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SilverStone Strider Platinum Netzteil im Test (3/7)

Effizienz und Leistungsdaten

Der Einsatz unserer eigenen Chroma-Teststation im Haus ermöglich uns natürlich nun deutlich mehr Messungen vorzunehmen, als dies außer Haus aufgrund von Terminabsprachen und Zeiteinteilung möglich ist. Unsere Effizienzmessungen haben wir daher nun auf den kompletten Lastbereich des Netzteils von 5 bis 100% in 5% Schritten ausgeweitet. Hierbei messen wir alle relevanten Daten des Netzteils von Spannungen, Verbrauch, PFC, THD und mehr, stellen aber hier der Übersicht halber nur die für den Endkunden relevanten Daten dar, um nicht in einer Flut von Diagrammen zu ersticken. Gerne nehmen wir in unserem Netzteil-Forum Vorschläge zur Verbesserung oder Erweiterung entgegen.

Das Silverstone Strider hat keine Probleme die 80 Plus Platinum Zertifizierung bei 115V Eingangsspannung einzuhalten. Verläuft die Effizienz dabei im oberen Lastbereich quasi genau auf Platinum Niveau, so liegt sie im unteren Lastbereich auf einem erfreulich deutlich höheren Level. bei 20% Last erreicht das Netzteil hier eine stolze Effizienz von 91.5 %.Auffällig ist ein kleiner Anstieg in der Effizienzkurve bei 25 % Last, der vermutlich mit der Abschaltung des Lüfters in Einstig in den passiv Modus zusammenhängt.

Umgeschaltet auf 230 V sieht man ein ebenfalls erfreuliches Bild. Typischerweise liegt die Effizienz höher als mit 115V. Insgesamt erreicht das Modell hier nahezu den 230V Platinum Level. Die hohe Effizienz von 92.5 % bei 20% oder 88.8 % bei 10% ist höchst erfreulich und macht das Netzteil quasi perfekt für kleinere Systeme bei denen hohe Effizienz bei geringen Lasten auf kleinem Raum gewünscht ist.

Standby Verbrauch und Effizienz

Die 5V Standby Leitung eines Netzteils bestimmt maßgeblich den Verbrauch des PCs im ausgeschalteten Zustand. Auch hier will man eine hohe Effizienz und vor allem einen niedrigen Verbrauch im lastfreien Zustand. Wir messen die Standby Leitung ohne Belastung nach EuP/ErP und dann ebenfalls in 5% Schritten bis zur Maximalbelastung der Schiene.

Die Effizienz taumelt im Standby-Bereich um die 80 %. Im lastfreien Betrieb nimmt das Netzteil etwa 0,14 Watt zu sich. Das sind für aktuelle hochwerte Netzteile übliche Werte. Im ErP-Bereich zeigt das Modell ebenfalls keine Auffälligkeiten, so dass der Einsatz in Systemen unter der neuen EU 617/2013 Reglung problemlos ist.


Einschaltstrom

Der Einschaltstrom eines Netzteils steht in engen Zusammenhang mit der Lebensdauer eines Netzteils und zudem mit der Anwenderfreundlichkeit. Leistungsstarke Netzteile mit zu hohem Einschaltstrom können nämlich schnell die Haussicherung auslösen. Vor allem aber wird bei jedem Einschalten kein kleiner "Stromschlag" in das Netzteil gepumpt, der zu einer schnelleren Alterung der Komponenten führt. Gute Netzteile besitzen daher einen Einschaltstrombegrenzer, der vor allem bei höher dimensionierten Netzteilen enorm wichtig ist.

Mit 54 A ist der Einschaltstrom des Silverstone Platinum etwas erhöht aber noch nicht in einem wirklich problematischen Bereich. Wünschenswert sind hier allerdings Werte von unter 50 am besten etwa 40A.

Holdup Time

Die Hold-Up-Time ist die Zeit, die ein Netzteil noch genug Strom liefern kann, wenn am Eingang eine Stromunterbrechung auftritt. Wie ein kleiner Puffer kann das Netzteil so kurzfristige Stromschwankungen oder Ausfälle ausgleichen. Der ATX-Standard gibt für diese Hold-Up-Time einen Mindestwert von 16 Millisekunden vor. Beim Einhalten der Hold-Up-Time wird gerne gespart, da hierzu größer dimensionierte und damit teurere Kondensatoren nötig sind. Besonders Billig-Netzteile unterschreiten daher gerne die geforderten Mindestanforderungen.

Die Holdup-Time des Silverstone Strider Platinum liegt bei etwas über 15.2 ms gemessen an den Spannungen und 13.5 ms gemessen am Power-Good-Signal. Damit liegt es streng genommen beim PG Signal klar unterhalb der von den ATX Spezifikationen geforderten 16-17 ms. Allerdings sollte man dies gerade beim Einsatz in Europe mit stabilen Stromnetzen nicht überbewerten.



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