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Fractal Design Define Nano S im Test (6/6)

Fazit

Nachdem Fractal Design mit dem Node 202 bereits ein recht interessantes Mini-ITX-Gehäuse im "Desktop-Format" im Programm hat, war der Schritt ein ein weiteres Modell, welches sich eher an Gaming-PCs mit hoher Leistung orientiert nur eine Frage der Zeit. Beim Define Nano S ist man einen recht einfachen Weg gegangen. Nach dem Motto "Never change a winning Team" wurde einfach das Konzept der äußerst erfolgreichen Define Serie auf ein Mini-ITX System zurecht gestutzt. Das wirkt zwar ein wenig einfallslos, da sich beim Define Nano S mehr oder weniger nur die Höhe des Gehäuses ändert, aber insgesamt erfüllt das Gehäuse durchaus seinen Zweck.

Dieser Zweck liegt in einem eher speziellen Einsatzbereich und zwar dem Einsatz leistungsstarker Hardware in Verbindung mit einer Wasserkühlung, so wie es beim größeren Define S auch der Fall war. Setzt man nicht auf eine Wasserkühlung, so ergibt sich durch das Define Nano S eigentlich keine wirklichen Vorteil gegenüber anderen noch kleineren Cube-Gehäusen. Der Einsatz einer Grafikkarte  mit mehr als 2 Slot breitem Luftkühler ist zudem im Define Nano S kaum möglich und der freie Raum in der Front wird ohne Wasserkühlung in der Regel ungenutzt bleiben. Gegenüber einem normalen Tower spart man in diesem Fall nicht sonderlich viel Stellplatz ein und wird das Plus an Innenraum eher nicht nutzen. Hatte das Define S auch abseits von Wasserkühlung seine Vorteile bei der Belüftung, so fällt dies beim Nano S aufgrund der engen Bauweise von Netzteil und Grafikkarte leider irgendwie flach.

Mit Wasserkühlung geht das Konzept des Define Nano S deutlich mehr auf. Insbesondere dann, wenn auch die Grafikkarte mit Wasser gekühlt wird und AGB und Pumpe in das Gehäuse eingebaut werden sollen. Für diesen Einsatz ist das Define Nano S wirklich gut gerüstet.

Die Verarbeitungsqualität ist liegt beim Define Nano S auf typischem Fractal-Design-Level. Hier wird Blech und Kunststoff so gepaart, das am Ende insgesamt eine ansprechende Optik auf dem Tisch steht. In Sachen Design gibt es daher auch keine Experimente. Der Look entsprich den anderen Gehäusen der Define-Serie. 

Man sieht, Define S und Define Nano S sind sich also am Ende ähnlicher als man denkt. Einmal ATX  bzw. Micro-ATX gegen reines Mini-ITX. Die Schrumpfkur des Nano S bringt allerdings noch einen kleinen Vorteil mit sich. Weniger Material hat in diesem Fall einen geringeren Preis zur Folge, so dass für das Define Nano S nur noch etwa 60 bis 70 Euro je nach Version (Mit oder ohne Sichtfenster) fällig werden. Gegenüber dem Define S spart man also 10 Euro.

Eine Empfehlung kann man für das Define Nano S insgesamt wohl für User aussprechen die Mini-ITX Systeme mit einer kompletten Wasserkühlung inklusive Grafikkarte ausrüsten wollen. Diese erhalten hier eine wirklich gute Basis zu einem zudem sehr attraktiven Preis.

Vorteile:

  • Gute Verarbeitung und dezente Optik
  • Vorinstallierte Dämmung
  • Großes Platzangebot im Innenraum
  • Aufnahme von diversen Radiatortypen möglich
  • Montage für Pumpe und Ausgleichsbehälter möglich
  • Gutes Kabelmanagement mit Klettband
  • gedämmte Seitenteile und Deckel (außer Seitenfenster)

Nachteile:

  • Grafikkarten dürfen nur 2 Slot breit sein.
  • Sehr wenig Platz zwischen Grafikkarte und Netzteil
  • Rändelschrauben das erste Mal selten ohne Werkzeug lösbar
  • Kabeldurchführung für Netzteil könnte etwas größer sein.

 

16.02.16 / rj

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