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Test: HIFIAkademie miniStreamer (2/6)

Optik und Aufbau

Viel zu sehen gibt es nicht am miniStreamer. Das Alu-Gehäuse ist auf schlichte Eleganz ausgelegt, lediglich eine weiße LED im Schriftzug auf der Oberseite leuchtet, wenn das Gerät in Betrieb ist (was wahrscheinlich immer der Fall ist, denn einen Ein-/Ausschalter sucht man vergebens, bei einer Leistungsaufnahme von 4 Watt ist der aber auch gar nicht nötig). Von der Größe her kann man den miniStreamer mit einem Stapel von circa fünf CDs vergleichen. Bei der Größe und dem Aussehen lässt er sich problemlos in jedes Setup einbinden und dürfte nie großartig oder gar störend auffallen. Männern ist das eher egal, aber Frauen dürften vor Freude in die Hände klatschen.

Im Inneren werkelt als Rechenknecht ein Raspberry Pi. Der kleine Einplatinencomputer ist in etwa so groß wie eine Kreditkarte, bietet an Leistung und Anschlüssen aber alles, was man für diesen Zweck benötigt. Aus diesem Grunde findet sich der ?Pi auch in vielen anderen, teils deutlich teureren Streaming-Lösungen.

Ihm zur Seite stellt Hubert Reith ein selbst entwickeltes Board, welches sowohl den Digital-Analog-Wandler (DAC), die Ausgangsstufe und die Regelung der Stromversorgung aller Komponenten beherbergt. Als DAC-Chip kommt hier der Burr Brown PCM5102A zum Einsatz, weswegen der miniStreamer auch bis 32 Bit und 192 kHz am Ball bleibt. High-Resolution (auch HD-Audio genannt) ist also locker möglich. Nur am Digitalausgang ist man auf maximal 24 Bit beschränkt, was angesichts der Tatsache, dass die meiste Musik eh in maximal 24 Bit angeboten wird und die meisten externen Wandler auch nur höchstens 24 Bit verstehen, kein Problem sein sollte.

Weniger aufwändig geht es dann auf der Rückseite zu. Zu finden sind eine LAN-Buchse, zwei USB-Ports (belegt mit einem WLAN-Modul und der SSD), zwei koaxiale Digitalausgänge (um z.B. einen externen DAC zu betreiben), der Stereo-Analogausgang und der Stromanschluss für das Steckernetzteil. In kritischen WLAN-Umgebungen kann man so auch das vorhandene Modul gegen eines mit einer großen Antenne tauschen. Einfach das Gerät ausschalten, das neue Modul einstecken, das Gerät wieder einschalten und die Software findet das neue WLAN-Modul.

Anstelle der SSD kann man auch eine externe USB-Festplatte anschließen. Diese muss in FAT32 formatiert sein, was unter Windows bei Festplatten größer als 32GB nur mit einem Zusatzprogramm (wie FAT32Format) gelingt. Einfacher ist es, das Formatieren der Festplatte dem miniStreamer zu überlassen, denn das kann der Kleine natürlich auch. Selbstredend kann es sich bei dem externen Medium auch um eine SSD oder um einen USB-Stick handeln.

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