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ASRock Fatal1ty Z170 Gaming K4 im Test (2/7)

Layout und Boardtechnik

Beim Design der Fatal1ty-Serie bleibt sich ASRock weitgehend treu. Die von den meisten Gamern präferiert Farbgebung in Rot und Schwarz findet sich auch beim Z170 Gaming K4 wieder. Das PCB ist komplett in schwarz gehalten, einzelne Komponenten wie Kühler oder PCIe-Slots in einem grellen Rot. Bei der Aufteilung der Komponenten orientiert sich ASRock ziemlich genau an der Extreme-Serie. Dies gilt ebenfalls für die Kühlkörper, die ähnlich gebaut nur anders gefärbt sind.

Die Kühlkörper um den Sockel herum fallen bei dem Fatal1ty Z170 Gaming K4 ausreichend groß aus. Insgesamt stellt das Mainboard zehn Spannungsphasen für den Prozessor zur Verfügung, womit sich das Mainboard auch für heftigeres das Overclocking des Prozessors eignet. Die beiden Kühler um den Sockel herum sich nicht mit einer Heatpipe verbunden und insgesamt eher optisch schlicht gehalten. Einzig der Kühler mit dem Z170-Schriftzug und der ausladenden Kante sticht ein wenig ins Auge.

 

Die großflächige Abdeckung des I/O-Panels wirkt etwas überflüssig ist derzeit aber bei vielen Herstellern in Mode. Warum derzeit so viele Mainboardhersteller auf einen extra Plastiküberzug über dem I/O-Panel setzen, konnten wir leider noch nicht in Erfahrung bringen. Bis auf ein wenig mehr Stabilität bietet dieser vermeintliche Schutz derzeit eigentlich keinen Nutzen.

Das ASRock Fatal1ty Z170 Gaming K4 bietet vier DDR4-RAM-Slots. Die Dual-Channel-Belegung ist farblich getrennt, so dass bei der Verwendung von nur zwei RAM-Riegeln nur die roten oder nur die schwarzen Slots Verwendung finden. Bei Vollbestückung können bis zu 64 Gigabyte Arbeitsspeicher mit vier DDR4-RAMs mit je 16 Gigabyte betrieben werden.

Die Skylake-Plattform unterstützt offiziell nur DDR4-RAMs mit maximal 2.133 MHz. Das Fatal1ty Z170 Gaming K4 von ASRock bietet allerdings Unterstützung für Module mit bis zu 3.200 MHz. Für den Betrieb von Modulen mit solch hohen MHz-Werten muss die Plattform allerdings übertaktet werden. Mit dem uns zur Verfügung stehende DDR4-Kit von G.Skill konnte das hinterlegte XMP-Profil mit 3.200 MHz ohne Probleme laden.

Ein zusätzlicher 8-Pol-EPS-Stecker auf dem Mainboard, sorgt dafür, dass dem Prozessor immer genug Strom zu Verfügung gestellt werden kann. Der Stecker befindet sich direkt zwischen den beiden Kühlkörpern und wird nicht durch die Kühlkörper behindert. Auch bei engeren Gehäusen ist der 8-Pol-EPS-Stecker ohne Hilfsmittel zu erreichen.

Der Z170-Chipsatz stellt insgesamt 30 PCI-Express-3.0-Lanes zur Verfügung. ASRock verteilt diese auf die verschiedenen Anschlüsse und kann auch einen Ultra-M.2-Anschluss mit einer Anbindung von 32 Gbit/s vorweisen.

Der Z170-Chipsatz wird von einem breitflächigen, flachen und roten Kühlkörper gekühlt. In silbern ist das ASRock- und Fatal1ty-Logo dezent gehalten.

Die Positionierung des Ultra-M.2-Anschlusses direkt unter dem ersten PCI-Express-x16-Slots scheint zu bewähren. Bei dem Einsatz von einer Grafikkarte mit Dual-Slot-Lüfter wird dieser Erweiterungsslot meist sowieso verdeckt. Durch die Positionierung des M.2-Anschluss kann der Platz noch sinnvoll verwendet werden. Wer allerdings später eine M.2-SSD tauschen oder einsetzen möchte ist gezwungen die Grafikkarte vorerst zu entfernen.

Die fünf PCI-Express-Ports des ASRock Fatal1ty Z170 Gaming K4 arbeiten nur mit dem neusten PCI-Express-3.0-Standard. Die Slots bieten immer die gleiche Anzahl an Lanes, egal ob eine Erweiterungskarte zum Einsatz kommt oder nicht.

Der erste PCI-Express-x16-Slot ist auch mit den vollen 16 Lanes angebunden. Dem zweiten PCI-Express-x16-Slot stehen hingegen nur vier Lanes zur Verfügung. Die drei PCIe-x1-Slots arbeiten mit jeweils einer PCI-Express-Lane. Bedingt durch die Limitierung des zweiten PCIe-x16-Slots auf nur vier Lanes unterstütz das Mainboards auch keinen Betrieb von zwei Nvidia Grafikkarten im SLI-Verbund. Offiziell verlang Nvidia das die Slots mit mindestens acht elektronischen Lanes an das System angebunden werden. Für die Verwendung eines CrossFire-Gespanns aus zwei AMD-Grafikkarten gilt diese Einschränkung nicht.

Durch die besondere Bauweise der PCIex1-Slots mit geöffneter Seite, können auch Zusatzkarten mit eigentlich höherer Anbindung in die Slots eingesetzt werden. Dabei ist aber zu beachten, dass eine Erweiterungskarte im PCIe-x1-Slot, welche eigentlich für einen PCIe-x4-Slot designt wurden schlicht zu Lang für den Slot sind. Es sollte bei der Befestigung einer solchen Lösung unbedingt auch die Stabilität der Karte im Slot geprüft werden.

Bei der Verwendung von mehr als einer Grafikkarte setzt das Mainboard einen zusätzlichen 4-Pin-Molex-Anschluss als zusätzliche Stromquelle voraus. Da der Molex-Anschluss bereits in vielen Systemen ausgedient hat, hätten wir uns über einen SATA-Stromanschluss für die Bereitstellung der zusätzlichen Stromversorgung gefreut.

An der unteren Seite des Mainboard finde sich die bekannten OnBoard-Pin-Anschlüsse wie USB-, COM- und TPM-Header.



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