TweakPC


SilverStone Sugo SG05 Mini-IXT Gehäuse im Test (3/6)

Äußerlichkeiten

Schwarzer HTPC Zwerg

Wie in der Einleitung schon erwähnt, ist das SilverStone  SG05 ein Gehäuse für Mini-DTX bzw. Mini-ITX Mainboards. Das Mini-DTX Format schreibt eine Größe von 170 mm × 203 mm vor, während das noch kleinere Mini-ITX Format gar mit 170 mm x 170 mm daher kommt. Als Besonderheit bietet es zwei Erweiterungsslots, was auf den ersten Blick keinen Sinn zu machen scheint, da ein Mini-ITX Board gar nicht so breit ist, doch auch hier hat sich SilverStone  etwas dabei gedacht und somit können auch Grafikkarten im 2-Slot Design verbaut werden. Doch genug der Worte, schauen wir uns das Gehäuse erst mal im Detail an.

Die mattschwarz gehaltene Front wird vom gelochten Lüftergitter des 120mm Fans dominiert. Während ein 120mm in einem Standard Miditower gar nicht mehr auffällt, muss man hier wirklich von dominieren sprechen, denn bei einer Gesamtbreite von nur 220 mm und einer Höhe von nur 176 mm, bedeckt ein 120 mm den größten Teil der Front. Darüber findet sich die Frontblende des optional zu erwerbenden optischen Laufwerkes, welches im Slim Line Format daher kommt. Dies bedeutet, dass keine üblichen 5 1/4 Laufwerke verbaut werden können, sondern auf ein Laufwerk zurückgegriffen werden muss, wie es bei Notebooks üblich ist. Das hat den Vorteil, dass es weniger Platz verbraucht, aber auch ein paar Nachteile, welche wir nicht verschweigen wollen. Im allgemeinen sind die Slim Line Laufwerke etwas teurer und auch deutlich langsamer. Wo bei 5 1/4 Zoll DVD Brennern mittlerweile Geschwindigkeiten von 20-22x üblich sind, muss man sich hier noch mit 8x zufrieden geben. Blu-ray Lesen ist aber mittlerweile auch bei Slim Line Laufwerken möglich.

Links unten findet sich das in Weiß gehaltene Herstellerlogo. Für diejenigen, denen dies immer noch zu auffällig ist, hat der Hersteller eine Ersatzblende beigelegt. Die Blende kann dabei recht einfach nach vorn abgezogen werden und gegen das Modell ohne Schriftzug ausgetauscht werden. Dann ist die gesamte Front in Mattschwarz gehalten und wirkt damit noch unauffälliger.

IO Port IO Port

Auf der rechte Seite der Front finden wir den Power- und Resetknopf, eine HDD LED, zwei USB Buchsen, sowie die obligatorischen 3,5mm Klinkenbuchsen für Mikrofon und Kopfhörer. Die Power LED befindet sich dabei im Powerschalter und strahlt in Betrieb in einem dezenten Blau. Da der Hersteller sich scheinbar recht viel Mühe mit einer möglichst dezenten Optik gegeben hat, ist es leider nicht ganz nachvollziehbar, warum die Anschlüsse nicht hinter einer Klappe versteckt wurden, sodass sie nur bei Bedarf zum Vorschein kommen müssen. Weiterhin ist auch der Verzicht auf eSATA sowie FireWire leider nicht ganz nachvollziehbar, da der eine oder andere an seinen HTPC sicher auch gerne mal eine Videokamera anschließen würde.

Das U-Förmig gehaltene Gehäusecover wurde großflächig perforiert um trotz der geringen Abmessungen eine optimale Kühlung zu gewährleisten. Im rechten Seitenteil sowie das Oberteil überdeckt der perforierte Bereich fast die komplette hintere Hälfte, während dies auf die linke Seite fast komplett zutrifft.

Das hat durchaus seinen Sinn, da in dem Gehäuse wie schon beschrieben auch leistungsfähige Grafikkarten betrieben werden können und diese bekanntlich auch etwas mehr Kühlluft benötigen. So kann der Grafikkartenlüfter ungehindert Frischluft ansaugen. Natürlich bedeutet so ein offener Aufbau auch, dass mehr Geräusche nach Außen dringen. Somit sollte man bei der Auswahl der Wunschkomponenten ein Augenmerk auf die Lautheit der Geräte werfen - aber dies sollte in der Klasse eh selbstverständlich sein.

Die Rückseite kommt dann in schnöden grauen Stahlblech daher. Links oben erkennt man das serienmäßige 300 Watt Netzteil, was trotz seiner kleinen Abmessungen mit einem extra Schalter ausgerüstet wurde. Links unten ist die Öffnung für die Mainboardblende und rechts davon erkennt man die zwei Erweiterungsslots in voller Höhe, welche hier interessanterweise von Außen verschraubt werden.

Die Unterseite ist komplett geschlossen und besitzt standardmäßig noch nicht einmal Füße. Das kann den Vorteil haben, dass es somit auch im engsten Wohnzimmerschrank Unterschlupf findet. Wenn genug Platz ist, sollten aber die von SilverStone  beigelegten Gummi-Füße aufgeklebt werden, um eventuelle Vibrationen zu entkoppeln. Dafür befinden sich vier schwarze, optisch sehr unauffällige Exemplare im Lieferumfang, welche leider nicht mit den Standfüßen einer guten HiFi Anlage mithalten können, aber ihren Job trotzdem ordentlich machen sollten.

Zurück: Netzteil inklusive | Weiter: Innenleben
Inhaltsverzeichnis:


ueber TweakPC: Impressum, Datenschutz Copyright 1999-2017 TweakPC, Alle Rechte vorbehalten, all rights reserved