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Noblechairs Epic Gaming-Stuhl im 6 Monate Dauertest

Ein halbes Jahr Sitzen auf dem EPIC von Noblechairs

Vor etwa einem Jahr als der Hype um Gaming-Stuhlsauf seinen Hoch angekommen war, trat ein Hersteller auf dem Markt auf, der mit seiner Interpretation eines Gaming-Stuhls für ordentliches Aufsehen sorgte. Noblechairs machte seinem Namen damals alle Ehre und präsentierte als erster Hersteller einen Gaming-Stuhl aus Echtleder in gehobener Preiseklasse. Für den etwas kleineren Geldbeutel wurde zeitgleich auch eine baugleiche Variante mit Bezug aus PU-Kunstleder eingeführt. Die Marke Noblechairs wurde bereits im Jahr 2015 gegründet, startete allerdings 2016 und 2017 erst richtig durch.

Der Noblechairs EPIC, so der Name des Modells, unterschied sich nicht nur durch sein Material von den seinerzeit angebotenen Modellen, sondern auch durch sein Design und die deutlich aufgewertete Verarbeitung und Ausstattung. Das Design des EPIC ist inspiriert durch die Sitze in Sportwagen und kommt diesen deutlich näher als andere Gaming-Stühle.

Die Stühle von Noblechairs werden in Deutschland durch Caseking vertrieben und haben mittlerweile ein stattliches Angebot von Farbvarianten und Sondermodellen erreicht. Die Standardversion des Stuhls in PU-Leder-Version gibt es in fünf Varianten nicht nur in komplett schwarz, sondern auch in Versionen mit farblichen Akzenten in Rot, Grün, Blau, Gold und Pink.  Steigt man auf Echtleder um, dann wird die Auswahl etwas eingeschränkt auf Schwarz, Schwarz-Weiß-Rot, Braun-Beige und Braun-Schwarz. Man kann sich alle Modelle allesamt auch auf www.Noblechairs.com anschauen.

Bezüglich der Farben sind sowohl die Nähte des Stuhl, als auch die Aufschrift auf Kopfkissen und Lendenkissen farbig. Dazu kommt bei einigen Modellen ein farblich eingelassenes Logo an der Seite der Sitzfläche. Die Nähte sind im typischen Karomuster angeordnet und abgesteppt, so dass sich ein deutlich eleganterer Look als bei reinen glatten Flächen ergibt. Zusätzlich sind die Oberflächen der PU-Version mit Poren versehen, die für eine bessere Belüftung beim Sitzen sorgen sollen und verhindern, dass man zu schnell mit der Haut kleben bleibt.


Wer es noch ein wenig extravaganter will, hat in der PU-Leder-Version noch die "Special Editions" des EPIC zu Auswahl. Dabei handelt es sich um mehrfarbige Sondervarianten die Noblechairs zusätzlich aufgelegt hat. Zur Auswahl stehen hier ein sehr schicker Weiß-Schwarzer, Schwarz-Weißer und ein Schwarz-Blauer Stuhl. Die beiden erstgenannten besitzt zudem keine Poren in der Sitzfläche und unterscheiden sich daher nicht nur in der Farbe von den Standard-Modellen.

Als man uns von Noblechairs kontaktierte, ob wir den Stuhl nicht einmal testen wollen, waren wir zunächst etwas skeptisch, denn das Testen von "Möbelstücken" zählt nicht gerade zu den Kernkompetenzen in unserer Redaktion. Allerdings waren wir auch zu neugierig um uns den "Sessel für Gamer" nicht anzuschauen. Und so kam es, dass wir uns überlegt haben mit dem Noblechairs  EPIC einen Test der etwas anderen Art durchzuführen, nämlich den Stuhl einfach zu benutzen und nach etwa 6 Monaten dann einen Erfahrungsbericht zu schreiben. Denn nur wer lange und intensiv so einen Stuhl benutzt, der kann unserer Meinung nach darüber überhaupt eine aussagekräftige Meinung abgeben.

Also  haben wir uns den Noblechairs EPIC in komplett schwarz als Kunstlederversion in unsere Büro gestellt und fortan jeden Tag gut 8-10 Stunden darauf verbracht. Um Kurz noch ein paar Worte etwas über das "Testequipment" los zu werden. Der Autor des Erfahrungsberichts und Nutzer des EPIC bringt etwa 95 kg auf die Wage, ist 1.86 groß und hat im Laufe seinen Lebens schon auf so einigen Bürostühlen Platz genommen. Einige davon haben zu reichlich orthopädischen Problemen wie Kreuzschmerzen, Taube-Arme, Nackenschmerze und mehr geführt, so dass normale Bürostühle am Ende einem Swopper gewichen sind. Dabei handelt es sich um einem patentierten Sitzhocker, der unserer Meinung nach zu den besten Office-Sitzmöbeln überhaupt gehört, leider aber auch einen exorbitanten Preis besitzt. Natürlich habe wir auch schon auf einigen Gaming-Stühlen gesessen, die uns bislang aber meist nicht überzeugen konnten.

Der Noblechairs EPIC hat bei uns also nicht etwa einen Gaming-Konkurrenten abgelöst, sondern ein orthopädisch ausgefuchstes Luxusmodell eines Hockers.  Ein vermutlich eher unfairer Vergleich aber so sind nun einmal die Begebenheiten. Für 6 Monate haben wir also nicht mehr "geswoppt", sondern "genobled".

Technische Daten

Die technischen Daten zum EPIC lassen sich am besten anhand eines Bildes darstellen, das die Maße der Stuhls an den entsprechenden Stellen aufzeigt. Besonders wichtig sind hier die Breite der Sitzfläche und der Rückenlehne. Denn durch die angehobenen Seitenführungen wie bei einem Sportsitz, wird es natürlich sehr unbequem, wenn der Sitz für den Nutzer zu schmal ist. Zum Glück ist die Sitzfläche des EPIC relativ breit, so dass die meisten Nutzer hier kaum Probleme haben werden. Der EPIC ist auf jeden Fall für den Europäischen Markt entworfen, denn insgesamt ist der Stuhl recht große und eher für größere Personen gedacht. Für kleinere Personen bietet Noblechairs zusätzlich verkürzte Gasfedern mit - 1,5 und -3 cm an.

  • Material Sitzbezug: Kunstleder
  • Anpassbare Rückenlehne: ja
  • Verstellbare Armlehnen: ja
  • Höhenverstellbar: ja
  • Kippfunktion (Sitzfläche): ja
  • Maximalbelastung / Gewichtsbereich:  bis zu 120 kg
  • Gurtdurchführung: ja
  • Gewicht: 26 - 28 kg
  • Tiefste Sitzposition (einstellbar): 40 bis 49 cm
  • Höchste Sitzposition (einstellbar): 50 bis 59 cm
  • Breite Sitzfläche innen: 35 bis 39 cm
  • Breite Sitzfläche außen (breitester Punkt): 55 bis 59 cm
  • Länge Sitzfläche: 45 bis 49 cm
  • Höhe Rückenlehne: 80 bis 89 cm
  • Breite Rückenlehne innen: bis zu 30 cm
  • Breite Rückenlehne außen (breitester Punkt): 50 bis 54 cm
  • Gesamthöhe (mit Basis): 140 bis 149,9 cm
  • Gesamttiefe (ohne Basis): 50 bis 59 cm
  • Kopfkissen inklusive: ja
  • Lendenkissen inklusive: ja
  • Material Basis: Aluminium, Stahl
Inhaltsverzeichnis:
[3] Montage
[4] Fazit


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