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Chieftec Polaris 850 - effizientes Gold Netzteil im Test

Polaris jetzt mit mehr Leistung

Das Chieftec Polaris Netzteil haben wir uns vor nicht all zu langer Zeit bereits einmal angeschaut. Allerdings war das Modell seinerzeit nur bis zu einer Wattleistung von 750 Watt verfügbar. Das Modell hatten wir uns in unserem Test des Chieftec Polaris auch angeschaut. Angesichts des aktuell wieder höheren Verbrauchs von Grafikkarte hat sich Chieftec wohl entschlossen hier ein Upgrade nach oben durchzuführen und bietet das Netzteil nun auch noch mit 850 und sogar 1050 Watt an.

Neben dem Chieftronic Powerup findet sich auch das Polaris in der aktuell so beliebten 80 Plus Gold Klasse. Wobei sich das Powerup allerdings weiter unten im günstigeren Preisbereich ansiedelt. Chieftec hat sich zuletzt mit recht konstanter Qualität bei seinen Netzteilen am Markt gezeigt, was sicherlich auch damit zusammenhängt, dass die Geschicke der Firma nun komplett aus Deutschland durch die Distributor Arena Electronic GmbH gelenkt werden. Chieftec ist mittlerweile also wirklich ein Deutsches Unternehmen.

Chieftec bot das Polaris bisher in drei Versionen mit 550, 650 und 750 Watt an und ergänzt nun 850 und 1050 Watt, so dass nun  fünf Modelle des Netzteils verfügbar sind. Alle Varianten sind sind vollmodular, so dass alle Kabel abnehmbar sind. 

Zur 750 Watt Version hatten wir auch bereits einen Video-test erstellt, denn ihr euch auf unserem TweakPC-Youtbe-Kanal anschauen könnt. Lasst bei der Gelegenheit gleich ein Abo da und verpasst so keins mehr unserer neuen Videos!

Ist bei den kleineren Modellen noch ein eine Mix aus schwarzen Flachbandkabel für die PCIe und Peripheriekabel und einem Rundkabel für den ATX-Anschluss vorhanden, so gibt es nun bei den größeren Versionen nun noch Flachbandkabel. Das Gehäuse ist beim Polaris 850 und 1050 auch etwas gewachsen. Kam man bei den kleinren versionen mit 140 x150 mm aus, so steigt die Länge nun um 2 cm auf 160 mm. Als Gehäuse wird ein übliches Blech-Gehäuse mit eingeschraubtem runden Lüftergitter genutzt, quasi der Standard für Netzteile.

Auf der technischen Seite bleibt das Polaris auch bei den größeren Varianten beim LLC Half-Bridge Design und nutzt natürlich DCDC-Technologie. Das Polaris besitzt alle notwendigen Schutzschaltungen OCP,OPP, OVP, UVP, SCP und zusätzlich die weniger oft vorhandene OTP. On Top besitzt das Polaris auch noch eine SIP (Surge & Inrush Protection) Schaltung, im Deutschen auch Einschaltstrombegrenzung genannt. Diese sorgt dafür, dass beim Einschalten selbst mit voller Last nicht zu viel Strom fließt. Insbesondere ist dies relevant, wenn mehrere Geräte gleichzeitig eingeschaltet werden, die an einer Sicherung hängen, damit diese nicht wegen Überlast auslöst.

Für unseren Test des Chieftec Polaris nutzen wir das 850 Watt Modell, das wohl derzeit auf das größte Interesse bei allen Gamer stoßen sollte. Die Modelle mit 750 und 850 Watt sind aktuell sozusagen die "Vernunftswahl" wenn es um Netzteile geht um leistungsstärkere Grafikkarten zu befeuern

Wie immer haben wir das neue Netzteil für euch an unserer Chroma-Teststation die wir ständig upgraden komplett durchgetestet und zeigen euch auf den nächsten Seiten die gesammelten Testergebnisse mit Erläuterungen zu den einzelnen Tests, bei Fragen sei an dieser Stelle noch einmal auf unsere Forum verwiesen.

Technische Details und Spezifikationen

Das Chieftec Polaris ist ein Single-Rail-Netzteil, dass in unserer Version 850 Watt Gesamtleistung liefert und auf der 12V Schiene satt 70,8 A bereit stellt. Das Netzteil ist auf  80 Plus Gold bei 115 V spezifiziert und arbeitet mit Eingangsspannungen von 100 bis 240 V. 

Die beiden Nebenspannungen leisten maximal 120 Watt, wobei die beiden Spannungen 3,3 V und 5V auf 22 A ausgelegt sind. Die Standby und -12V Spannung liegen auf den üblichen Werten von 0,3 und 3A.


Für den Test des Netzteils nutzen wir die Lastverteilung, die nach der 80-Plus-Spezifikation für die verschiedenen Schienen vorgesehen ist. Dabei handelt es sich um eine symmetrische Verteilung, die alle Schienen gleichmäßig nach ihrer maximalen Leistung beansprucht.

Das Diagramm unten zeigt die genutzten Lasten im Vergleich zur maximal möglichen Ampere-Leistung. Diese Verteilung entspricht im Test 100% Last. 0 % Last bedeutet, dass das Netzteil mit jeweils 0 Ampere Einstellung am Load-Tester läuft und lediglich die Spannungen der einzelnen Schienen ohne zusätzliche Last gemessen werden. Es ist also an alle Schienen nur ein Voltmeter in Betrieb und das Netzteil läuft ansonsten im Leerlauf

Lieferumfang und Kabel

Chieftec liefert zum Polaris natürlich alle notwendigen Kabel inklusive einer kleinen Aufbewahrungsatasche. Insgesamt 9Kabel können an das Netzteil angeschlossen werden, wobei das Angebot an Anschlüssen mit 4 PCIe 8 Steckern für ein 850 Watt Netzteil zwar ein wenig mager ausfällt, allerdings in den meisten Fällen ausreichen sollte. Dafür gibt es aber auch 2 EPS 8 Pol Stecker am Netzteil, die sich auch an zwei Kabeln befinden.

Aus der Tabelle unten kann die komplette Kabelkonfiguration entnommen werden kann.

Kabellänge Chieftronic Polaris 850 
KabelAnzahl
Kabel
Anzahl
Stecker
Länge mm 
ATX 20+4 Pin11650  
EPS 8 PIN22650 
VGA 8 (6+2) Pin 24600/100 
SATA312550/100/100/100 
MOLEX14500/100/100/100* 
Floppy 1* an Molex 

Der Lieferumfang des Netzteils besteht aus:

  • Netzteil
  • Modularkabel + Tasche
  • Handbuch
  • Netzkabel

Unser Test-Equipment

Gerade wenn es darum geht kleinste Unterschiede in der Effizienz zu bestimmen und so ein Netzteil qualitativ einordnen zu wollen, ist extrem teures professionelles Messequipment unabdingbar. Bei günstigen Messgeräten sind die Messtoleranzen so hoch, dass eine korrekte Einschätzung der Performance im Vergleich zu anderen Netzteilen kaum möglich ist. Gerade wo die Netzteile in den letzten Jahren immer enger zusammenrücken.

Wir werden In Sachen Testequipment direkt vom deutschen Chroma Service Center unterstützt. Chroma ist auf professionelles Testequipment zur Effizienzmessung spezialisiert und unterstützt uns mit Know-How in Sachen Messtechnik. Die Messtechnik von Chroma gilt im Bereich der Netzteilproduktion und Qualitätskontrolle als Referenz.

Neben der Chroma Teststation verfügen wir über weitere präzise Messinstrumente wie Keysight 34461a 6,5 Digit-Voltmeter, drei 4-Kanal-Oszilloskope mit 100 MHz, mit denen wir konstant alle Spannungen des Netzteils sowie die PG, PS_ON und AC-In Signale überwachen. Zu Kontrolle der Ripple-Noise-Werte besitzen wir zudem eine Low-Voltage-Differential-Probe, wie sie in den ATX-Spezifikationen vorgeschlagen wird.

Das gesamte Testequipment ist unser Eigentum und wurde von uns selbst angeschafft. Es wird nicht von einem Netzteilhersteller bereitgestellt und wurde auch nicht von Netzteilherstellern gesponsert. Wir sind diesbezüglich also völlig unabhängig.

Wer unsere Tests regelmäßig verfolgt, der weiß, dass wir zudem auch noch Zugriff auf die Teststation von Cooler Master in direkter Nähe in Eindhoven haben und in Zweifelsfällen dort unsere Ergebnisse an einer zweiten Station aber in einem anderen Setup verifizieren können. Wir sind nun also nun in der mehr als "luxuriösen" Lage gleich zwei Chroma-Teststationen in direkter Reichweite zu haben um unserer Ergebnisse zu validieren.

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