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OCZ RevoDrive 350 PCIe-SSD im Test

OCZ RevoDrive runderneuert

Umrüstung auf Toshiba-NAND-Flash-Speicher schreitet voran

Nach der Übernahme von OCZ durch Toshiba wird der Fahrplan zur Umrüstung der hauseigenen Produkte auf  19 nm Toshiba NAND Flash-Speicher konsequent weiter geführt. Die typischen Consumer Produkte wie die OCZ Vector 150 oder die neue OCZ Vertex 460 haben diesen Prozess breits erfolgreich durchlaufen und sind im Handel verfügbar.

Bislang allen Modellen gemein ist, dass OCZ bereits an der Bezeichnung des Laufwerks im Gegensatz zu anderen Herstellern deutlich macht, dass es sich hier um neue Produkte mit anderem Flash-Speicher handelt. Auch wenn sich außer dem Flash-Speicher nichts geändert hat, werden alle Produkte komplett neu "durchnummeriert". Man setzt auf transparenz und das ist sicherlich gut so.

Das neuste Update von OCZ, dessen Zielgruppe im Enthusiasten-Bereich bis hin zum Workstation Sektor zu finden ist betrifft das OCZ RevoDrive 350, dem Nachfolger des bekannten RevoDrive 3 X2, das bei seiner Einführung für großes Interesse sorgte. Das RevoDrive war eine der ersten High-Performance-SSDs auf PCIe-Basis.

 

Hinter dem Namen RevoDrive verbergen sich bei OCZ generell schnelle SSDs im Steckkartenformat für den PCIe-Slot. Diese SSDs setzen vor allem darauf das typische SATA 6 Gb/s Bottleneck auszuschalten, das bei etwa 500 MB/s liegt. Die Performance der aktuellen SATA Schnittstelle wird in der Spitze sogar schon von günstigen Consumer-Drives erreicht, so dass man gerade für den Enthusiasten oder Workstation Einsatz andere Optionen sucht. Beim hantieren mit sehr großen Dateien (z.B. Videofiles oder Große Bilddateien) bringt ein höherer Maximaldurch immer einige Vorteile.

Das neue RevoDrive 350 wurde im Zuge der Umstellung auf den neuen Toshiba Flash-Speicher noch einmal komplett überarbeitet. Wie bisher ist die SSD in Kapazitäten von 240, 480 und 960 GB verfügbar. Dabei fällt allerdings auf, dass die neue Version keine Huckepackplatine mehr besitzt. Auch bei den größeren Modellen befinden sich nun alle Chips auf einem einzigen PCB. Zudem wurde die SSD mit einem großen Kühlkörper versehen, der die SSD auch unter extremen Bedingungen auf bessere Temperaturen bringt indem er den Controller-Chip kühlt, der unten rechts unter den Kühlrippen zu finden ist. Das neue RevoDrive 350  besitzt zudem ein PCI Express Gen.2 X8 Interface und basiert auf dem Enterprise-Drive OCZ Z-Drive 4500.

In unserem Review des RevoDrive 3 X2 sind wir bereits auf die wesentlichen technischen Aspekte des RevoDrive eingegangen und wollen dies hier nur noch einmal kurz zusammenfassen. Das RevoDrive ist eine PCIe-SSD, die aus einem Raid-0-Verbund von 2 (bei der 240 GB) oder 4 (bei 480 und 960 GB) LSI SandForce 2282 Controllern besteht. Diese Controller sind in einer "Virtuellen Controller Architektur" vereint, die sich bei OCZ VCA 2.0 Technology nennt.

Auf der Rückseite der SSD kann man gut die 4 Controller-Chips vom Typ LSI SandForce 2282 sehen, die hier direkt neben den Toshiba NAND-Flash-Speichern angeordnet sind.

Die VCA sorgt dafür, dass die SSD nicht etwa als vier einzelne SSDs, sondern als ein einzelne Disc erscheint, was den Umgang mit dem RevoDrive erheblich vereinfacht. Vom Multi-Controller-Design der SSD bekommt der Anwender somit überhaupt nichts zu sehen. Die VCA ermöglicht zudem, dass das RevoDrive TRIM, Secure Erase und Smart Monitoring unterstützt und auch Firmware Updates einfach durchzuführen sind. Das alles geschieht mit der bekannten OCZ Toolbox.

Die Performance, die das RevoDrive damit in der Spitze erzeugen kann ist beachtlich. Die maximale Leserate beträgt bei der 240 GB Version 1000 MB/s und bei der 480/960 GB Version 1800 MB/s. beim Schreiben erreichen die Versionen 950 MB/s und 1700 MB/s. Bei den Angaben zu der Schreibleistung in IOPS liefert das 240 GB Drive 80.000 IOPS, die beiden großen sogar 140.000 IOPS.

Wir haben uns für unseren Test wie schon beim RevoDrive 3 X2 die 480 GB Version vorgenommen und durch unsere Benchmarks geschickt.

  • Testplattform

    • Intel Core i7 3770K
    • Mainboard Gigabyte Z77 UD5
    • SATA III Controller des Z77 Chipset

    Betriebssystem & Benchmarks

    • Windows 7 Home Premium 64 Bit
    • HDTune Pro
    • PCMark Vantage
    • PCMark 7
    • PCMark 8
    • Passmark Advanced Disk Test
    • AS SSD
    • CrystalDiskMark
    • Intel IO-Meter
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    Inhaltsverzeichnis:

    Übersicht der Benchmarks in diesem Artikel:


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