten. Es folgten die 3,5-Zoll-Diskette mit 1,44 Megabyte, die wiederum von der Compact-Disk (CD), Flash-Laufwerken, der DVD und der heutigen Bluray abgelöst wurde. Letztere verfügt über eine Speicherkapazität von bis zu 500 Gigabyte, jedenfalls unter Laborbedingungen.

Als Backup-Medium für sehr große Datenmengen eignet sich aber auch eine Bluray nicht und somit ist das Magnetband in besonderen Einsatzbereichen nach wie vor ohne echte Alternative.

IBM hat nun ein Magnetband-Laufwerk vorgestellt, dass in einem Gerät von der Größe eines Smartphones bis zu 330 Terabyte speichern kann. Laut IBM können die neun Speichermedien damit 20 mal so viele Daten speichern, wie bisherige kommerzielle Speicherband-Lösungen.

Magnetbänder wurden traditionell für Video-Archive, Backup-Dateien, Reproduktionen für die Notfallwiederherstellung und Speicherung von Informationen vor Ort genutzt, aber die Industrie weitet sich auch auf externe Anwendung in der Cloud aus.

Wie groß der Fortschritt bei Magnetbändern als Speichermedien in den letzten Jahrzehnten war, zeigt auch ein weiterer Vergleich. IBMs erstes kommerzielles Magnetband-Gerät, die 1952 veröffentlichte 726 Magnetic Tape Unit, hatte die Größe einer Kühltruhe und eine Speicherkapazität von zwei Megabyte. In der heutigen zeit würde das nicht einmal mehr für ein hochauflösendes Foto oder einen MP3-Song ausreichen.

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