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Noblechairs Epic Gaming-Stuhl im 6 Monate Dauertest (4/4)

Fazit

Welchen Eindruck hat der Noblechairs EPIC nach 6 Monaten nun auf uns hinterlassen? Zum einen müssen wir noch einmal sagen, dass wir mit Skepsis an den Test gegangen sind, denn bisherige Gaming-Stühle konnten uns keinesfalls von der Sitzergonomie überzeugen. Und aus der Richtung, aus der wir gekommen sind, nämlich von einem speziellen Sitzhocker, verwundert das nicht wirklich. Oft sehen die Stühle toll aus, überzeugen dann auf Dauer beim Sitzen aber nicht.

Beim Noblechairs EPIC war das tatsächlich etwas anders. Zwar ist uns der Stuhl in der Bewegung als Ersatz für unseren Sitzhocker zu eingeschränkt, in Sachen Bequemlichkeit und Sitzkomfort ist er aber natürlich deutlich überlegen. Besonders gut gefällt uns in der Tat die etwas härtere Polsterung des EPIC. Zu weiche Stühle sind ähnlich wie zu weiche Matratzen, anfangs erscheinen sie einem zwar bequemer, mit der Zeit merkt man dann aber, dass sich Rückenschmerzen oder anderes einschleichen, weil der Körper nicht richtig gestützt wird. Das etwas härtere Polster des EPIC ist tatsächlich einem Autositz sehr ähnlich, und Autositze sind nicht umsonst etwas härter gepolstert, weil man unter Umständen auch mehrere Stunden in diesen Sitzen verbringt. In diesem Zusammenhang ist übrigens ganz interessant, das der EPIC von Noblechairs als Bürostuhl nach DIN EN 1335 zertifiziert ist. Das trifft auf eher sehr wenige der Gaming-Chairs zu.

Auch nach langem Sitzen im EPIC haben sich bei uns keine Gefühle des Unwohlseins, wie Schmerzen, taube Stellen oder Druckstellen eingeschlichen. Insbesondere merkt man, dass sich der Sitzboden hier positiv hervorhebt. Die Armlehnen hätten vieleicht auch eine Polsterung vertragen können, sind aber aufgrund ihrer Breit auch so recht brauchbar. Besonders positiv fällt wirklich das Kopfkissen und die Ledenstütze auf, die unglaublich kuschelig, aber dennoch formstabil sind. Die Qualität ist hier wirklich überzeugend.

Der einzige wirkliche Nachteil, den wir am Noblechairs EPIC finden konnten, bezieht sich auf die Reinigung des Stuhls. Auch wenn das PU-Leder des EPIC extrem unempfindlich ist und einiges mitmacht und sich einfach abwischen lässt, sammelt sich in den Poren sehr schnell jede Art von Dreck, egal ob Krümel, oder vielleicht Abrieb von der Hose. Nach einigen Monaten sieht die Sitzfläche in der Regel aufgrund verdreckter Poren nicht mehr so schön aus. Die Reinigung besteht dann daraus einzelne Poren irgendwie wieder frei zu bekommen. Da die Poren recht klein sind, ist das nicht unbedingt einfach.

Wer dieses Problem umgehen will, zwei Modelle des Noblechairs EPIC, wie zum Beispiel das schwarz-weiße Modell besitzen keine Poren. Die Version aus Echtleder ist ebenfalls Porenfrei.

Ziehen wir also unser Fazit. Insgesamt hat uns der Noblechairs als "Gaming-Chair" und bequemer Bürostuhl recht gut gefallen. Dieser Stuhl unterscheidet sich aufgrund seiner Ausrichtung doch recht stark von vielen anderen Gaming-Stühlen. Zum einen ist die Verarbeitung sehr hochwertig und zum anderen wird deutlich mehr Wert auf Ergonomie gelegt, sprich auf den Einsatz des Stuhls im "Dauerbetrieb" oder als Bürostuhl. Selbst nach stundenlangem Sitzen im EPIC hatten wir trotz gehobenen Alters keine wirklichen Probleme. Gegenüber einem teuren ergonomischen Bürostuhl finden wir den EPIC nahezu gleich gut. Insbesondere deshalb, weil die von teuren ergonomischen Bürostühlen versprochenen Eigenschaften (Beispiel Synchronmechanik, flexibler Sitzboden) bei uns kaum wirken und gegen echte Ergonomiemöbel wie zum Beispiel eben einem Swopper eh keine Chance haben.

Wirklich glänzen kann der EPIC für uns tatsächlich als Gaming-Stuhl oder nach hinten geklappt als bequemer Stuhl zum Videos schauen. Hier ist er auch wirklich guten Bürostühlen unserer Ansicht nach aufgrund der tollen hohen Rückenlehne deutlich überlegen.

Optisch zählt der Noblechairs EPIC sicherlich zu den schönsten Gaming-Stühlen und ist somit insgesamt unserer Ansicht nach sehr zu empfehlen, wenn man sich einen Stuhl dieser Bauart zulegen möchte. Wer sich eines der Modelle von Noblechairs genauer anschauen will findet diese im Online-Shop bei Caseking und kann sie sich vor Ort natürlich auch live genauer anschauen.

Vorteile:

  • Hervorragende Verarbeitung
  • Tolles Design, exakt wie ein Auto-Sportsitz
  • Sehr standstabil
  • Sehr bequem, insbesondere nach hinten gelegt
  • Gute Körperführung
  • Nackenkissen und Lendenkissen sehr schön
  • Gute Verstellbarkeit, insbesondere Armlehnen
  • Bürostuhl Zertifizierung DIN EN 1335
  • PU-Leder sehr robust und unempfindlich
  • Verkürzte Gasfedern für kleinere Personen mit -1,5 und -3 cm erhältlich

Nachteile:

  • Poren im PU-Leder schwer zu reinigen

29.12.17 / rj

Inhaltsverzeichnis:
[3] Montage
[4] Fazit


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