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AMD Radeon R9 Nano Test und Benchmarks

AMD Radeon R9 Nano - Der Performance Zwerg

AMD hat die Radeon R9 Nano zwar schon vorgestellt, aber nur in ihren technischen Details, denn der Launch dieses für AMD wichtigen und ganz besonderen Produkts erfolgt in zwei Stufen. Die erste Stufe wurde am 27. August mit der Präsentation der Karte abgefeuert, aber ohne Testberichte. Nun folgt Stufe 2, Testberichte mit Benchmarks zur AMD Radeon R9 Nano dürfen ab sofort Online gestellt werden.

Im Vorfeld wurde bereits darüber berichtet, dass die Anzahl der Samples wie schon beim Launch der Radeon R9 Fury X extrem knapp ausfällt. Wir gehören zu den Glücklichen, die von AMD ein komplettes Mini-ITX System von Mifcom zugeschickt bekommen haben und durften uns an dem neuen Powerzwerg austoben. Auch dieses mal erreichte uns die Karte recht spät, nämlich genau vor 24 Stunden, so dass die Zeit wieder mehr als knapp ist. Daher werden wir zunächst nur die neue Radeon R9 Nano für sich allein testen und in einem zweiten Artikel das komplette System, das auf unglaublich kleinem Raum erstmals akzeptable Performance in der 4K-Auflösung bietet.

Die technischen Details zu Nano haben wir bereits zur Vorstellung der Karte abgehandelt. Das Besondere an der Radeon R9 Nano ist natürlich ihre Größe. Die Radeon R9 Nano ist gegenüber der Radeon R9 290X um 40% kürzer geworden und passt daher auf ein 6'' PCB. Die Größe entspricht damit in etwa der Länge eines 6,7 '' Mini-ITX Mainboards, weshalb sich die Karte optimal für dein Einbau in sehr kompakte PCs eignet.

Die auf der Karte verbaute GPU entspricht der Version, wie sie auch auf der Radeon R9 Fury X zu finden ist. Das heißt wir haben hier eine GPU im 28-nm-Verfahren, die direkt mit 4 GB HBM-Speicher ausgerüstet ist. Das Speicherinterface besitzt einen 4096-bit Anbindung und eine Taktrate von 500 MHz. So erreicht man eine Datenrate von 1 Gbps. Die Speicherbandbreite beträgt satte 512 GB/s.

Wie auf der Fury X ist die GPU auf der Radeon R9 Nano mit der vollen Anzahl an Stream Prozessoren (4096) Stück vorhanden. Bei einer Taktrate von bis zu 1000 MHz leistet das gute Stück 8.19 TFLOPs. Mit 256 Textureneinheiten liegt die Texturen-Füll-Rate bei 256 GT/s.

Das spannendste an der Radeon R9 Nano ist natürlich die TDP, denn diese liegt nur noch bei 175 Watt. Die Radeon R9 Fury X bringt es mit der "gleichen" GPU auf 275 Watt TDP. Erreicht wird die geringere TPD sicherlich über eine Absenkung der Taktraten sowie der Spannung. Man kann auch sagen die R9 Fury X ist einfach komplett auf Performance getrimmt, die R9 Nano genau anders herum komplett auf Energieeffizienz. Natürlich drängt sich da die Frage auf, ob man aus der Radeon R9 Nano so durch Overclocking nicht eine R9 Fury X machen kann, die Antwort darauf findet sich im Abschnitt Overclocking und in den Benchmarks, wo die R9 Nano übertaktet und mit erhöhtem Power-Target (OC+PT) zusätzlich angegeben ist.

Ob die neue kleine R9 Nano durch die andere Ausrichtung deutlich an Performance verliert oder ob das Modell sehr dicht an die Fury X herankommt, dem werden wir natürlich in diesem Test nachgehen. Und natürlich werden wir uns auch wieder der Laustärke und Energieeffizienz des kleinen Zwergs widmen.

Derzeit gibt es eigentlich keine Karte, die sich aufgrund ihrer Größe mit der Radeon R9 Nano vergleichen lässt. Lediglich die GeForce GTX 970 Mini, zum Beispiel von Gigabyte, bietet ein ähnliches Konzept, also maximale Performance auf kleinstem Raum. Besagte Karte haben wir uns daher ebenfalls für die Benchmarks zum Vergleich vorgenommen.

Zur optimalen Beurteilung der Performance in unserem Radeon R9 Nano Test führen wir wieder alle unsere Benchmarks durch. Es sind 23 verschiedene Tests in bis zu 9 Settings, also insgesamt fast 200 verschiedene Benchmarks. Aufgrund des Zeitmangels sind alle AMD Vergleichskarten noch nicht mit dem neusten Treiber getestet. Da der gesamte Durchlauf pro Grafikkarte etwa 6-7 Stunden dauert, benötigt man leider für die gesammelten Vergleichswerte bereits mehrere Tage. Die aktualisierten Werte werden wir nachtragen, sobald die Benchmarks durchgeführt sind.

Die Radeon R9 Nano ist auch bereits ab heute Verfügbar und landet derzeit auf den Preislisten bei etwa 699 Euro (Zum Beispiel bei Caseking.de).

Testsystem: 

  • AMD Radeon R9 Nano
  • Intel Core i7 3960X auf 4,4GHz
  • MSI Big Bang-XPower II X79 Mainboard
  • G.Skill TridentX 2400 - 4x8 GB DDR3 2400 MHz
  • Super Flower Leadex Platinum 1200 Watt
  • Seagate SSHD 4 TB
  • OCZ Vertex 3 240 GB
Inhaltsverzeichnis:

Übersicht der Benchmarks in diesem Artikel:


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