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be quiet! Dark Power Pro 11 im Test

Noch leiser - noch besser? 

Es ist wieder einmal so weit, be quiet! präsentiert etwa 3 Jahre nach dem Dark Power Pro 10 die neue Version seines Top-Netzteils. Das Dark Power Pro 10 galt als eines der rundum gelungensten Netzteile auf dem Mark, weil es seinerzeit sehr gute Leistung mit einem guten Laustärkelevel und tollen Features verbunden hat. In den letzten 3 Jahren hat sich aber natürlich einiges weiter entwickelt, so dass ein Update des Dark Power Pro auf das P11 zur rechten Zeit kommt. Die Erwartungen, die an das neue P11 gestellt werden fallen dementsprechend zumal es sich be quiet! nicht nehmen lässt die Produkte schon im Vorab wie dieses Jahr auf der CeBIT anzukündigen. Einige Veränderungen wurde bereits angedeutet, die besonders bei der Laustärke eine neue Referenz erhoffen lassen.

Be quiet! präsentiert zum Start drei Versionen des Dark Power Pro 11 mit 850, 1000 und 1200 Watt. Später sind weitere Versionen mit kleineren Wattzahlen geplant. Wir hatten direkt zum Launch ein 850 Watt Modell in der Redaktion und konnten dieses ausgiebig durchtesten.

Die neue Dark Power Pro 11 Serie ist durchweg 80 Plus Platinum zertifiziert. Bei der P10 Serie galt dies nur für das 850 Watt Modell, die anderen Versionen besaßen "nur" eine 80 Plus Gold Zertifizierung. Das neue P11 soll nun in der Spitze bis zu 94% Effizienz erreichen. Die neue Generation wurde aber nicht nur bei der Effizienz verbessert, sondern auch die Spannungsstabilität und -regulierung wurde optimiert.

 Be quiet! setzt beim P11 auf eine modern "Full Bridge + LLC + SR + DC/DC"-Topologie. Bei dieser Technik wird das Netzteil konstant durch IC-Chips überwacht und kann so einzelne Parameter anpassen. Beim P11 kommen zudem robustere und größer dimensioniert Bauteile, wie zum Beispiel sehr hochwertige Feststoff-Kondensatoren zum Einsatz. Auch die Kapazitäten der Kondensatoren auf der Sekundärseite wurde erhöht um besser mit Spannungsschwankungen und hohen Lastwechseln umgehen zu können, wie sie bei modernen Grafikkarten immer stärker auftreten. In diesem Zusammenhang wurde speziell auch darauf geachtet durch den Einsatz von ausgewählten PFC-Kondensatoren hochfrequente Geräusche im Netzteil zu unterbinden.


(Generationenvergleich: Dark Power Pro 9, 10 und 11 jeweils mit 850 Watt)

Natürlich hat be quiet! auch sein Steckenpferd, den absoluten Silent-Betrieb trotz aktivem Lüfter, wieder auf dem Programm. Das neue Dark Power Pro 11 setzt dazu den neuen Silent Wings 3 Lüfter im 135 mm Format ein. Die neuen Lüfter besitzen einen 6-Pol-Motor und überarbeitete FDB-Lager und laufen damit noch leiser als die alten Modelle. Ein Vorteil der sich wesentlich drastischer auswirkt ist die extrem niedrige Anlaufdrehzahl der Lüfter von unter 250 U/Min. Die Veränderungen haben auch optische Auswirkungen, denn das neue P11 besitzt einen Strömungsoptimierten trichterförmigen Lufteinlass, der Verwirbelungen reduzieren soll.


(Lüftereinlass: rechts das neue Dark Power Pro 11, links das P10)

Auffällig am neuen P11 ist zudem der vergrößerte Abstand der Bügel im Lüftergitter. Damit dürften auch noch einmal weniger Verwirbelungen entstehen, obwohl bereits das Gitter des Vorgängers hier durch die runden "Stäbe" extrem wenig Verwirbelungen erzeugt hat.

Ansonsten finden sich am P11 natürlich auch wieder alle Features des P10, dass heißt es gibt den Vibrationsdämmenden integrierten Gummirahmen, die speziellen Lüfteranschlüsse und natürlich den OC-Key, mit dem das Netzteil zwischen Multi- und Single-Rail-Betrieb umgeschaltet werden kann.

Ob das neue Dark Power Pro 11 ein würdiger Nachfolger für das P10, dass zeigen wir euch auf den nächsten Seiten dieses Tests, doch bevor es los geht, noch ein paar Worte zum Testequipment, denn auch dabei gibt es ein paar sehr interessante Neuerungen bei uns.

Testsystem

Mit dem Test des neuen Dark Power Pro 11 haben wir auch eine kleine erste Premiere bei uns, denn wir haben das Netzteil als erstes Modell auf unserer neuen hausgegen Chroma-Teststation getestet. Damit sind wir seit kurzem als eines der ganz wenigen Test-Magazine in Europa in der Lage direkt bei uns im Labor Herstellerunabhänig zu testen. Die Teststation werden wir demnächst auch noch in einem Beitrag in unserem Forum vorstellen.

Gerade wenn es darum geht kleinste Unterschiede in der Effizienz zu bestimmen und so ein Netzteil qualitativ einordnen zu wollen, ist extrem teures professionelles Messequipment unabdingbar. In Sachen Testequipment werden wir daher direkt von PCE Power Control unterstützt. Die offizielle Chroma-Vertretung in Deutschland ist auf professionelles Testequipment zur Effizienzmessung spezialisiert und unterstützt uns mit ihrem Know-How in Sachen Messtechnik.

Wer unsere Tests regelmäßig verfolgt, der weiß, dass wir bisher die Teststation von Cooler Master in direkter Nähe in Eindhoven genutzt haben und dort auch weiterhin Zugang haben. Wir sind nun also nun in der mehr als "luxuriösen" Lage gleich zwei Chroma-Teststationen in direkter Reichweite zu haben. Davon kann so manch ein Netzteil-Anbieter in Deutschland nur träumen. Das so angesammelte Testequipment kommt auf einen Wert von weit über 100.000 Euro und ermöglicht uns wirklich jeden Aspekt eines Netzteils überprüfen zu können, wenn wir die notwenige Zeit dazu aufbringen können.

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