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Test: OCZ RevoDrive 3 X2 PCIe SSD (2/12)

Technisches zum RevoDrive 3 X2

Das OCZ RevoDrive 3 X2 ist eine PCIe Steckkarte mit Huckepack Platine für PCIe 2.0 x4 Slots. Die Karte wird einfach in einen passenden Slot eingesteckt und steht dann dem System genau wie ein PCIe RAID Controller mit angeschlossenen Drives zur Verfügung. Nur dass hier eben alles auf einer einzigen Steckkarte untergebracht ist und zudem als optimal abgestimmte Zusammensetzung vorliegt.

Der Einsatz der Karte kann in einen PCIe 4x, 8x oder auch 16x Slot nach PCIe 2.0 Standard erfolgen. Dazu muss natürlich das Mainboard kompatibel sein, teilweise sind BIOS Updates zum Betrieb der Karte notwendig. Eine vermutlich nicht vollständige Liste aller kompatiblen Mainboards findet sich auf der Webseite von OCZ. Wir haben das RevoDrive auch auf Mainboards problemlos eingesetzt, die nicht auf der Liste stehen. (Z.B. das Gigabyte Sniper2) Eine Garantie gibt es da wohl aber nicht. Das RevoDrive wird vom System nach dem Einbau wie ein normaler SCSI Raid Controller erkannt und kann auch bei der Installation von Windows wie ein SCSI-Controller eingebunden werden.

Schaut man sich die Karte genauer an, so sieht man oben die Huckepack-Platine mit NAND Flash RAMs und zwei SandForce Controllern. Unter diese Huckepack-Platine befindet sich das gleiche noch einmal. Beide Platinen sind doppelseitig mit 16 NAND Flash Modulen bestückt, die in vier Partitionen aufgeteilt sind. Ingesamt liegen hier also 480 GB NAND Flash in vier 120 GB Partitionen vor.

Das RevoDrive 3 X2 von OCZ basiert auf dem Client Consumer Controller SF-2281 von SandForce, der auch auf den neuen SATA 6 Gb/s SSDs Vertex3 oder Agility3 zum Einsatz kommen. Wer mehr zu den Eigenschaften des SandForce SF-2281 Controller wissen möchte sollte sich dazu unseren Test der OCZ Vertex 3 ansehen, in dem wir ausführlicher auf die Features des Controllers eingegangen sind. Der Controller gilt derzeit als einer der leistungsstärksten SSD Controller und kann vor allem bei der Kombination von Lese- und Schreibzugriffen mit hohen Durchsatzraten punkten.

Auf dem RevoDrive 3 X2 arbeiten insgesamt vier dieser Controller, von denen jeder in der Lage ist bis zu 500 MB/Sekunde an sequentieller Lese-/Schreibleistung hervorzubringen. Die SSD-Controler arbeiten dabei in einem RAID-Controller zu, der sich unter einem Passiv-Kühlkörper befindet.

Genau hier liegt auch der größte Vorteil des RevoDrive 3 X2, denn der eingesetzt RAID-Controller ist keine "Standardware" sondern ein speziell für OCZ gepimpter Controller für den Einsatz mit SSDs. Sehr viel ist über den Controller nicht bekannt, angeblich soll es sich dabei um einen PCIe-to-SAS Controller handeln, der speziell für OCZ gefertigt wird und auch nur auf OCZ Produkten eingesetzt wird. Bei den älteren RevoDrives setzt OCZ auf einen RAID Controller eines Fremdherstellers, wobei es hier aber keine Möglichkeit gab spezielle Commandos wie zum Beispiel TRIM zu senden, was natürlich gerade für ein SSD Laufwerk in der Enterprise Klasse nicht optimal ist.

Der neue Controller von OCZ verfügt nun über diese Möglichkeit und noch mehr, denn OCZ hat auf den RAID-Controller einen Virtualizierungs-Layer gesetzt. Informationen dazu finden Interessierte in einer extra PDF (Virtualized Controller Architecture 2.0) von OCZ. Der VCA 2.0 ist ein komplettes Speicher-Subsystem mit verbessertem und erweitertem Funktionsumfang und ermöglicht so TRIM nun auch auf einem RAID 0 Setup.  Dazu gibt es Intelligente Überwachung, NCQ, TCQ, Power-Failiure-Management und sogar Wear-Leveling ist beim RevoDrive 3 X2 mit von der Partie.

OCZ gibt folgende Enterprise Features für den Controller an:

  • OCZ SuperScale-Speichercontroller ermöglicht unbegrenzt skalierbaren Leistung.
  • Die VCA 2.0 in den OCZ Enterprise PCIe-Geräten unterstützt die Erstellung eines virtuellen Pools von logischen Einheiten (LUNs) und so eine klassenbeste konfigurierbare Aggregation der Performance.
  • VCA 2.0 ist die einzige Virtualisierungsebene in der Industrie mit TRIM und SCSI Unmap Support, um so die Performance gleichbleibend hoch zu halten.
  • Der SMART Support erleichtert Administratoren die Überwachung und Analyse des Speichersystems.
  • Wählbares Daten-Recovery und non-Stop-Modi für beispiellosen Datenschutz.
    VCA 2.0 unterstützt im Gegensatz zu anderen Flash-Virtualisierung-Ebenen vollständige Power-Fail-Protection. Dazu speichern die OCZ PCIe Karten alle Metadaten in einem nicht flüchtigen Speicher und die Power-Fail-Protection kann so alle laufenden Vorgänge auch bei Stromausfall zu Ende führen.

Zum Thema TRIM Support gibt es dann bei all den Festures doch noch eine Einschränkung. Derzeit gibt es in Windows noch keine Implementierung von TRIM im Treiber für das RevoDrive 3. Das RevoDrive 3 ist also von der Hardware her dazu in der Lage, es fehlt aber noch an der Unterstützung vom Betriebsystem. OCZ und Microsoft arbeiten aber angeblich daran.

Wer sich fragt wozu eigentlich das X2 im Namen des RevoDrive 3 geführt wird. Die Antwort ist recht einfach. Ein RevoDrive 3 X2 ist quasi ein doppeltes RevoDrive 3. Wärend auf einem X2 Drive vier Controller mit vier SSD Partitionen arbeiten, finden sich auf einem einfachen RevoDrive nur zwei Controller mit zwei Partitionen, die Huckepackplatine fällt also einfach weg. Damit ist ein X2 Drive "theoretisch" auch doppelt so schnell wie ein normales Revodrive und auch die Kapazitätzen unterscheiden sich. Ein normales RevoDrive 3 gibt es von 120 GB bis 480 GB, ein RevoDrive 3 X2 von 240 GB bis 960 GB.

OCZ RevoDrive 3

  • Einfache Platine
  • Zwei SF 2200 Controller
  • Bis zu 900 MB/Sek Lesen
  • Bis zu 700 MB/Sek Schreiben
  • Bis zu 120K IOPS (4K Aligned random writes)
  • 120 / 240 / 480 GB

OCZ RevoDrive 3 X2

  • Huckepack-Platine
  • Vier SF 2200 controllers
  • Bis zu 1500 MB/Sek Lesen
  • Bis zu 1200 MB/Sek Schreiben
  • Bis zu 200K IOPS (4K Aligned random writes)
  • 240 / 480 / 960 GB

Technische Daten

Werfen wir immer noch einen Blick auf die technischen Daten der RevoDrive 3 X2 Serie

  • Available in 240GB, 480GB and 960GB capacities
  • PCI-Express Gen. 2 x4 interface
  • MLC NAND flash
  • Full height form factor
  • OCZ SuperScale Storage Controller
  • Virtualized Controller Architecture 2.0
  • Bootable as a direct-attach device
  • 128-bit & 256-bit AES-compliant data encryption
  • SMART monitoring
  • 167.64 (L) x 98.42 (W) x 15.25mm (H)
  • Weight: 114g
  • Shock Resistance: 1500g
  • Operating Temp: 0°C ~ 70°C
  • Ambient Temp: 0°C ~ 55°C
  • Storage Temp: -45°C ~ 85°C
  • Power Consumption: 7.5W idle, 8.3W active
  • MTBF: 1,000,000 hours
  • 3-Year Warranty
  • Current OS Supported: Windows 7 32/64

240GB Max Performance

  • Read: Up to 1500 MB/s
  • Write: Up to 1225 MB/s
  • Max Random Write 4KB (Aligned): 200,000 IOPS

480GB Max Performance

  • Read: Up to 1500 MB/s
  • Write: Up to 1250 MB/s
  • Max Random Write 4KB (Aligned): 230,000 IOPS

960GB Max Performance

  • Read: Up to 1500 MB/s
  • Write: Up to 1300 MB/s
  • Max Random Write 4KB (Aligned): 230,000 IOPS

Testsystem für SSDs

Auf dieser Plattform testen wir

Basisplattform

  • Intel Core I7 2600K
  • Mainboards: Asus P8 P67 WS Revolution
  • Arbeitsspeicher 2x4GB G.Skill Sniper 1866 CL9

Betriebssystem & Benchmarks

  • Windows 7 Home Premium 64 Bit
  • HDTune Pro
  • PCMark Vantage
  • Passmark Advanced Disk Test
  • AS SSD
  • CrystalDiskMark


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